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Lambrecht (DÜW)
westlich von Neustadt, an der B 39, Stadt im Tal des Speyerbachs, 4.002 Einwohner, 977 erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jhdt. kamen reformierte Flüchtlinge aus Frankreich und Niederlanden in die Ansiedlung. Die "Wallonen" waren überwiegend Tuchmacher. Sie errichteten Tuchwebereien, in denen Anfang des 17. Jhdts. mehrere hundert Menschen beschäftigt waren. Nach der Eingemeindung des Ortes Grevenhausen (1839) wurde Lambrecht 1887 zur Stadt erhoben. Sehenswertes: Reste der ehem. Klosterkirche der Dominikanerinnen (14. Jhdt.), St. Lambertus-Kirche mit Geib-Orgel (1777), Kath. Kirche (1750), Patrizierhaus in der Wallonenstraße (Schnitzereien aus 1608), "Postturm" (1844, beim Bahnhof), Pfalzakademie, Geißbockbrunnen, Deutsches Schausteller-Museum, Turm am Dicken Stein. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06325 181-0. Internet: www.lambrecht-pfalz.com

Lambsborn (KL)
südlich von Bruchmühlbach-Miesau, 791 Einwohner, 1277 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Bruchmühlbach-Miesau

Lambsheim (LU)
westlich von Ludwigshafen, 6.054 Einwohner, 768 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: barocke Hauptstraßenbebauung (18. Jhdt.). Info: Gemeindeverwaltung, Telefon 06233 5109-0.

Landau
Kreisfreie Stadt. 41.687 Einwohner (2001), Fläche ca. 83 qkm, 144 m NN. Hier siedelten bereits Kelten, Alemannen und Franken. Urkundlich erwähnt ist Landau 1257, als Graf Emich IV. von Leiningen-Landeck die Siedlung erhielt. 1274 Stadtrechte durch Rudolf von Habsburg, 1291 Freie Reichsstadt. Von 1324 bis 1511 war die Stadt an die Speyerer Bischöfe verpfändet. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde Landau dem Schutz Frankreichs unterstellt. Ab 1688 veranlaßte Ludwig XIV. seinen Baumeister Vauban, Landau zur "stärksten Festung der Christenheit" auszubauen. Viele Jahre lang arbeiteten zeitweilig bis zu 20.000 Menschen an der Festung. Zeugen dieser Anlage sind u.a. im nördlichen Teil der Kernstadt noch vorhanden. Die Wellen der franz. Revolution erreichten auch Landau. Am 29.10.1791 wurde auf dem Paradeplatz die Freiheitssäule errichtet. 1794 ist die Stadt durch eine Pulverexplosion im Zeughaus fast völlig zerstört worden. 1815 kam Landau wieder an Deutschland. 1830 wurde Landau deutsche Bundesfestung, bis nach dem Krieg 1870/71 die Schanzwerke geschleift wurden. 1872 kaufte die Stadt das ehem. Festungsterrain, ließ Bastionen und Wälle einebnen und wandelte das Gelände in prächtige Parkanlagen um. Dadurch und durch die 1. Südwestdeutsche Gartenbau-Ausstellung entwickelte sich Landau zur Gartenstadt der Pfalz. Sehenswertes: Stiftskirche (1333) mit Seiffert-Orgel (1772), Kath. Kirche Hl. Kreuz (1413), Katharinenkapelle (1344), Fort, Festungstore, Frank-Löbsches-Haus, Historisches Stadtmuseum, Striefflerhaus, Freizeitbad La Ola, Kleine Kalmit, Zoo, Landauer Kutschenkabinett, Ringstraßenanlage. Info: Büro für Tourismus, Telefon 06341 13-181 oder VG-Verwaltung Landau-Land, Telefon 143-0. Internet: www.landau.de oder www.suedlicheweinstrasse.de

Landauer
Bezeichnung für eine offene Pferdekutsche. Der Name rührt aus der Zeit der Belagerung der Stadt Landau während des spanischen Erbfolgekriegs durch König Joseph I. im Jahre 1702. Für die Fahrten zwischen Wien und seinem Hauptquartier in Impflingen bei Landau benutzte der König einen eigens für diese Reise konstruierten Kutschenwagen, bei dem das Verdeck nach zwei Seiten niedergeklappt werden konnte. So kamen die Wageninsassen in den Genuß von Luft, Licht und Sonne. Damit sollte insbesondere den Hofdamen die Fahrt "so kommod wie möglich" gemacht werden. Seit dieser Zeit werden diese vierrädrigen viersitzigen Wagen "Landauer" genannt.

Landauer Kutschenkabinett
Landau, Ecke Maximilian-/Poststraße (Nähe Bus-/Hauptbahnhof). Die Bezeichnung „Landauer“ für eine offene Pferdekutsche rührt aus der Zeit der Belagerung der Stadt Landau durch König Joseph I. (1702). Für die Fahrten zwischen Wien und seinem Quartier in Impflingen bei Landau wurde nämlich extra ein Kutschenwagen konstruiert, bei dem das Verdeck nach zwei Seiten niedergeklappt werden konnte. Seit dieser Zeit werden diese vierrädrigen viersitzigen Wagen „Landauer“ genannt. So ist es kein Wunder, wenn man in Landau mit dem Kutschen-Kabinett die Kultur des Reisens aufarbeitet. Schwerpunkte: Sonderschau 5000 Jahre Rad und Wagen u.a. mit Funden, Infotafeln und Karten - Nachbau eines „Landauers“ - Holzschnitte, Kupferstiche und Fotos zum „Landauer“ und anderen Kutschen - historisches Reisezubehör - „Landauer Schlitten“ - Rad und Wagen auf Münzen und Medaillen. Öffnungszeiten: Donnerstag 15 – 18 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: 06341 82697 (Prof. Jäger).

Landesverband der Pfälzer in Bayern e.V.
Wagmüllerstraße 18, 80583 München, Telefon/Fax 089 294610.

Landkreise
Durch einen königlichen Erlaß wurden im April 1818 in den linksrheinischen pfälzischen Gebieten neue Landkommissariate gebildet, von denen jedes zwei bis vier Kantone umfaßte. Die Vorstände der neuen Verwaltungsbehörden hießen "Landcommissäre". In dieser Gebietsreform wird die Geburtsstunde der heutigen Landkreise gesehen. Die jüngste Landkreisreform in Rheinland-Pfalz erfolgte 1969/72.

Landkreis Bad Dürkheim
Ca. 135.000 Einwohner, Fläche ca. 595 qkm. Zu dem Landkreis gehören die verbandsfreien Städte Bad Dürkheim und Grünstadt, die Gemeinde Haßloch sowie die sechs Verbandsgemeinden Deidesheim, Freinsheim, Grünstadt-Land, Hettenleidelheim, Lambrecht und Wachenheim. Info: www.kreis-bad-duerkheim.de

Landkreis Germersheim
Ca. 125.000 Einwohner, Fläche ca. 464 qkm. Zu dem Landkreis gehören die verbandsfreien Städte Germersheim und Wörth am Rhein sowie die sechs Verbandsgemeinden Bellheim, Hagenbach, Jockgrim, Kandel, Lingenfeld und Rülzheim. Einer der wirtschaftskräftigsten Landkreise in Deutschland.

Landkreis Kaiserslautern
Ca. 110.000 Einwohner, Fläche ca. 640 qkm. Der Landkreis im Herzen der Pfalz gliedert sich in die Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Enkenbach-Alsenborn, Hochspeyer, Kaiserslautern-Süd, Landstuhl, Otterbach, Otterberg, Ramstein-Miesenbach und Weilerbach.

Landkreis Kusel
Ca. 77.000 Einwohner, Fläche ca. 552 qkm. Dazu gehören die Verbandsgemeinden Altenglan, Glan-Münchweiler, Kusel, Lauterecken, Schönenberg-Kübelberg, Waldmohr und Wolfstein. Die Gegend hat einen ländlichen Charakter. Der Landkreis liegt im Nordpfälzischen Bergland. Im Süden reicht er in die Westpfälzische Moorniederung.

Landkreis Ludwigshafen
siehe Rhein-Pfalz-Kreis

Landkreis Pirmasens
Ca. 104.000 Einwohner, Fläche ca. 954 qkm. Der Landkreis setzt sich zusammen aus den Verbandsgemeinden Dahn, Hauenstein, Pirmasens-Land, Rodalben, Thaleischweiler-Fröschen, Waldfischbach-Burgalben, Wallhalben und Zweibrücken-Land. Einer der größten Landkreis in Rheinland-Pfalz. Die über 150 Jahre vorherrschende Monostruktur der Schuhindustrie wird mittlerweile durch Betriebe der metall-, kunststoff- und holzverarbeitenden Industrie ergänzt. Info: Kreisverwaltung, Telefon 06331 809-126. Internet: www.suedwestpfalz.com + www.suedwestpfalz-touristik.de

Landkreis Südliche Weinstraße
Ca. 111.000 Einwohner, Fläche ca. 640 qkm. Der Landkreis besteht aus den Verbandsgemeinden Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Edenkoben, Herxheim, Landau-Land, Maikammer und Offenbach an der Queich. Mit knapp 12.000 ha Rebfläche einer der größten weinbautreibenden Landkreise in Deutschland. Ungefähr jede 6. Flasche deutschen Weines kommt aus dieser Region.

Landstuhl (KL)
westlich von Kaiserslautern, 9.037 Einwohner, 246 - 370 m NN, 830/850 erstmals urkundlich erwähnt, größte Stadt im Landkreis Kaiserslautern. Um 800 aus einem fränkischen Königshof entstanden, 1326 als Stadt genannt. 1505 erbte Franz von Sickingen die Burg Nanstein, die er zu einer Festung ausbaute und mit der Stadt im Tal durch eine Mauer verband. Durch Sickingens Prediger Martin Butzer wurde Landstuhl 1522 die erste evangelische Gemeinde der Pfalz. Sehenswertes: Burg Nanstein, Kirche St. Andreas (1753) mit Grabmal Franz v. Sickingens, Rentei (1767), Sickingen-Museum, Bismarckturm, Zehntenscheune (1734), Allwetterbad, Burgspiele. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06371 83-0. Internet: www.landstuhl.de

Landstuhler Bruch (siehe Westpfälzer Moorniederung)

Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt
Speyer, Obere Langgasse 40. Seit ihrer Gründung als „Agrikultur-chemische Versuchsstation“ 1875 steht die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit ganz im Dienste der Landwirtschaft und der Verbraucher. Seit über 100 Jahren ist die Einrichtung des Bezirksverbands Pfalz in der Oberen Langgasse ansässig. Ein neues Laborgebäude mit moderner technischer Ausstattung steht seit 2002 zur Verfügung. Darüber hinaus betreibt die LUFA seit 50 Jahren ein 12,5 Hektar großes Versuchsfeld auf dem Rinkenbergerhof vor den Toren Speyers. Die LUFA führt für Bürger und Behörden nicht nur chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen durch, sondern ist auch in allen Bereichen der Umweltschutzanalytik tätig. Sie untersucht Böden, Klärschlämme, Komposte, Laub-, Nadel- und Wasserproben und überwacht die Kernkraftwerke der Umgebung, in dem sie Boden- und Pflanzenproben auf Radioaktivität untersucht. Auskunft: Telefon 06232 136-0. Internet: www.lufa-speyer.de

Langenbach (KUS)
südwestlich von Kusel, 479 Einwohner, um 1600 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Glan-Münchweiler

Langer Stein
Stahlberg. Nahe des Berggipfels des Stahlbergs (489 m) steht der „Lange Stein“, einer der größten Menhire der Pfalz. Obwohl der aus Sandsteinfels bestehende „Hünenstein“ immer noch 3,40 m hoch ist, lassen Bruchstellen erkennen, dass der Stein früher wesentlich höher gewesen sein muss. Obwohl es keine eindeutigen Belege gibt, ist der Menhir nach Auffassung der meisten Experten in der Jungsteinzeit errichtet worden (um 2000 v. Chr.). Mit diesem Alter von rund 4.000 Jahren zählt der „Lange Stein“ zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands.

Langgässer, Elisabeth
Geboren 1899 in Alzey, gestorben 1950 in Rheinzabern. Schriftstellerin. Sie schrieb u.a. Romane, Hörspiele und Gedichte. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie verschiedene Literaturpreise.

Langmeil
OT von Alsenbrück-Langmeil, einem Ort im Donnersbergkreis.

Langweiler (KUS)
westlich von Lauterecken, nahe der B 270, 282 Einwohner, 1276 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lauterecken

Langwieden (KL)
südwestlich von Landstuhl, 275 Einwohner, 1440 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Bruchmühlbach-Miesau

La ola
Landau, Im Horstring 2. 1993 eröffnetes Freizeitbad u.a. mit Wellenbecken, Wildwasserkanal, 100-m-Rutsche, 25-Meter-Sportbecken mit 3-Meter-Turm, Solargrotten, Thermalbecken im Freien, Lehrschimmbecken, Kleinkind-Badebereich, Vitalgarten mit Energie- und Ruhebereichen. Großzügige Saunalandschaft u.a. mit finnischem Saunabad, Aufgußsauna, Dampfaromakabine, osmanischem Dampfbad, Meeresklimakabine, Sanarium, Tepidarium Rötharium, Eisiglu, Blockhaus im Außenbereich. Thai-Massage. Caféteria. Öffnungszeiten: Montag 14 - 23 Uhr, Dienstag bis Samstag 10 - 23 Uhr (Freitag bis 24 Uhr), Sonntag 10 - 21 Uhr. Info: Telefon 06341 55115. Internet: www.la-ola.de

La Roche, Sophie de
geboren 1730 in Kaufbeuren, gestorben 1807 in Offenbach. Von 1780 bis 1786 lebte die Schriftstellerin in Speyer. 1770 erschien ihr wohl erfolgreichster Roman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim". Während ihrer Zeit in Speyer gab sie die erste von einer Frau aufgelegten deutsche Frauenzeitschrift mit dem Titel "Pomona" heraus.

Latwerch-Bänd
Die Band aus dem Raum Kaiserslautern bietet Pfälzer Mundart mit verschiedenen Rhythmen (Folklore bis Rock). Bisher sind unter anderem eine MC ("Die Pfälzer Streitfraach") und die CDs "Pfälzer Scheibe", "Jahreszeiten", "Närrische Zeiten" erschienen. Die Band, die sich aus Klaus-Dieter Brehm, Gerhard Schnabel, Heinz-Werner Künstler, Manfred Gabbert, Manfred Diehl und Carsten Blauth zusammensetzt, wirkte bereits bei mehreren Rundfunk- und Fernsehsendungen mit. Übrigens: Latwerch ist die pfälzer Bezeichnung für Pflaumenmus. Kontakt: K.D. Brehm, Tel. 06301 8136, Manfred Diehl, Tel. 0631 28702. Internet: www.latwerch-band.de

Lauermann, Prof. Albert
Am 22. Juni 1866 kam Albert Lauermann in Rüssingen (Donnersbergkreis) zur Welt. Einen Teil seiner Jugend verlebte er in Kaiserslautern, später in München. Dort begann Albert Lauermann eine akademische Ausbildung als Modelleur und Bildhauer. 1890 gründete er in Detmold einen eigenen Betrieb (Kunstwerkstätte, Stuckfabrik). 1902 erfand Lauermann das „Stuccolin“, ein Stuckerzeugnis für die plastische Dekoration. Diese Erfindung trug zu dem weltweiten Erfolg der Kunstwerkstätten Lauermann bei, in denen damals mehr als eintausend Leute beschäftigt waren. Aufgrund der Veränerungen in der Architektur und im Bauwesen stellte das Unternehmen nach dem 1. Weltkrieg die Produktion um. Man spezialisierte sich auf die Produktion von Werbeplastiken, Schaufensterfiguren und Möbelverzierungen. Das wohl bekannteste Objekt der Lauermann´schen Kunstwerkstätten ist der Sarotti-Mohr. In den 1930er/40er Jahren stellte das Werk vor allem für die Ufa und Bavaria Filmkulissen her. Albert Lauermann starb am 4. Dezember 1953 in Detmold. (Quelle: Donnersberg-Jahrbuch 2005, Seite 205 ff.)

Laumersheim (DÜW)
östlich von Grünstadt, 887 Einwohner, 115 m NN, Wein- und Obstbau, 766 erstmals urkundlich erwähnt. Von 1364 bis 1422 Stadtrecht. 1982 Sieger in dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Geburtsort von Dr. Johann Christian Eberle. Sehenswertes: Kath. Kirche mit Wandmalereien (14. Jhdt.) und wertvollen Holzfiguren (1520), Wallfahrtskapelle (1722) auf dem Palmberg. Info: VG Grünstadt-Land

Lauter
a) Grenzflüßchen zwischen Pfalz und Frankreich, fließt bei Neuburg in den Rhein (Wieslauter)
b) Flüßchen, das von Kaiserslautern aus Richtung Norden und bei Lauterecken in den Glan fließt (Waldlauter).

Lauterecken (KUS)
Stadt nordöstlich von Kusel, Kreuzung B 270/B 420, wo die Lauter in den Glan fließt. 2.301 Einwohner, 170 m NN, 1222 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte bis 1444 den Grafen von Veldenz. Im 16./17. Jhdt. bildeten Stadt und Burg sogar ein eigenständiges Fürstentum. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06382 791-0. Internet: www.vg-lauterecken.de

Lautersheim (KIB)
zw. Kirchheimbolanden und Grünstadt, 637 Einwohner, 260 m NN, 788 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Ev. Kirche wurde von 1837 bis 1846 von August von Voit erbaut. Die Kath. Kirche entstand 1922 durch den Umbau einer ehem. Kriegsbaracke. Das älteste landwirtschaftliche Anwesen (Ende 18. Jh.) befindet sich in der Steinstraße 3. Eine auffällige Bauform hat das ehem. Spritzenhaus, das 1891 am Eingang des Friedhofs im neuromanischen Stil erbaut wurde. Info: VG Göllheim

Leeb, Root
1956 in Würzburg geboren, wohnt derzeit im pfälzischen Marnheim. Sie studierte in München Germanistik und Philosophie und anschließend Sozialpädagogik. Sechs Jahre lang war sie als Straßenbahnfahrerin bei der Stadt München beschäftigt. Das ist wohl der Grund, warum es in einigen ihrer Bücher um eine Straßenbahnfahrerin geht. Seit 1991 ist sie freiberufliche Zeichnerin, Illustratorin und Autorin. Werke: „Tramfrau“ (1994), „Diesen Himmel schenke ich dir“ (1998), „Mittwochs Frauensauna“ (2001). Außerdem illustrierte sie zahlreiche Bücher Ihres Ehepartners Rafik Schami.

Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Neumühle
Münchweiler an der Alsenz. Als Schule für die Landwirtschaft hat sich diese Einrichtung im Alsenztal in der Trägerschaft des Bezirksverbands Pfalz einen Namen gemacht. Angehende Landwirte und Praktikanten erwerben Fachwissen und Fertigkeiten als Ergänzung zur betrieblichen Ausbildung. Gestandene Landwirte können sich in ein- oder mehrtägigen Spezialkursen in den fünf Lehrwerkstätten fortbilden. Aber auch Verbraucher, darunter Schulklassen, finden den Weg zur Neumühle und nehmen an landwirtschaftlichen Projekttagen oder -wochen teil. Der 220 Hektar große Gutsbetrieb mit rund 70 Hektar Forstfläche bietet mit seinen sechs modern ausgestatteten Lehrwerkstätten und einem großen Bestand an Nutztieren optimale Bedingungen für praxisnahe Bildung. Er ist die einzige überbetriebliche Ausbildungsstätte für Tierproduktion im Raum Rheinland-Pfalz/Saarland. Auskunft: Telefon 06302 603-0. Internet: www.lvav-neumuehle.de

Leimen (PS)
nordöstlich von Pirmasens, Rg. Johanniskreuz, 1.022 Einwohner, mit 475 m NN zweithöchster Ort der Pfalz, 1152 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannter Erholungsort. Sehenswertes: Fritz-Claus-Denkmal, Freizeitpark. Die Kath. Pfarrkirche St. Katharina wurde 1932 eingeweiht. OT: Der Ortsteil Röderhof wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt und 1724 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Rodalben. Internet: www.leimen-pfalz.de

Leimersheim (GER)
zwischen Germersheim und Wörth, nahe dem Rhein, 2.634 Einwohner, 778 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Fachwerkhäuser, Heimatmuseum Fischerhaus. Info: VG Rülzheim. Internet: www.ruelzheim.de

Leinbach
Die Quelle des Leinbaches liegt westlich von Waldleiningen. Er fließt zwischen Frankenstein und Weidenthal in den Hochspeyerbach. Ein Großteil des Bachlaufes ist mit Sandsteinquadern befestigt, da die Waldarbeiter den Leinbach früher für die Holztrift nutzten.

Leiningerland
Zu dem ehemaligen Herrschaftsgebiet der Grafen von Leiningen an den nordöstlichen Ausläufern des Pfälzerwaldes gehören heute die Stadt Grünstadt sowie die Verbandsgemeinden Eisenberg, Grünstadt-Land und Hettenleidelheim. Relikte aus der Grafenzeit sind die 900 Jahre alte Stammburg der Leininger Grafen in Altleinigen, der etwa 700 Jahre alte Familiensitz in Neuleinigen und die Battenberger Burg. (siehe auch Grafen von Leiningen)

Leinsweiler (SÜW)
westlich von Landau, 401 Einwohner, 250 m NN, im Jahre 760 erstmals urkundlich erwähnt, anerk. Fremdenverkehrsort im Birnbachtal. Sehenswertes: Burgruine Neukastell (Slevogthof), Drei-Röhren-Brunnen (1581), Rathaus (1619), Ev. Martinskirche (z.T. 13. Jhdt.) mit Klais-Orgel. Info: Büro für Tourismus Landau-Land, Telefon 06345 3531.

Lemberg (PS)
4 km südöstlich von Pirmasens, 4.319 Einwohner, 335 m NN, um 1300 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannter Erholungsort. Sehenswertes: Burg Lemberg, Brunnenstollen, Glasbläserbrunnen, Maiblumen-, Raben-, Ruppertsfels. Ortsteile: Salzwoog, Langmühle, Glashütte, Kettrichhof, Rodalberhof. Info: Fremdenverkehrsbüro, Telefon 06331 40264 oder VG Pirmasens-Land

Leo´s Tenne
Schweisweiler, Ortsstraße 9. Das Dorfmuseum widmet sich zum einen der langen Handwerkertradition des Ortes. Zahlreiche Gerätschaften und Erzeugnisse erinnern an Berufe wie Handformer, Steinmetz, Ziegler, Hufschmied und Hammerschmied. Des weiteren hat Leo Dörr eine eine große Sammlung an landwirtschaftlichen Geräten zusammengetragen. In der „Gud Stubb“ des dazugehörigen Bauernhauses gibt eine umfangreiche Fotosammlung Aufschluß über die Dorfgeschichte. Öffnungszeiten: April bis September jeden 3. Sonntag im Monat 15 - 18 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Leo Dörr, Telefon 06302 2147.

Leth, Siegfried von
Geboren am 4. April 1883 in Kandel, gestorben 1914 im 1. Weltkrieg bei Arras in Frankreich. Der Maler zählt zu den wichtigsten Expressionisten. Von 1901 bis 1906 studierte er an der Karlsruher Kunstakademie. Von 1905 bis 1907 besuchte er die Freilichtmalschule von Heinrich von Zügel in Wörth. Während seiner Zeit in München setzte er sich u.a. mit dem Frühexpressionismus und der Kunst van Goghs auseinander. Er malte gerne Landschaftsbilder, wobei er den Wasgau, die Rheinebene bei Kandel und die Ostsee bevorzugte. Mehrere Werke von Leths befinden sich in der Pfalzgalerie in Kaiserslautern.

Levy, Ludwig
geboren am 18.04.1854 in Landau, gestorben am 30.11.1907 auf einer Reise von Freiburg nach Karlsruhe. Levy gilt als einer der bedeutendsten Synagogenbauer seiner Zeit. Er war unter anderem bis 1884 bei Paul Wallot, dem Architekten des Berliner Reichstags, angestellt. In diesem Jahr kehrte er in die Pfalz zurück, weil er den Auftrag für den Bau einer Synagoge in Kaiserslautern erhalten hatte. In den folgenden Jahren errichtete er zahlreiche jüdische Synagogen (u.a. Luxemburg, Baden-Baden, Rastatt, Bingen), christliche Kirchen (u.a. Bexbach, Mittelbach, Olsbrücken, Siegelbach, Weilerbach), öffentliche Gebäude und Herrenhäuser, darunter die Villa Streccius in Landau, die Villa Ritter in Kaiserslautern und die Villa Lieberich-Merkel in Neustadt. Sein bekanntestes Werk ist die Synagoge in Straßburg (1895 – 1898, 1940 zerstört). Von 1886 an war er auch Lehrer an der Baugewerkeschule in Karlsruhe.

Liebrich, Werner
geboren am 18. Januar 1927, gestorben am 20. März 1995. Als Fußballer absolvierte er in der Zeit von 1945 bis 1962 für den 1, FC Kaiserslautern 412 Spiele (30 Tore). Er gewann 1951 und 1953 mit dem 1. FCK die deutsche Meisterschaft und mit der Nationalmannschaft 1954 den WM-Titel.

Limburgerhof (LU)
südlich von Ludwigshafen, 10.701 Einwohner, 1930 aus Ortsteilen von Schifferstadt, Mutterstadt, Rheingönheim und Neuhofen gegründet. Info: Gemeindeverwaltung, Telefon 06236 691-0.

Linden (KL)
südwestlich von Kaiserslautern, 1.244 Einwohner, 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kaiserslautern-Süd

Lindenberg (DÜW)
westlich von Neustadt nahe der B 39, 1.188 Einwohner, anerk. Erholungsort, entstanden um 1100. Sehenswertes: Kath. Kirche (1929, roter Sandstein), Prot. Kirche (1953, Zwiebelturm). Info: VG Lambrecht

Lingenfeld (GER)
nordwestlich von Germersheim, 5.382 Einwohner, 1043 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06344 509-0. Internet: www.vg-lingenfeld.de

Liselotte von der Pfalz (1652 - 1722)
Im Mai 1652 in Heidelberg geboren, am 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud gestorben. Elisabeth Charlotte von Orléans, Tochter des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz und der Kurfürstin Charlotte von Hessen-Kassel, lebte nach ihrer Heirat (1671) mit Herzog Philipp von Orléans, dem Bruder Ludwig XIV., am Versailler Königshof. Die Adlige, bekannt als „Liselotte von der Pfalz“, gilt als pfälzische Nationalheldin. Durch ihre leidvollen Erfahrungen, ihren Stolz, ihre Unerschrockenheit, aber auch wegen ihrer sehr direkten Art und ihrer von derben Kraftausdrücken geprägten Ausdrucksweise ging sie in die Geschichte ein. Wie tapfer sie ihr von Intrigen überschattetes Leben am Hof ertrug, spiegelt sich in den vielen tausend Briefen wider, die sie an Verwandte und Bekannte in die Pfalz schrieb. Insgesamt soll sie in ihrem Leben fast 60.000 Briefe verfasst haben. Die Herzogin war 19 Jahre alt, als 1671 in Straßburg der verhängnisvolle Heiratskontrakt unterschrieben wurde, der zum pfälzischen Erbfolgekrieg führte. (siehe Geschichtsteil ab 1671)

Loblocher Weinzehnt
Neustadt-Gimmeldingen. Im Mittelalter mussten die Winzer von Lobloch, heute ein Ortsteil von Gimmeldingen, ihren „Zehnten (also die Steuern) in Form von Wein an die Klöster entrichten. Seit 1976 wird in Gimmeldingen ein Weinfest gefeiert, das an diese Tradition erinnert. Der „Loblocher Weinzehnt“ wurde von einer Jury der Pfalzwein-Werbung unter rund 200 pfälzischen Weinfesten als „Schönstes Weinfest des Jahres 2001“ ausgezeichnet.

Lode, Christoph
geboren in Hochspeyer, Studium in Ludwigshafen, wohnt in Mannheim. Veröffentlichte 2008 im Goldmann-Verlag seinen ersten (historischen) Roman mit dem Titel „Der Gesandte des Papstes“.

Lohnsfeld (KIB)
nordöstlich von Kaiserslautern an der B 40, ca. 250 m NN, 984 Einwohner, 1190 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Der Lohnsfelder Kunst- und Werkhof ist für viele Kunst- und Kulturinteressierte seit langem ein Begriff. Die Ev. Kirche trägt über dem Eingang das Erbauungsjahr 1602, jedoch ist der gotische Chor (13. Jhdt.) wesentlich älter. Diese Kirche diente als Simultankirche, bis 1932 die Kath. Kirche eingeweiht werden konnte. Kennzeichen dieser Kirche ist der wie ein Erker angesetzte Giebelturm mit einer zwiebelförmigen Kupferhaube. Ein stattliches Gebäude, teilweise noch mit Fachwerk, ist das ehem. Schulhaus (Kaiserstr. 23). Die frühere Mühle (Kaiserstr. 2) ist 1778 erstmals erwähnt. Sie war bis 1958 in Betrieb und ist heute unter Denkmalschutz. Am Ortsausgang Rg. Wartenberg-Rohrbach findet man einen heute nur noch selten vorhandenen Kilometerstein (ca. 1875). Das Gasthaus Pfeiffer (Kaiserstr. 39) wurde bereits 1842 als Posthalterei erbaut. Info: VG Winnweiler

Lohnsfelder Kunst- und Werkhof
Lohnsfeld. Bekannt geworden ist dieser Hof durch die Stallkonzerte, die Familie Hauck 13 Jahre lang veranstaltet hat. Seit März 1993 lebt Familie Christiansen hier. Um ihren neuen Ideen und Inhalten Ausdruck zu verleihen, nennen sie den Hof "Lohnsfelder Kunst- und Werkhof". An diesem Ort der Begegnung werden Ausstellungen, Kurse für Erwachsene (Töpfern, Aquarellmalerei, Spinnen, Emaillarbeiten), Kurse für Kinder (Singen, Spielen, Werken, Malstunden) und weiterhin auch die Stallkonzerte angeboten. Während der Konzerte werden die Kinder von Erziehern betreut. Info: Höringer Straße 2, 67727 Lohnsfeld, Telefon 06302 2546.

Lohnweiler (KUS)
südlich von Lauterecken, an der Lauter, 478 Einwohner, 1326 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lauterecken

Loschter Handkeesfescht
Lustadt. In früheren Zeiten haben sich Hirten oftmals mit handgemachtem Schafskäse (Handkäs') für erhaltene Weiderechte erkenntlich gezeigt. Diese Handhabung bildete den Ursprung für das alte Hirtenfest. Bereits seit dem 18. Jahrhundert haben sich die Lustadter auf die Handkäsezubereitung spezialisiert („Loschter Handkeesdricker“). Zur Wahrung dieser Tradition wird seit 1925 um den 1. Mai im Lustadter Maiblumenwald das Loschter Handkeesfescht gefeiert, das jährlich von über 40.000 Gästen besucht wird. Internet: www.loschter-handkees-fescht.de

Luchs
Wie „DIE RHEINPFALZ“ am 20.12.1999 berichtete, gehen die Luchsberater davon aus, dass sich Ende 1999 wieder mindestens vier Luchse im Pfälzerwald aufhielten.

Ludwigsbahn
Diese Bahnstrecke von Ludwigshafen über Neustadt nach Kaiserslautern und weiter bis Homburg wurde am 25. August 1849 in Betrieb genommen. Sie ermöglichte erstmals den durchgehenden Bahnverkehr durch die Pfalz zwischen dem Rhein und der preußischen Grenze bei Bexbach.

Ludwigshafen
Kreisfreie Stadt. 163.002 Einwohner, Fläche ca. 78 qkm, 95 m NN, größte Stadt in der Pfalz. Im Jahre 1606 ließ Kurfürst Friedrich IV. als Vorwerk zur Festung Mannheim auf der linken Rheinseite eine kl. Festung (Rheinschanze) zum Schutz des Rheinüberganges bauen. Trotz schwerer Rückschläge im Pfälz. Erbfolgekrieg entwickelte sich die Rheinschanze zu einem Verkehrsknotenpunkt. Es entstand eine Siedlung mit eigenem Hafen. 1843 bekam der Handelsplatz mit seinen rund 90 Einwohnern nach König Ludwig I. von Bayern den Namen Ludwigshafen. Als eigentliches Gründungsjahr wird in Ludwigshafen 1853 angesehen, da am 15. April dieses Jahres der Gemeinderat erstmals zusammentrat. Neben dem Hafen lockte die 1847 erbaute Eisenbahnlinie Industriebetriebe an. Mit der Ansiedlung der BASF (1865) setzte die rasante Entwicklung zur Großstadt ein. Sehenswertes: Pfalzbau, Wilhelm-Hack-Museum, Stadtmuseum, K.-O.-Braun-Museum, Schillerhaus, Schulmuseum Rheingönheim, Museum Friesenheim. Info: Verkehrsverein, Am Hauptbahnhof, Telefon 0621 512035. Internet: www.ludwigshafen + www.lubege.de + www.kreis-ludwigshafen.de

Ludwigsturm
Dannenfels/Donnersberg. Naturgemäß hat man vom Donnersberg (687 m), dem höchsten Berg der Pfalz, eine herrliche Aussicht. Erst recht, wenn man die 142 Stufen des achteckigen und 26,9 m hohen Steinturms erklommen hat. Er wurde 1864 errichtet, 1865 eingeweiht und nach Beschädigungen im Krieg 1952/53 mit erheblichem Kostenaufwand renoviert. Seinen Namen verdankt der Turm König Ludwig II. von Bayern. Im Nordwesten kann man sehr gut die Kreisstadt Kirchheimbolanden und die A 63 entdecken, die um den Donnersberg herum weiter bis Richtung Winnweiler im Südwesten verläuft. Rechts neben Kirchheimbolanden erspäht man die Ruine der ehem. Eisenbahnbrücke bei Marnheim. Während man vom Norden bis Westen einen Großteil des Nordpfälzer Berglandes sieht, reicht der Blick vom Südwesten bis zum Südosten weit in den Pfälzerwald. Bei klarem Blick kann man darüber hinaus bis zum Schwarzwald und den Vogesen sehen. Schließlich liegt im weiterer Ferne im Südosten die Rheinebene. Übrigens: Der Sendeturm des Südwestfunks (207 m) steht im Westen, das Fernglas auf der Aussichtsplattform im Norden. Falls der Turm geschlossen ist, kann man sich den Schlüssel im Gasthaus „Waldhaus“ besorgen. Zur Erhaltung des Turms wird ein geringer Eintritt erhoben. Beim Besuch des Ludwigsturms sollte man auch noch einen Abstecher zum Keltenwall machen. Wie erreicht man den Turm? Auf der A 63 zwischen Kirchheimbolanden und Kaiserslautern nimmt man die Abfahrt Göllheim/Dreisen/Dannenfels. Über Weitersweiler, Bennhausen kommt man nach Dannenfels. Dort lotst die Beschilderung „Donnersberg“ direkt zum Parkplatz auf dem Berg. Von dort ist man nach wenigen Minuten am Turm.

Ludwigsturm (Eschkopfturm)
Johanniskreuz. Auf dem Eschkopf (605 m) zwischen Leimen und Johanniskreuz steht der 20 m hohe Ludwigsturm. Der achteckige Steinturm hat 98 Stufen. Er wurde in den Jahren 1901/02 erbaut. Er ist ganzjährig zugänglich. Obwohl die Aussicht durch hohen Baumwuchs eingeschränkt ist, hat man einen schönen Rundblick über den Pfälzerwald. Dank der großen Firmenschrift „TEHALIT“ kann man im Westen das Holzland mit den Orten Heltersberg und Geiselberg gut ausmachen. Am Horizont sieht man die Kühltürme des Kohlekraftwerks Bexbach im Saarland. In südlicher Richtung entdeckt man den Luitpoldsturm (links hinter dem Postumsetzer). Wie erreicht man den Turm? Etwa 400 Meter , bevor die Straße von Leimen kommend auf die B 48 trifft, biegt man rechts in den Wald ein. Auf dem kleinen unbefestigten Parkplatz kann man den Wagen stehen lassen. Zunächst läuft man ohne Markierung einige hundert Meter auf dem Waldwirtschaftsweg in den Wald. Dann trifft man auf die Wegmarkierung „gelb-roter Balken“. Diese führt - später von der Markierung „rotes Kreuz“ ergänzt“ zum Eschkopfgipfel. Wegstrecke ca. 1,5 km.

Ludwigsturm
Weyher. In einer Höhe von 605 m NN erhebt sich auf dem Blättersberg westlich von Weyher der 15 m hohe Ludwigsturm. Der Verschönderungsverein Edenkoben hat den runden Steinturm 1889 erbaut. In dem Turm führen 75 Stufen zur Aussichtsplattform. Der erste Eindruck ist ein herrlicher Rundblick auf unzählige bewaldete Berge des Pfälzerwaldes. Dort kann man auch einige markante Punkte entdecken, wie zum Beispiel die Burg Trifels über Annweiler (süd-südwestlich) und den Luitpoldturm auf dem Weißenberg (westliche Richtung). Der Blick in die Haardt und die Rheinebene ist durch hohe Wälder zwar etwas begrenzt. Trotzdem kann man auch hier einige besondere Punkte ausmachen, wie zum Beispiel das Hambacher Schloß (nördlich), Ludwigshafen (nördlich) und zwischen "Baumlücken" hindurch den Kaiserdom zu Speyer (Östliche Richtung). Einige Tipps: Am Ludwigsturm stehen mehrere Tische und Bänke für eine gemütliche Rast. Nahe dem Ludwigsturm befinden sich das "Schweizerhaus" des PWV Weyher (So., im Sept./ Okt. auch Sa. geöffnet) und der Candiduspfad, ein beliebter Wanderweg. Wie erreicht man den Turm? Der bequemste Weg, insbesondere mit Kindern, beginnt an der Rietburgbahn. In acht Minuten bringt einem die Sesselbahn von der Talstation an der Villa Ludwigshöhe zur Burgruine Rietburg. Von dort ist der Ludwigsturm (ca. 2 km) über den Rundweg Nr. 33 oder besser mit der Markierung blau-gelber Balken in einer halben Stunde zu erwandern. Ein weiterer Weg führt über Rhodt. Dort fährt man in die bekannte Theresienstraße (Kastanienallee) und immer geradeaus über einen Wirtschaftsweg bis zum PWV-Waldparkplatz "Rebschule" am Vereinsheim der Rietburgschützen. Von dort kann man ebenfalls den Rundwanderweg Nr. 33 benutzen.

Ludwigswinkel (PS)
südwestlich von Dahn nahe der franz. Grenze, 906 Einwohner, 240 m NN, jüngstes Dorf der Südpfalz, 1783 von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt gegründet, anerkannter Erholungsort, mehrfach schönstes Dorf des Landkreises. Info: VG Dahn

Luftkurort
In der Pfalz gibt es rund 40 Luftkurorte. Dieses Prädikat erhält, wer u.a. ein gesundheitsförderndes Klima und eine landschaftlich bevorzugte Lage hat, wer über Einrichtungen verfügt, die zur therapeutischen Anwendung des Klimas geeignet sind (z. B. Park, Waldanlage, Spiel- und Sportstätten, Liegewiesen, Schwimmbad in erreichbarer Nähe), wer über eine leistungsfähige Gastronomie und Hotelerie mit mindestens 200 Gästebetten verfügt und wer einen einem Kurbetrieb entsprechenden Ortscharakter (u. a. Haus des Gastes, Veranstaltungen) vorweisen kann. Die Anerkennung wird vom Land Rheinland-Pfalz verliehen.

Lug (PS)
südöstl. von Hauenstein Rg. Annweiler, 663 Einwohner, 250 m NN, 1046 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Hauenstein.

Luitpoldturm
Hermersbergerhof. Die Anregung, auf dem dritthöchsten Gipfel des Pfälzerwaldes, dem Weißenberg (607 m), einen Aussichtsturm zu bauen, kam von dem Pfälzerwald-Dichter Fritz Claus. Mit dem Engagement des damals noch jungen Pfälzerwald-Vereins begann man 1908 mit dem Bau. 1909 konnte der 28 m hohe, viereckige Turm mit 165 Stufen eingeweiht werden.. Der damalige Landesvater, der bayerische Prinzregent Luitpold, unterstützte den Bau maßgeblich. Deswegen trägt der Turm auch seinen Namen. Ein sichtbares Zeichen für die Unterstützung aus Bayern ist das Rautenwappen der Wittelsbacher, das neben dem Wappen mit dem kurpfälzischen Löwen an der Südfassade des Turms zu sehen ist. Die Aussicht auf den Pfälzerwald ist einmalig. Bei günstigem Wetter kann man vom Luitpoldturm aus rund 300 Berggipfel sehen. Der Blick reicht im Norden bis zum Donnersberg, im Nordwesten zum Potzberg, im Westen bis Rodalben, Pirmasens, zur Sickinger Höhe und darüber hinaus bis ins Saarland (Kohlekraftwerk Bexbach). Besonders gut zu sehen sind Leimen und die Burgruine Gräfenstein. Im Süden kann man den Wasgau und die Vogesen, im Südosten die Burg Trifels und den Rehbergturm und im Westen den Weinbiet und die Kalmit sehen. Im Juli 2002 wurden auf dem Turm Orientierungsplaketten installiert, mit deren Hilfe man zwölf bestimmte Ziele in der Pfalz, im Elsass und im Saarland exakt anpeilen kann. Im Vorbau des Turms finden Wanderer bei schlechtem Wetter Schutz. Wie erreicht man den Turm? Anfahrt zum Hermersbergerhof von der B 10 her (zwischen Hauenstein und Annweiler) oder von der Straße zwischen Johanniskreuz und Leimen. Von der B 10 kommend liegt der Turm ca. 1 km hinter, von Leimen kommend vor dem Hermersbergerhof. Parkgelegenheit am Fuße des Berges. Da man den Turm vom Parkplatz aus sieht, ist die Orientierung kein Problem. Fußweg bis zum Turm ca. 10 Minuten. Info: Förderverein Luitpoldturm, Vorsitzender Klaus Albert, Telefon 06396 519.

Lustadt (GER)
nordöstlich von Landau, 3.337 Einwohner, 773 erstmals urkundlich erwähnt, 1969 aus den Gemeinden Niederlustadt und Oberlustadt gebildet. Sehenswertes: Rathaus (1875), Fachwerkhäuser in der Heidengasse, Kirche St. Laurentius (steht unter Denkmalschutz), Loschter Handkeesfeschd. Info: VG Lingenfeld