Burg Altdahn

Dahn. Die typischen Felsenburgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein bilden eine der größten Burganlagen der Pfalz. Altdahn, die größte der drei Burgen, wurde um 1100 durch die Herren von Dahn gegründet und 1189 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burgen waren Schauplatz zahl­reicher Schlachten um die Herrschaft im Wasgau. In Folge dessen wurde Altdahn des öfteren zerstört, zuletzt im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfol­gekrieg. Seit 1603 ist die Burg nicht mehr bewohnt. Beachtenswert sind die Reste der Schildmauer (ca. 1100 - 1150), zwei wuchtige Tor- und Geschütztürme (15. Jhdt.) mit in den Fels gehauenen Wachtstuben sowie Reste des Haupt­gebäudes (Palas) und eines Turmes an der Oberburg. Das zu der Anlage gehörende Bur­genmuseum zeigt wertvolle Funde, die während der Ausgrabungen an den Burgruinen si­chergestellt wurden. So z.B. eine Ritterrüstung, eine Taschensonnenuhr aus Elfenbein mit eingebautem Kompass, Kinderspielzeug aus der Ritter­zeit, Münzen und Waffen. Öffnungszeiten: Ab Kar­freitag täglich geöffnet von 11 bis 17 Uhr. Burgführungen für Besuchergruppen bei Vor­anmeldung unter Telefon 06391 2104. Der Weg ist ab Stadtmitte Dahn ausgeschildert.

 

Burg Altleiningen

Altleinigen. Um 1100 als Stammburg der Grafen von Leiningen errich­tet. In der ersten Hälfte des 17. Jhdts. umgestaltet (365 Fenster - für je­den Tag eins). 1689/90 zerstört. Ab 1964 als Jugendburg und Schullandheim wieder aufgebaut. Innenbesichtigung nur nach telefoni­scher Voranmeldung. Im Sommer Theateraufführungen, Freibad im Burggraben. Info: Telefon 06356 1580.

 

Burg Altwolfstein

Wolfstein. Wohl durch Friedrich Barbarossa als Reichsfeste nach der Errichtung der Pfalz Kaiserslautern (1152) in sein Burgensystem zum Schutz des Bezirkes eingefügt. 1319 an die Grafen von Sponheim ver-pfändet. 1504 im Bayerischen Erbfolgekrieg erobert und zer­stört. Der fünfseitige wohnturmartige Bergfried (ca. 19 m) und die Ringmauer stammen wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des 12. Jhdts. Reste der Vor­burg und an der Bergseite Spuren einer Toranlage sind erhalten. Die Ruine ist ganzjährig zugänglich.

 

Burg Anebos

Bei Annweiler. Sie liegt südlich von Burg Trifels, auf dem mittleren der drei Annweilerer Berggipfel. Die Burg wurde vermutlich im 12. Jhdt. erbaut, ein Geschlecht von Anebos taucht in geschichtlichen Unterlagen nur von ca. 1190 bis 1250 auf. Die Anlage verfiel bereits im 13. Jhdt., nach neueren Ausgrabungsergebnissen eventuell erst im 14. Jhdt. Die Ruine gleicht heute mehr einem Kletterfelsen als einer Burgruine.

 

Burg Battenberg

Battenberg. Um 1240 auf dem Grund einer alten fränkischen Siedlung (787 genannt) durch Graf Friedrich III. von Leinigen errichtet. Grafen von Leiningen residierten hier bis Mitte des 18. Jhdts. Die Ringmauer und Teile eines Torbaus sind noch erhalten. Die Ruine ist ganzjährig zugänglich. Info: Telefon 06359 2196 oder 961003.

 

Burg Berwartstein

Erlenbach. Diese charakteristische Felsenburg ist die einzige bewohnte Burg der Pfalz. 1152 wird die Reichsfeste urkundlich erwähnt, als sie nämlich Kaiser Barbarossa dem Bischof von Speyer schenkt. Im Jahre 1314 wurde der Berwartstein durch die Städte Straßburg und Hagenau als Raubnest zerstört. Nach dem Aussterben der Ritter vom Ber­wartstein wechselte die Feste mehrmals die Besitzer. Bekanntester Eigentümer war Hans von Trott, im Volksmund Hans Trapp genannt, der von 1480 bis 1503 hier lebte. Er liegt in der St. Anna-Kapelle bei Niederschlettenbach begraben. 1591 brannte die Burg ab. Hauptmann Theodor Beginski baute sie von 1893 bis 1895 wieder auf. Heute ist der Ber­wartstein in Privatbesitz (Alfons Wadle, Telefon 06398 210). Von März bis November finden Burgführungen statt. Außerdem gibt es eine Burgschänke und ein Burgmuseum, in dem Reliquien aus der Vergangenheit des Berwartsteins zu sehen sind. Anfahrt: Erlenbach liegt auf halbem Weg zwischen Dahn und Bad Bergzabern nahe der B 427. Der Weg ist ausgeschildert, Parkplatz unterhalb der Burg, Fußweg wenige hundert Meter.

 

Burg Blumenstein

ca. 3 km südwestlich von Schönau an der franz. Grenze. Die Familie von Blumenstein er­richtete um 1260 diese kleine Felsenburg. Bereits 1346 war sie Ganerbenbesitz, d.h. auf mehrere Mitbesitzer verteilt. Besitzer waren u.a. die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und die Herren zu Dahn. Im 16. Jhdt., während des Bauernkrieges, wurde der Blumenstein zer­stört, später jedoch zur Fliehburg ausgebaut. 1707 ist sie nur noch von einem Pförtner ständig bewohnt. Von der oberen Burg ist ein Brunnen­schacht, von der mittleren eine mit Buckelquadern verkleidete Schild­mauer und eine Felsenkammer erhalten. Eine Felsen­treppe verbindet die verschiedenen Burgebenen. Anfahrt: Vom Parkplatz „An der Schanze“ zwischen Schönau und Petersbächel führt ein Fußweg zur Burgruine (ca. ½ Stunde).

 

Burg Breitenstein

Östlich von Elmstein. In der ersten Hälfte des 13. Jhdts. als Lehensburg der Grafen von Leiningen gegründet. Etwa 1470 zerstört. In einem qua­dratischem Bering erhebt sich auf einem Felsklotz die Ruine des Palas, den  eine starke, mit Buckelquadern verkleidete Schildmauer abschließt. Zugang über eine Felsrampe (Torreste). Von einer ca. 60 m höher gele­genen Vorburg sind geringe Spuren vorhanden.

 

Burg Diemerstein

Ca. 2 km oberhalb von Frankenstein. Um 1200 von den Herren von Diemerstein erbaut, im Dreißigjährigen Krieg zerstört, 1847 ausgebes­sert. Teile des Bergfrieds, der Schildmauer und des Palas sind erhalten. Unterhalb ein Landhaus von 1847 (jetzt Erholungsheim). Anfahrt: Über B 37 (bei Frankenstein) nach Diemerstein, Parkplatz am Ortsende, den Schlüssel erhält man im Erholungsheim, durch den Garten des Erholungsheims führt eine Felsentreppe zur Burgruine

 

Burg Drachenfels

Bei Busenberg.  Der Drachenfels ist ein Musterbeispiel einer mittelalter­lichen Felsenburg im Wasgau. 368 m NN. Erbaut um 1200 war er spä­ter die Haupt-Ganerbenburg des Was­gaus, an der um das Jahr 1510 so­gar 24 Familien ihren Mitbesitz hatten. Einer der Mitei­gentümer war Franz von Sickingen. Am 10. Mai 1523 wurde die Burg im Rahmen der Sickinger Fehde zerstört. Neben den baulichen Überresten sind heute insbesondere die aus dem Buntsandstein herausgehauenen Gewölbe, Treppen und Kammern noch gut zu sehen. Der Überlieferung nach sol­len sich die Raubritter des Wasgaus regelmäßig auf dem Dra­chenfels versammelt haben, um gemeinsame Überfälle auszuhecken. Die Ruine ist z. B. vom Wanderparkplatz "Drachenfels" östlich von Busenberg zu erreichen.

 

Burg Elmstein

Bei Elmstein. Mitte des 12. Jhdt. durch die Pfalzgrafen errichtet, 1688 zerstört. Da im Mit­telalter bei Elmstein eine "Hauptverkehrsstraße" vor­beiführte, erbauten die Pfalzgrafen die Burg als Stützpunkt zur Aus­übung des Geleitrechts für Händler. Außer der Schildmauer mit glatten Sandsteinquadern und einem Gußerker mit Ausgucklöchern ist von der Burg nicht mehr viel zu sehen.

 

Burg Emichsburg

Bockenheim. Die Emichsburg entstand an der Stelle einer Burg der Gra­fen von Leiningen, die Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz 1460 zerstörte. Graf Emich VIII. errichtete die neue Burg 1502 als "Emichsburg". Sie wurde Ende des 16. Jhdts. durch Graf Emich XI. von Leiningen-Dags­burg-Hardenburg erweitert. 1688 zerstört, um 1735 als Schloß wieder­her­gestellt und kurz vor 1800 endgültig verwüstet. Aus dem Baumaterial entstand der jetztige Gutshof. Sehenswert sind das Portal, ein Meister­werk der späten Renaissance, und die ehemalige Schloßkirche (13. Jhdt).

 

Burg Erfenstein

Zw. Lambrecht und Elmstein. Um 1240 erbaut, 1470 zerstört, direkt ge­genüber Burg Spangenberg.

 

Burg Falkenburg

Bei Wilgartswiesen. Die Entstehung der auf einem langen Felsenriff er­bauten Festung liegt heute noch im Dunkeln. 1246 bei der Ernennung zur Reichsburg ist sie erstmals urkundlich erwähnt. Der Sage nach soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Gründer gewesen sein. Demnach müsste die Falkenburg zwischen 1175 und 1180 errichtet worden sein. Vermut­lich gehörte sie zu den Vorburgen des Trifels, zumal von dem hohen Berg­fried eine Signalverbindung zum Trifels bestanden haben könnte. Wäh­rend des Pfälzischen Erbfol­gekriegs (1689) durch franz. Truppen ge­sprengt. Über einen steilen Treppenaufgang ent­lang des Felsenmassivs erreicht man die Ruine, von der nur noch Reste des Bergfrieds und eines Wohnbaus erhalten sind. Anfahrt: Am Ortsende von Wilgartswiesen (Rg. Pirmasens) an der B 10 parken, Fußweg ca. 15 Minuten bergan.

 

Burg Falkenstein

Falkenstein. Markant erhebt sich die Ruine der ehemaligen Reichsburg auf einem Fel­sen über dem Ort. Die Burg wurde vor 1135 errichtet. Sie wechselte mehrmals die Besitzer. 1647 wurde die Burg von den Franzosen belagert, beschossen und gestürmt. Die Außenmauern hat man gesprengt und geschleift. Von 1740 bis 1801 gehörte die Burgruine sogar zu Österreich. Die Anlage dehnt sich im Längsschnitt etwa 100 Meter aus. Erhalten sind Teile des Bergfrieds, der Außenmauern des Ritterhauses, eine Zisterne, der Schildmauer und der Ringmauer, die einst Burg und Ort gemeinsam um­schloss. Vor der südlichen Mauer fällt ein kleiner Rundturm ins Auge. Von dort hat man eine herrliche Aussicht. Im Burgvorhof besteht eine Freilicht­bühne, auf der im Sommer ein niveau­volles Kulturprogramm geboten wird. Allein schon die Fahrt nach Falkenstein durch die Schluchten des Falkensteiner Tales ist ein Besuch wert. Anfahrt: Von der Straße zw. Dannenfels und Rockenhausen nach Falkenstein, dort steil bergan bis zum höchstgelegenen Teil des Ortes. Parken: etwas oberhalb der Ruine sind am Waldrand Parkplätze ausgewiesen.

 

Burg Frankenstein

Oberhalb von Frankenstein. Um 1100 von rheinfränkischen Herzögen zum Schutz der vor­beiführenden Straßen errichtet, z.T. im Bauernkrieg (1525), endgültig im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 48) zerstört. Gut er­haltene romantische Ruine, beachtenswerte Altarnische in der Kapelle und mächtige Kaminanlage im Palas, romanischer Bergfried (ca. 13 m hoch). Anfahrt: Auf der B 37 bis zur Ortsmitte, dort gibt es einen Parkplatz (mit Kiosk). Der Weg führt über die Bahngleise am Tunnel vorbei bergan.

 

Burg Grafendahn

Dahn. Die mittlere der Dahner Burgen (siehe Altdahn) wurde 1287 als selbständige An­lage neu erbaut. Sie gehörte zunächst den Grafen von Sponheim, wechselte aber mehrmals die Besitzer. 1339 erwarb Graf Jo­hann II. von Sponheim als Erbe alle Anteile der Burg. Seitdem heißt sie Grafendahn. Um 1425 nochmals verstärkt, zerfiel Grafendahn bereits 1543. Noch zu sehen sind Mauerreste, Felskammern, zwei Viehtränken und ein Brunnen­schacht.

 

Burg Gräfenstein

Merzalben. Das "Merzalber Schloss" ist eine stattliche, gut erhaltene mittelalterliche Stau­ferburg aus dem 12. Jhdt. 1237 ist die Anlage erstmals urkundlich erwähnt, etwa 1250 kam die Südhälfte der Unterburg hinzu, im 15. Jhdt. die Nordhälfte. 1635 brannte die Burg aus. Anlässlich der 750-Jahr-Feier des Gräfensteiner Landes wurde die Burgruine 1987 mit hohem Aufwand renoviert. Bemerkenswert sind die hohe Ringmauer und der siebeneckige, begehbare Bergfried mit schönen Buckelquadern aus dem 13. Jhdt. Weitere noch sichtbare Details: Zwingeranlage (quasi der Eingang), Teile des Torturms, Schießscharten, Teile des Palas mit Abortanlage, Zisterne. Anfahrt: Am Ortsende von Merzalben (Richtung Leimen) der Beschilderung folgen. Auf einer befestigten Straße (ca. 2,3 km) gelangt man zu einem Parkplatz. Von dort führt ein steiler Weg (ca. 15 Minuten) zur Burg. Internet: www.merzalben.de

 

Burg Guttenberg

Bei Dörrenbach. Mitte des 12. Jhdts. erstmals urkundlich erwähnt, jedoch wesentlich früher erbaut. 1525 im Bauernkrieg zerstört, danach verfallen. In der Oberburg sind Reste des Bergfrieds erhalten, in der Unterburg Teile der Ringmauer (Tor) und Balkenlöcher von einem Wohnbau in der Felswand. Die Ruine kann von Schweigen-Rechtenbach (7 km) oder vom Parkplatz „Drei Eichen“ (vor Böllenborn links in Waldweg abbiegen), von dort etwa 3 km) erwandert werden.

 

Burg Hardenburg

Bad Dürkheim-Hardenburg. Graf Friedrich II. von Saarbrücken grün­dete die Feste nach dem Erwerb der Schutzvogtei über das Kloster Lim­burg im Jahre 1205 auf dessen Ge­lände. 1214 wird die Burg erneut ge­nannt. Seit 1317 war sie Stammsitz der Linie Leinin­gen-Hartenburg. Die Grafen Emich VII. (gest. 1495) und Emich VIII. (gest. 1535) ließen sie ge­gen Feuerwaffen verstärken. Die bis zu sieben Meter dicke Mauern hielten selbst Kanonen stand. Im 16. Jahrhundert, als die Leininger die Burg zum Residenzschloss ausbauen ließen, entwickelte sich die Anlage so, wie sie heute zu erkennen ist. 1725 zog Graf Friedrich Magnus mit seinem Hof nach Dürk­heim. 1794 brannten französische Revolutionssoldaten die Burg nieder. Die Hardenburg ist eine der letzten Burgen im mittel­alterlichen Sinn, die Wehr- und Wohn­bau zugleich war. Sie ist eine der größten Burgruinen in Rheinland-Pfalz. Eindrucksvoll sind die Geschütz­türme, die gewaltige Westbastion (mit Verbindungsbau zur Hauptburg), ein Treppenturm mit "Lilienportal" und die riesigen Keller mit weit gespannten Rippengewölben (ca. 1509 erbaut). Der Renaissancegarten und der Obstgarten wurden rekonstruiert. Anfahrt: Die Burg ist von Bad Dürkheim aus über die B 37 Richtung Kaiserslautern zu erreichen. Die Beschilderung führt bis zu einem Parkplatz unterhalb der Burg. Von dort einige Minuten Aufstieg. Öffnungszeiten: 9 - 12 Uhr und 13 - 18 Uhr, im Winterhalbjahr bis 17 Uhr. Letzter Einlaß ist 30 Minuten vor Schließung. Im Dezember und am ersten Werktag der Woche geschlossen. Info: Burgverwaltung, Telefon: 06322 7530.

 

Burg Heidelsburg

Waldfischbach-Burgalben. Einerseits handelt es sich – wie der Name sagt – um eine Burg, andererseits wird die Heidelsburg als das älteste Forstamt Deutschlands bezeichnet. Um 1600 wird die Anlage in einer Beschreibung des Amtes Waldfischbach erwähnt. Zu sehen sind noch ein aus riesigen Quadern erbauter Torbau (ca. 3 m hoch), ein von Felsen begrenzter Eingang, ein großer (Brunnen?-)Schacht (ca. 3 x 4 m und ca. 4 m tief). Der Fund von römischen Bronzemünzen lässt darauf schließen, dass die Anlage vor 350 n. Chr. von den Römern errichtet wurde, vermutlich zum Schutz einer dort vorbeiführenden Römerstraße. Bei einer Inschrift in einer Schildmauer wurde bei einem Namen der lateinische Zusatz „Saltuarius“ (Waldverwalter) verwendet, weshalb man davon ausgeht, dass es auf der Heidelsburg einen römischen Forstbeamten gab und demzufolge die Heidelsburg der Verwaltungssitz eines römischen Forstamts war. Zudem wurden Grabdenkmäler entdeckt, die Männer mit einer Axt zeigen (Nachbildung am östlichen Zugang zur Ruine). Bei Ausgrabungen hat man eine solche eiserne Axt sowie weitere Holzbearbeitungswerkzeuge gefunden. Von daher muss bereits zu römischen Zeiten eine intensive Holzverarbeitung erfolgt sein. Der Fund von Nabenringen lässt den Schluss zu, dass es Wägen gab, mit denen das Holz transportiert worden sein könnte. Anfahrt: Von Waldfischbach-Burgalben auf der Kreisstraße 32 Richtung Leimen fahren, nach ca. 2 km links bergan.

 

Burg Hohenecken

Kaiserslautern-Hohenecken. Die Burgruine oberhalb des Ortes ist eine bedeutende und charakteristische Anlage der staufischen Zeit. Die Kern­burg entstand um 1160 und diente als südliche Vorburg zur Kaiserpfalz in Kaiserslautern, die die Einfallswege von Pirma­sens her (B 270) sicherte. Die tiefergelegene Vorburg mit dem Haupttor wurde wohl 1560 fertiggestellt (Jahreszahl im Abschlussstein am Haupttor). Sehenswert sind die starke Schildmauer mit eingebautem, 11 m hohem Bergfried. Von dem Wohnbau sind noch drei Geschosse erkennbar. Ein Schild bezeichnet die Räume, von denen die Fundamente noch erkennbar sind. Anfahrt: Auf der B 270 von Kaiserslautern Richtung Pirmasens im Stadtteil Hohenecken in die Ortsmitte (Deutschherrnstraße, „Burgherrenhalle“) einbiegen, später rechts in die Burgherrenstraße, hinter der Kirche links in die Schloßstraße. Nach ca. 70 m führt links ein steiler, anfangs gepflasterter Weg zur Kirche und weiter zur Burg (ca. 800 m, Weg. Nr. 1). Gut parken kann man auf dem großen Parkplatz vor der Burgherrenhalle.

 

Burgruine Hohenfels

Imsbach/Donnersberg. Das Geschlecht derer von Hohenfels existierte von Anfang des 13. Jh. bis Ende des 14. Jh. In dieser Zeit dürfte die Burg bewohnt gewesen sein. Heute sind nur noch wenige bauliche Reste vorhanden. Die Ruine liegt auf dem Donnersberg im Forstrevier Imsbach. Sie kann z. B. von Falkenstein aus an der Kronbuche vorbei erwandert werden.

 

Burg Kropsburg

Bei Sankt Martin. Anfang des 13. Jhdts. von den Speyerer Bischöfen er­baut. Zunächst war ein Teil, später die ganze Burg an die Freiherren von Dalberg verliehen. Durch die Kriege im 17. Jhdt. wurde die Burg unbe­wohnbar. 1920 erwarb der Hotelier Karl Jungk die Ruine und baute sie nach alten Plänen wieder auf. Erhalten sind ein Flankierungs- und ein Trep­penturm, Teile der Ringmauer, des Bergfrieds und des Ritterhauses. Zufahrt: Von Edenko­ben Richtung Edenkobener Tal, Parkplatz vor der Burg. Von St. Martin führt ein Fußweg zur Burg. Die Feste befindet sich in Privatbesitz. Der Innenbereich ist deshalb nicht zugänglich.

 

Burg Landeck

Oberhalb von Klingenmünster, 305 m NN. Die Burg entstand um 1200 aus den Resten einer vermutlich älteren Anlage. 1237 werden in einer Urkunde die Grafen von Leiningen als Lehensherren genannt. 1290 verleiht Rudolf von Habsburg die Burg zur Hälfte an die Herren von Ochsenstein und die Grafen von Bitsch-Zweibrücken, wobei die Besitzer in den folgenden Jahrhunderten mehrfach wechseln. Im 16. Jhdt. wohnen drei Amtmänner (ein kurpfälzischer, ein bischöflicher und einer der Grafen von Zweibrücken-Bitsch) in der Burg. In den Jahren 1688/89 wird die Anlage von franz. Truppen zerstört. Die einst staufische Reichsburg (ca. 90 x 60 m groß) betritt man über eine Holzbrücke auf gemauerten Pfeilern (1964 stilgerecht erneuert). Der ca. 23 m hohe Bergfried zählt zu den bester­haltenen in der Pfalz. Im Innern ist ein kleines Museum eingerichtet mit Funden, Urkunden, Bildtafeln, einem Modell der Burg und Erntegeräten. Von dort gelangt man über eine Treppe zur Turmplattform. Vom Palas (Hauptwohn­haus) sind nur noch einige Fensternischen mit Bänken zu sehen. Zu sehen sind u.a. noch eine Zisterne und eine Kanone. Die nahegelegene Nikolauskapelle, ebenfalls um 1230 als Teil des damaligen Klosters errichtet, diente vermutlich als Burgkapelle. Von der Burg genießt man eine tolle Aussicht über die pfälzi­sche Rheinebene. Anfahrt: In Klingenmünster der Beschilderung „Pfalz­klinik/Pfalzinstitut“ folgen (Richtung Münchweiler, Silz). In die Abfahrt „Pfalzinstitut/Burg Landeck“ ein­biegen und auf der schmalen Straße direkt bis zur Burg fahren. Dort steht auch eine Tafel mit mehre­ren Rundwanderwegen. Eintritt: frei. Öffnungszeiten: ganzjährig, montags grds. geschlossen, ab Mai jedoch täglich offen. Die Burgschänke ist ab 10 Uhr geöffnet (Mo. geschlossen; im Sommer täglich geöffnet). Info: Telefon 06349 8744.

 

Burg Landsberg

Bei Obermoschel. Die strategisch günstige Lage auf dem Landsberg, von wo aus das Land zwischen Donnersberg und Hunsrück - und damit auch die dort verlaufenden Handelswege - kontrolliert werden konnten, ließen vermutlich bereits im 9. Jhdt. die erste Burg entstehen. Die ausgedehnte Anlage, im Volksmund "Moschellandsburg" genannt, wird 1130 erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Emich I. die Burg an Gerlach I. von Veldenz vererbt. Nach dem Erlöschen des Geschlechts von Veldenz kam sie 1444 an Stephan von Pfalz-Zweibrücken, der sie um diese Zeit ausbaute. 1689 haben die Truppen König Ludwigs XIV. die Burg zerstört. Die Grundzüge der Anlage sind erhalten (Schildmauer, Berg­fried mit Buckelquadern des 13. Jhdts). Über dem dritten und kleinsten Tor kann man einen in Stein gemeißelten Löwen entdecken. Jedes Jahr im Mai findet auf der Burg ein Familienfest statt. Anfahrt: Der Weg zur „Moschellandsburg“ ist gut beschildert. Ab dem Ortsausgangsschild sind es noch ca. 1,5 km, ab dem Burghotel ca. 800 m auf einem gut befestigten Weg. Parken kann man am Sportplatz oder am Schützenhaus. Von dort noch ca. 200 m zu Fuß. Am ehem. Bet- und Zechenhaus (gegen­über dem Burghotel) findet man eine Info-Tafel über markierte Rundwanderwege.

 

Burg Lemberg

Lemberg. Graf Heinrich von Zweibrücken errichtete diese Feste, nach­dem er 1198 von der Abtei Hornbach den 458 m hohen Berg gekauft hatte. Er siedelte hier Ritter an, die die umliegenden Ansiedlungen und Straßen sichern sollten. 1534 bis 1570 war die "Lemburg" Residenz des Grafen Jakob von Zweibrücken-Bitsch und kam dann an die Grafen von Ha­nau-Lichtenberg. Über lange Zeit war die Burg Amtssitz und zentra­ler Mittelpunkt des ehemaligen Reichsamtes Lemberg. Im Dreißigjähri­gen Krieg wurde die einstmals stolze Burg arg verwüstet und im pfälzi­schen Erbfolgekrieg 1689 durch die Truppen des Franzo­senkönigs Ludwig XIV. dann völlig zerstört. Die obere Burg stand auf dem Gipfel­fels. Von der unteren Burg sind Teile der Ringmauer (Buckelquader) und eines Torturms erhalten. In einem alten Kellergewölbe hat der Pfälzer­waldverein eine gemütliche Burgschänke ein­gerichtet. Siehe auch “Brunnenstollen“. Das Info-Zentrum in der Burg liefert ausführliche Beschreibungen zur Burg Lemberg, zur Zitadelle von Bitche sowie weiteren Burgen im Wasgau. Telefon: 06331 40567. Internet: www.burg-lemberg.de.

 

Burg Lewenstein

Niedermoschel. 500 m nördlich des Dorfes auf freiem Feld entdeckt man die Ruine der Burg, die 1173 erstmals erwähnt wird. Der Sitz des gleichnamigen Rittergeschlechts wurde 1689 zerstört. Ein Teil des zweigeschoßigen Ritterhauses, das mit kleinen Bruchsteinen gemauert wurde,  ist noch  erhalten. Am oberen Ende der Westmauer kann man die Zinnen und Schlitzscharten erkennen, wohl Reste eines Wehrganges. An der Südwand (im Bild vorne) sieht man am Boden ein verschüttetes spitzbogiges Eingangstor und einige Balkenlöcher. Diese Burg ist eine der wenigen Festungen in der Pfalz, die nicht auf einem Berg oder einem Felsen erbaut wurden, sondern in einer Ebene.

 

Burg Lichtenberg

2 km oberhalb von Thallichtenberg. Mit einem Längsschnitt von 425 m eine der größten Burgenanlagen Deutschlands. Die Feste, ab ca. 1200 von Graf Gerlach III. von Veldenz erbaut,  wird 1214 erstmals genannt. Die obere Burg (Bergfried und Südpalas) entstanden um 1270, der Ost­palas um 1235 (Saal mit Altarnische), der Westpalas um 1400. Nach dem Aussterben der Grafen von Veldenz (1444) kam die Burg in den Besitz des Herzogs von Zweibrücken. Dieser ließ die bis dahin eigen­ständigen Ober- und Unterburg durch eine Mauer vereinen. 1529 über­nachtete der Reformator Zwingli auf der Burg. Die Feste wurde nie von einem Feind zerstört, jedoch 1799 von einem Brand heimgesucht. Seit 1971 gehört die Burg dem Landkreis Kusel. Markante Gebäude in der Anlage: evangelische Kirche (1755/56), Landschreiberei (1400), Berg­fried (1270, 33 m hoch, Mauern bis zu 4 m dick, 140 Stufen), Hufeisen­turm (1620, dient als Begegnungsstätte der Uni Kaiserslautern), Jugend­herberge, Gaststätte. Ausstellung in der Zehntscheune (siehe Musikan­tenland-Mu­seum). Öffnungszeiten: ganzjährig, von April bis Oktober sonntags um 14 Uhr Burgführung. Info: Burgwart, Telefon 06381 1437, Kreisverwaltung Kusel, Telefon 06381 441.

 

Burg Lindelbrunn

Bei Vorderweidenthal. Vermutlich Ende der 12. Jhdts. erbaut, wird die Burg im 13. Jhdt. erstmals urkundlich erwähnt. 1274 übergibt König Rudolf von Habsburg das Anwesen an die Leininger. Im 14. Jhdts. scheinen auch die Herren von Zweibrücken Anteile an der Burg gehabt zu haben. Im Bauernkrieg 1525 brannten die Plünderer die Burg nieder. Zu sehen sind noch Teile eines Wohngebäudes, Grundrisse der Kapelle sowie einige Außenmauern. Anfahrt: Vom Parkplatz „Lindelbrunn“ zwischen Silz und Vorderweidenthal führt ein Fußweg zur Ruine (ca. 20 Minuten).

 

Burg Madenburg

Bei Eschbach. Die mit einer Ausdehnung von 50 x 180 m größte Burg in der Süd­pfalz wurde im 11. Jhdt. zum Schutze des Trifels gebaut. 1176 ist sie erstmals urkundlich erwähnt, wobei die Burg nach anderen Quellen bereits 1076 unter einem anderen Namen in Erscheinung getreten sein soll. Im Bauern­krieg (1525) wurde die Veste zerstört, jedoch von Bischof Philipp von Flörsheim um 1550 zu einer noch größeren Wehranlage wieder aufgebaut. Der Ausbau zum wohnlichen Renaissanceschloss erfolgte 1593/94 durch Bischof Eberhard von Dienheim. Nach wechselvoller Geschichte ist die Burg 1693 von dem französischen Gene­ral Montclar endgültig zerstört worden. Zu sehen sind die markanten Überreste der Treppentürme (einer 1550, der andere 1593 errichtet, siehe jeweils Wappenstein über dem Eingang), Teile des Palas und eines Torbaus, Reste von Wirtschaftsgebäuden und der Schutzmauern. Von der oberen Plattform des Mittelbaus hat man einen guten Überblick über die gesamte Ruine. Die Burganlage kann täglich (außer Montag) bis 18 Uhr be­sichtigt werden. Einkehren kann man in der Madenburgschänke. Anfahrt: In der Ortsmitte von Eschbach (bei Kirche, Brunnen, Kopfsteinpflaster) entsprechend der Beschilderung abbiegen. Es gibt einen Wandererparkplatz am Ortsausgang, man kann aber auf dem asphaltierten Weg durch den Wald hoch fahren bis auf den Parkplatz am Burgberg. Von dort ca. 1 km Fußweg mit Markierung weißer Kreis mit grünem Dreieck. Info: Stadtverwaltung Landau, Telefon 06341 13180.

 

Burg Meistersel (Modeneck)

Bei Ramberg. Im 11. Jhdt. erbaut. Gehörte zunächst dem Bischof von Speyer. Kam im spä­ten 12. Jhdt. in Reichsbesitz und wurde von Mini­sterialien verwaltet. Sie war seit dem 14. Jhdt. Ganerbenburg. Vermutlich ist die Burg im Drei­ßigjährigen Krieg zerstört worden. Es sind noch beachtenswerte Reste erhalten. Die Hauptburg auf einem Felsblock bewahrt Teile des nördlichen Palas (Buckelquader) und des südlichen Palas. Der Brunnenschacht am Westrand des Felsens ist in seinem unteren Teil von der Vorburg her zu­gänglich (Bogenöffnung im Fels). Diese zeigt Reste des Tores (14./15. Jhdt.) und der Zwingermauern. Der Burg fügt sich nördlich ein jüngeres Vorwerk an. Anfahrt: Von Weiher etwa 5 km Richtung Ramberg/Dernbach fahren, an einem blauen Höhen-Hinweisschild findet man einen kleinen Parkplatz, von dort führt ein ebener Waldweg (ca. 1 km) zur Burgruine.

 

Burg Michelsburg

Bei Haschbach. Durch einen Bergeinschnitt getrennt, erhebt sich auf dem Remigiusberg östlich gegenüber der Kirche die Ruine, deren Entste­hung in engem Zusammenhang mit dem Bau des Klosters steht. Die Mönche kauften die widerrechtlich errichtete Burg zu­rück, rissen sie ab und benutzten die Steine für ihr Kloster. Als die Grafen von Veldenz die Vogtei über das Remigiusland erlangten, bauten sie die Burg wieder auf und bewohn­ten sie. 1444 kam sie in den Besitz der Pfalz-Zweibrücki­schen Linie des Hauses Wittels­bach. Erhalten sind die 20 m hohe Schildmauer, Reste des ehemaligen Palas, der Ring­mauer und des Hals­grabens. Öffnungszeiten: ganzjährig zugänglich. Info: Tourist-Info Kusel, Telefon 06381 424-270.

 

Burg Moschellandsburg

Obermoschel. Die strategisch günstige Lage auf dem Landsberg, von wo aus das Land zwischen Donnersberg und Hunsrück - und damit auch die dort verlaufenden Handelswege - kontrolliert werden konnten, ließ vermutlich bereits im 9. Jhdt. die erste Burg entstehen. Die ausgedehnte Anlage, im Volksmund "Moschellandsburg" genannt, wird 1130 erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Emich I. die Burg an Gerlach I. von Veldenz vererbt. Nach dem Erlöschen des Geschlechts von Veldenz kam sie 1444 an Stephan von Pfalz-Zweibrücken, der sie um diese Zeit ausbaute. 1689 haben die Truppen König Ludwigs XIV. die Burg zerstört. Die Grundzüge der Anlage sind erhalten (Schildmauer, Bergfried mit Buckelquadern des 13. Jhdts). Über dem dritten und kleinsten Tor kann man einen in Stein gemeißelten Löwen entdecken. Jedes Jahr im Mai findet auf der Burg ein Familienfest statt. Anfahrt: Der Weg zur „Moschellandsburg“ ist gut beschildert. Ab dem Ortsausgangsschild sind es noch ca. 1,5 km, ab dem Burghotel ca. 800 m auf einem gut befestigten Weg. Parken kann man am Sportplatz oder am Schützenhaus. Von dort noch ca. 200 m zu Fuß. Am ehem. Bet- und Zechenhaus (gegenüber dem Burghotel) findet man eine Info-Tafel über markierte Rundwanderwege.

 

Burg Nanstein

Bei Landstuhl. Die Anlage wurde um 1160 gegründet, um die wichtige Handelsstraße von Metz über Kaiserslautern zum Rhein zu schützen. Der bekannte Ritter Franz von Sickingen ließ die Burg um 1500 verstärken. Die Mauern des mächtigen Geschützturms (1518) waren bis zu sechs Meter dick. Deshalb galt die Hauptburg des Franz von Sickingen als uneinnehmbar. Doch im Mai 1523 wurde die Anlage bei einem Eroberungsangriff durch 6464 Kanonenschüsse zerstört. Sie musste der neuen Waffentech­nik (Erfindung des Schwarzpulvers, Bau von Kanonen) Tribut zol­len. Bei diesem Angriff fand Franz von Sickingen den Tod. Ab 1550 erbau­ten die Söhne Franz von Sickingens die Anlage als stark befestigtes Renaissance-Schloß wieder. Ein Brunnenbecken im Burghof, das die Figur des Franz von Sickingen trägt, stammt noch aus dieser Zeit. Die Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg mehrfach erobert, aber erst im Pfälz. Erbfolgekrieg 1689 endgültig zerstört.  Von der mittelalterlichen Anlage stammen die Schildmauer und Felsenkammern, von 1518 der große Batterieturm und eine Tür mit Vor­hangbogen. Im Sommer an Wochen­enden Freilichtspiele (Burgspiele Landstuhl). Burg­schänke. Anfahrt: Der Weg ist in der Stadt ausgeschildert. Parkplatz unterhalb der Burg. Öffnungszeiten: Karwoche - 30. September: 9 - 18 Uhr. 1. Oktober - 30. November und Januar - Sonntag vor Ostern: 10 –16 Uhr. Im Dezember geschlossen. Es wird Eintritt erhoben. Info: Telefon 06371 13460. Internet: www.landstuhl.de/tourismus

 

Burg Neudahn

Dahn (etwa drei Kilometer in nordwestlicher Richtung gelegen). Heinrich von Than, genannt Heinrich Mursel von Kropsberg, hat um 1230 den ersten Bauabschnitt beendet und wird daher als Erbauer genannt. Die Neudahner Linie der "von Than" starb nach 100 Jahren aus und die Burg ging an die Altdahner Linie über. 1552 hatte Neudahn ho­hen Besuch, als König Heinrich II. von Frankreich hier verweilte. Bis zu ihrer Zerstörung im Jahre 1689 war die Burg Sitz des bischöflich-speyeri­schen Amtskellers für die Herrschaft Dahn. Die Geschütztürme, die für ihre Zeit bereits eine beachtliche Höhe (drei Stockwerke) hatten, sind zum Teil noch erhalten. Über eine Treppe ist die obere Burg zugänglich. Reste der Wände eines Wohngebäudes, einer Zisterne, der Geschütztürme und der Schutzmauer sind noch zu erkennen. Anfahrt: Ca. 1,5 km hinter Dahn (Rg. Pirmasens) die Gleise überqueren und gleich links abbiegen, nach der scharfen Rechtskurve (ca. 1 km) rechts an dem Gasthaus vorbei auf einem Wanderweg bergan. Info: Telefon 06391 3650.

 

Burg Neukastel 

Leinsweiler. Die ehemalige Reichsburg Neukastell wurde vermutlich Anfang des 12. Jhdt. erbaut. 1123 wird erstmals ein Heinrich von Neukastel erwähnt. Mitte des 13. Jhdts. war Neukastel eine Reichsburg, 1310 wurde sie an den Grafen von Veldenz, 1330 an den Pfalzgrafen übergeben. 1410 war sie Amtssitz einiger pfalzgräflicher Amtsleute. Nach Beschädigungen im Bauernkrieg und im Dreißigjährigen Krieg teilweise wieder renoviert, wurde Neukastel 1689 durch die französischen Truppen zerstört. König Gustav Adolf von Schweden war 1620 hier zu Gast. Von der ehemaligen Burg sind kaum noch Reste zu sehen. Anfahrt: siehe „Slevogthof“. Von dort führt ein Weg (ca. ½ Std.) zum Burgberg.

 

Burg Neuleiningen

Neuleiningen. Die Anlage inmitten des Ortes wurde zwischen 1238 und 1242 von Graf Friedrich III. von Leiningen erbaut, im 15. Jhdt von Graf Hesso von Leiningen moderni­siert und erweitert. In dieser Zeit hat man auch die Burgmauer mit der Stadtmauer verbun­den, weswegen Neu­leiningen heute noch ein mittelalterliches Ortsbild aufweist. 1690 zer­stört. Die Anlage diente als nordöstliche Begrenzung des Herrschaftsge­biets der Grafen von Leiningen. Äußerlich gleicht die Burg mit den vier vorgezogenen runden Ecktürmen eher einem Kastell. Vom ehemaligen Wohngebäude sieht man den gotischen Treppengiebel. Im Bereich der ehemaligen Burgkapelle steht heute noch die Pfarrkir­che St. Nikolaus. Von der Straße nach Battenberg hat man einen guten Blick auf die Anlage.

 

Burg Neuscharfeneck

Bei Ramberg. Die Burg mit einer gewaltigen Schildmauer entstand vermutlich An­fang des 13. Jhdts. als Vorwerk der Burg Altscharfeneck (von der nur noch Spuren vorhanden sind). 1416 kam sie zur Kurpfalz. Kurfürst Friedrich I. baute sie bis 1469 aus. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 stellten sie die Grafen von Löwenstein-Scharfeneck um 1530 wie­der her. Zerstört wurde die Burg 1633. An der Burg kann man ver­schiedene Bauperioden erkennen. In der Unter­burg steht im Norden die Ruine des Palas (1530) mit Erker und Kapel­lenausbau. An der Vorburg erkennt man ein schönes Ensemble mit einem spitzbogigen Tor und Teile eines Rundturms und eines Wohngebäudes. Anfahrt: Von Weiher etwa 5 km Richtung Ramberg/Dernbach fahren, an einem blauen Höhen-Hinweisschild findet man einen kleinen Parkplatz, von dort führt ein Waldweg in Richtung Süden (ca. 3 km) zur Burg.

 

Burg Neuwolfstein

Wolfstein. Die Anlage hat man wohl gleichzeitig mit der Gründung der Stadt Wolfstein unter Rudolf von Habsburg 1275 errichtet und in die Stadtbefestigung einbezo­gen. Nach der Zerstörung (1609) 1688 erneuert. 1713 im Spanischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört. Bergfried und Ring­mauer sind erhalten. Die Anlage dient jetzt als Gedächtnisstätte für Kriegsgefallene. Sie bietet eine gute Aussicht über Wolfstein und das Lautertal. Die Ruine ist ganzjährig zugänglich.

 

Burg Ramberg

Bei Ramberg. Im 12. Jhdt. von Barbarossa als Reichsburg gegründet. 1525 im Bauernkrieg von den Aufständlern eingenommen, 1560 durch Blitzeinschlag und Feuer erheblich zerstört. Danach von den Grafen von Löwenstein wieder aufgebaut, im Dreißigjährigen Krieg endgültig verwüstet. Die kleine Anlage auf einem Felsblock besitzt eine 20 m hohe Schildmauer mit Buckelquaderverkleidung. Reste der Ringmauer, des Palas, eines Felsen­kellers und eines Brunnens sind erhalten. Anfahrt: Am westlichen Ortsende von Dernbach beginnt ein Fußweg (grüner über blauem Streifen), ca. 20 Minuten zur Burg.

 

Burg Randeck

Mannweiler-Cölln. Von der Burgruine Randeck auf dem Schloßberg (263 m) westlich von Mannweiler sind noch geringe Teile der Ringmauer, eines Eckvorwerks, der Flankierungstürme und die Grundmauern eines Bergfrieds zu sehen. Die Ursprünge der Anlage liegen wohl im 12. Jahrhundert, da bereits im Jahre 1200 ein königlicher Bürger namens Heinrich von Randeck urkundlich erwähnt wird. Nach wechselvoller Geschichte wurde die Burg 1690 von den Franzosen größtenteils zerstört. Heute ist die Ruine im Besitz des Kulturhistorischen Vereins Mannweiler-Cölln. Grabungsfunde sind im örtlichen Randeck-Museum zu sehen. Wenn auch die Ruine selbst nur wenig Sehenswertes bietet, genießt man aber von der Ruhebank aus eine herrliche Aussicht. Anfahrt: Von der B 48 der Beschilderung folgend in die Burgstraße einbiegen und den Ort Rg. Schiersfeld verlassen. Kurz vor dem Bergplateau führt rechterhand ein unbefestigter Feldweg (kleines Schild „Fahrweg zur Burg“ vor der Baumgruppe) über ca. 500 m zu einer Parkwiese direkt am Burggelände.

 

Burg Reipoltskirchen

Reipoltskirchen. Eine malerische frühere Wasserburg. 1276 Besitz der Herren von Hohen­fels-Reipoltskirchen (1602 erloschen), war sie Mittel­punkt einer kleinen reichsunmittel­baren Herrschaft und wurde um 1793 zerstört. Die ovale Anlage auf einem künstlichen Hügel ist von einem breiten Graben umgeben, in dem einst das Wasser des Odenbachs ge­staut wurde. Die Ringmauer entstand im wesentlichen im 14./15. Jhdt. Die Wohnhäuser, die sich im Hof an die Ringmauer lehnen, stehen teil­weise auf mittelalterlichen Fundamen­ten. Der Bergfried ist ca. 17 m hoch. Info: Tourist-Info in Kusel, Telefon 06381 424-270.

 

Burg Rietburg

Bei Rhodt unter Rietburg, 540 m NN. Um 1200 durch die Herren von Riet gegrün­det. 1204 genannt, war seit 1255 Reichsburg. In diesem Jahr hatte Her­mann von Riet Königin Elisabeth, die Gemahlin Wilhelms von Holland, überfallen, beraubt und auf der Rietburg gefangengehal­ten. Seit Anfang des 14. Jhdts. war sie Besitz der Bischöfe von Speyer. Im Dreißigjähri­gen Krieg zerstört. Eine mächtige Schildmauer, mit Buckelquadern ver­kleidet (13. Jhdt.), schützt die Oberburg. Eine Unterburg ist südlich vor­gelagert. Die Anlage ist mit der Riet­burgbahn zu erreichen. In der Ober­burg befindet sich eine Gaststätte, von der man eine gute Aussicht auf das „Rebenmeer“ hat. Info: Telefon 06323 2936.

 

Burg Scharfenberg

Bei Annweiler. Die südlichste Burg des Annweilerer Burgen-Trios. Der Sitz der Herren von Scharfenberg (Mitte des 12. Jhdts. erstmals erwähnt) ist wohl zu Beginn des 12. Jhdt. errichtet und 1525 im Bauernkrieg zerstört worden. Teile des Bergfrieds (ca. 20 m hoch) und der Mauer sind erhalten. Anfahrt: In Annweiler der Beschilderung zum Trifels folgen. Die Ruine kann von Parkplatz an der Brug Trifels erwandert werden.

 

Burg Schlosseck

Ca. 2 km von Bad Dürkheim-Hardenburg. Eine einheitliche ovale An­lage aus dem 11. und frühen 13. Jhdt mit Buckelquadermauerwerk und guter Bauzier (Pflanzen, Figuren). Das Portal wurde 1883/84 aus Fund­stücken neu errichtet. Reste von Bergfried und Schildmauer sind erhalten.

 

Burg Schlössl

Bei Klingenmünster. Das „Schlössel“ auf dem Treitelsberg ist die einzige salische Turmhügelburg im südwestdeutschen Raum. Sie wurde im 11. Jahrhundert errichtet und im 12. Jahrhundert zerstört. Da die Burg nie überbaut wurde, gewährt sie einen guten Einblick in den Alltag der damaligen Zeit. Neuere Grabungen haben ergeben, dass auf der Burg neben einem Wohnturm auch ein Wirtschaftshof vorhanden war. Die Funde werden im Historischen Museum der Pfalz in Speyer ausgestellt, darunter ein in Stein geritztes Mühlespiel, ein Spielwürfel, eine Flöte aus Bein, ein reich verzierter Abzugshebel einer Armbrust, Keramiken, Säulen und Kapitelle. Die Burgruine ist ganzjährig zugänglich. Das „Schlössel“ befindet sich – wie die spätromanische Nikolauskapelle (gegenüber dem Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie gelegen) – im Besitz des Bezirksverbands Pfalz und steht unter dem Schutz der Haager Konvention. Zugang: Nahe der Klinik beginnt ein Fußweg zur Burgruine (ca. 20 Min.).

 

Burg Spangenberg

Im Elmsteiner Tal (Erfenstein, Stadtgebiet Neustadt). Wohl im letzten Drittel des 11. Jhdts. erbaut, seit 1100 Lehensburg des Hochstifts Speyer, 1470 zer­stört, in Verbindung mit einer Pfer­dezucht wieder errichtet, im 17. Jhdt. endgültig zertrümmert. Es handelt sich um eine terrassenförmige An­lage mit einem Palas, von dem einige wesentliche Teile noch erhalten sind (z. B. spätgoti­scher Treppenturm). Im östlichen Teil der Burg erhebt sich ein hoher Torbau. Info: Verkehrsamt Elmstein, Telefon 06328 234 oder 06321 926892. Öffnungszeiten der Burgschänke: Samstag 13 – 19 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 – 19 Uhr, Telefon 06325 2027. 

 

Burg Stauf

Eisenberg, OT Stauf. Die Burg ist bereits im Jahre 1000 beurkundet, daher eine der älte­sten Burgen der Pfalz, wechselnde Besitzer (Grafen von Eberstein, von Zweibrücken, von Sponheim, von Nassau-Saar­brücken-Weilburg), im Bauernkrieg 1525 zerstört. Zu sehen sind ein kleiner Teil der Mittelburg und ein Tor des südlichen Burgteils. Vom gegenüberliegenden Burgberg hat man einen guten Blick auf Ramsen und das Eistal Von 1871 bis 2000 war der Historische Verein Rosenthal Besitzer des Burgareals. Im Juni 2000 ging das Eigentum an der Ruine an die Stadt Eisenberg über. Anfahrt: B 47 Eisenberg - Göllheim dem Schild „OT Stauf“ folgen. Den Ort auf der Ebersteinstraße durchfahren, am Brunnen/Kneippbecken links und nach wenigen Metern rechts in den Burgweg. Von dort noch ca. 150 m (ca. 40 m davon unbefestigter Weg). Parken: Da es im Burgweg kaum Parkmöglichkeiten gibt, empfiehlt es sich, den Wagen auf dem Parkplatz am Ortseingang abzustellen und zur Ruine zu laufen (ca. 600 m).

 

Burg Steinenschloss

Bei Thaleischweiler-Fröschen (Rg. Biebermühle) auf einem Ausläufer des Schlossberges. Um 1100 durch Graf Emich I. von Leiningen errichtet, vermutlich im 12. Jahrhundert zerstört, seitdem Ruine. Die klein­quaderigen Mauern weisen auf die sali­sche Zeit, Buckelquader auf Ver­stärkungen in staufischer Zeit hin. Der Grundriss, der auf sächsisch-thüringi­sche Einflüsse schließen lässt, ist oval, die Angriffseite hat eine gerade, in der Mitte geknickte Mauer. Der Zugang erfolgt über eine Holzbrücke. Das Tor im Südosten wird durch die nach innen gewandten Enden der Ringmauer gebildet. Zwei Aufgänge mit Wasserrinnen führen zum nordwestli­chen höheren Teil der Burg. Dort stehen die Reste des für die damalige Zeit sehr großen Palas (über 30 m lang, mehrere Räume, u.a. eine Küche, Abortschacht mit Abflußöff­nung) und der Stumpf des wohnturmartigen Bergfrieds. Eine Info-Tafel nennt einige Maße zur Burg und bezeichnet die Gebäude, von denen die Fundamente erkennbar sind. Anfahrt: An der B 270 zwischen Rodalben und Waldfischbach-Burgalben bei der Siedlung „Biebermühle“ („Pfalzwerke AG“) an der Ampel abbiegen Rg. Thaleischweiler-Fröschen bzw. A 8. Direkt hinter dem Bahnübergang rechts auf dem Parkplatz parken. Fast parallel zur Straße beginnt der kurze, steile Weg zur Ruine (ist beschildert).

 

Burg Tannenfels

Dannenfels. Westlich des BASF-Hauses auf einem künstlich angelegten Wall- und Hügelsystem gelegen, wird 1331 erstmals urkundlich erwähnt, war aber sicherlich viel früher erbaut worden. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, ob die Burg im Bauernkrieg (1525) oder im 30-jährigen Krieg (1618-1648) fiel. Es sind nur noch geringe Reste eines Turmes, einer Stützmauer und eines Brunnens vorhanden. Eine Tafel weist auf den Standort der Burg hin.

 

Burg Tanstein

Dahn. Die um 1328 erbaute Burg war im Besitz von Heinrich von Dahn, der seiner Burg im Verlauf der Sickinger Fehde enthoben wurde. 1585 war Tanstein bereits zerfallen. Ausgrabungen aus jüngster Zeit haben ergeben, dass die Burg auf einer damals bereits vor­handenen, wesentlich älteren Burganlage errichtet worden war. Diese ist vermutlich der älteste Teil der gesamten Burgengruppe (siehe Altdahn), historisch begründet durch die Tatsache, dass am Fuße dieser Urburg eine frühmittelalterliche Heer- und Kaufmannsstraße vorbeiführte.

 

Burg Trifels

Bei Annweiler. "Wer den Trifels hat, hat das Reich". Salier- und Stau­ferkaiser machten die 1081 erstmals erwähnte Burg zum Mittelpunkt ihrer Macht. Die Burg liegt 494 m ü. NN auf einem dreifach gespaltenen Felsen (Trifels = dreifacher Fels). 1193/94 war Richard Löwenherz hier gefangen. Zwischen 1125 und 1274 wurden auf dem Trifels lange Zeit die Reichskleinodien, die höchsten Symbole der Macht des Hl. Römi­schen Reiches, aufbe­wahrt (Nachbildungen werden gezeigt). Aus der Glanzzeit der Burg um 1200 ist der Hauptturm mit kräftigen staufischen Buckelquadern und Kapellenerkern erhalten.1635 ist die Burg verlassen. Von 1938 bis 1966 wieder aufgebaut. Aus der Zeit um 1200 ist der mächtige Bergfried mit Kapelle erhalten. Der Palas ist ein „Neubau“, den Rudolf Esterer 1938 bis 1950 in monumentalen Formen in Anlehnung an Pläne staufischer Bau­ten errichtete. Öffnungszeiten: geöffnet ab der Karwoche bis 30. September von 9 bis 18 Uhr, von 1.Oktober bis Karwoche von 9 bis 17 Uhr. Im Dezember geschlossen. Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung. Unterhalb der Burg ist ein Parkplatz (ca. 20 Minuten Aufstieg), die Anfahrt ist gut beschildert. Info: Büro für Tourismus, Telefon 06346 2200. Internet: www.trifelsland.de

 

Burg Wachtenburg (Geiersburg)

Bei Wachenheim. Im 12. Jhdt. errichtet. Bewahrt als Ruine romanische Bauteile. Sie kam im 13. Jhdt. als kaiserliches Lehen an die Pfalzgrafen. Im Bauernkrieg 1525 verwüstet, 1689 völlig zerstört. Nach einem ehe­maligen Besitzer Blarer von Geiersberg wird sie auch Geiersburg ge­nannt. Aus der ersten Hälfte des 13. Jhdts. stammen der Bergfried mit Buckelquadern und die Schildmauer. Nach 1471 entstand die Ringmauer mit fünf Rund­türmen. Eine Mauer verbindet die Burg mit der Stadt. Burgschänke: Mai bis Oktober Mittwoch bis Freitag ab 16 Uhr, Samstag ab 12 Uhr, Sonntag ab 10 Uhr. November bis April nur Freitag bis Sonntag geöffnet. Info: 06322 958032.

 

Burg Wegelnburg

Bei Nothweiler. Mit 570 m ist sie die höchstgelegene Burg der Pfalz. Im Jahre 1282 wird die Wegelnburg als Reichsfeste erwähnt. Nach dem Aussterben der Familie von Wegeln­burg ging die Feste zunächst in den Besitz der Kurpfalz, später in den des Herzogtums Zweibrücken über. Während des Dreißigjährigen Kriegs war Christoffel von Grimmels­hau­sen auf der Burg gefangen, was er im Simplicius Simplicissimus er­wähnt. 1680 wurde die Burg von den Franzosen unter General Montclair zerstört. Geringe Reste wie in den Felsen gehauene Kammern und Ver­liese sind noch erhalten. Schöne Aussicht auf die um­liegende Landschaft. Anfahrt: In Nothweiler ist der Parkplatz ausgeschildert. Von dort führt ein Fußweg, zum Teil steil bergan, in ca. 45 Minuten zur Burgruine.

 

Burg Wilenstein

Bei Trippstadt. Wahrscheinlich von Barbarossa um 1150 errichtet. Edle von Wilenstein waren 1247 Lehensleute der Grafen von Leiningen. Seit dem Dreißigjährigen Krieg Ruine, wurde die Feste seit 1961 als Schullandheim (Jugendburg) ausgebaut. Die kleine recht­eckige Anlage stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 13. Jhdts. Die starke Schildmauer an der Bergseite, mit Buckelquadern verkleidet, zeigt eine spitzbogige Tor­durchfahrt und ein frühgotisches Maßwerkfenster. Die­ses gehört zu dem dahinter angefüg­ten Palas. Dessen übrige Fenster sind spätgotisch verändert. In der unteren Burg ist von deren Palas die Nord­mauer mit Buckelquaderverkleidung und der vorspringende Bergfried zu sehen. Dahinter die Reste eines älteren Bergfrieds aus der Mitte des 12. Jhdts. Das Innere der Burg (Schullandheim) ist nicht zugänglich. Anfahrt: Von der B 270 zwischen Kaiserslautern und Pirmasens Richtung Trippstadt / Karlstal abbiegen, nach ca. 4,5 km (kurz vor der Klug´schen Mühle) weist ein braunes Schild auf die Burg hin. Gleich dahinter kann man auf dem Waldparkplatz parken. Der Weg Nr. 2 führt in wenigen Minuten zur Burg.

 

Burg Wildenstein

Imsbach/Donnersberg. 1275 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Sie dürfte im 30-jährigen Krieg (1618-1648) zerstört worden sein. Es sind nur noch ganz wenige Mauerreste zu sehen. Erwandert werden kann die Ruine z. B. vom Haus Wildenstein aus (zw. Dannenfels und Steinbach) durch das Wildensteinertal.

 

Burg Winzingen  ("Haardter Schlößchen")

Neustadt-Haardt. Um 1100 errichtet. Einst Reichslehen im Besitz des Bistums Speyer. Von 1155 bis Ende 18. Jhdt. pfalzgräflich. 1482 wurde hier Kurfürst Friedrich II. geboren, nachdem sich seine Mutter wegen der in Heidelberg ausgebrochenen Pest hier aufhielt. 1696 hatten sie französische Truppen besetzt, durch den deutschen Beschuss wurde die Burg zerstört. An Stelle des äußeren Torbaus erhebt sich seit 1876 ein stattlicher Villen­bau (jetzt Gaststätte). Gut erhalten ist die innere Ring­mauer. Der östliche Teil der Ge­samtanlage mit der Kapelle (Anfang 12. Jhdt.) ist der ältere Teil. Der westliche Teil kam im 12. Jhdt. dazu. Der Palas trat an die Stelle eines Vorgängerbaus (Keller, darüber neu­roma­nisches Kelterhaus). Der Zwinger, spätmittelalterlich (Turm im Osten mit Pavillon von 1893, Tor mit Wappen von 1578) wurde wahrschein­lich im 17. Jhdt. ausgebaut.

 

Burg Wolfsburg

Westlich von Neustadt/Weinstraße Richtung Lambrecht. Die Burg liegt beherrschend auf einem Felsausläufer über dem Speyerbach und der dort entlang führenden alten Straße nach Kaiserslautern. 1255 erstmals urkundlich genannt, war sie ein Lehen des Bistums Speyer an die Pfalzgrafen. Bis 1432 befand sich hier der Amtssitz der kurpfälzischen Vögte. Während der Bauernkriege (1525) wurde die Burg zweimal gestürmt. 1635 zerstörten die Spanier die Anlage endgültig, seit­ dem ist sie nur noch eine Ruine. Eine starke gewinkelte Schildmauer (13. Jhdt.) mit kräftigen Buckelquadern schützt die langgezogene Anlage. Innen war auf einem Felsblock der Bergfried angefügt. Durch ein Torhaus gelangt man in den Hof der Vorburg. Rechterhand bergauf sieht man die Reste des dreigeschoßigen Palas (13./14. Jhdt., im 16. Jhdt. verändert), der quer über die gesamte Felsenbreite errichtet war. Ein seitlicher Torweg führt durch den Palas in die Oberburg. In der Vorburg, also am Eingangstor nach links, standen zu den Mauern hin Wirtschaftsgebäude und vermutlich ein zweiter Bergfried. Eine dop­pelte Ringmauer umschließt das Ganze. Der Zugang liegt im Südosten. Burgschänke: März bis Oktober samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 9.30 Uhr geöffnet, Telefon 06321 2895.