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Kahnweiler, Daniel Henry
Geboren 1884 in Mannheim, gestorben 1979 in Paris. Seine Vorfahren lebten seit nahezu zwei Jahrhunderten als jüdische Kaufleute in Rockenhausen, wo heute noch das Haus seiner Eltern und Großeltern (Luitpoldstr. 20) steht. 1907 gründete Kahnweiler in Paris seine erste Galerie. In den folgenden Jahren hat er sich als Kunsthändler, Verleger und Schriftsteller internationale Anerkennung erworben. Er war Förderer und Freund der Maler Pablo Picasso, George Braque, Juan Gris, Fernand Leger sowie der Bildhauer Monolo und Henri Laurens. Kahnweiler gilt als Wegbereiter des Kubismus. Kahnweiler fühlte sich der Stadt Rockenhausen als Heimat seiner Vorfahren stets verbunden, weswegen er der Gemeinde Rockenhausen den deutschen Teil seiner Bibliothek (siehe Kahnweiler-Haus) schenkte. Er war Ehrenbürger der Stadt Rockenhausen und Ehrendoktor der Uni Kaiserslautern.

Kahnweiler-Haus
Rockenhausen, Marktplatz 7. Dieses Museum basiert auf einer Schenkung des international anerkannten Kunsthändlers, Verlegers, Schriftstellers und Picasso-Förderers Daniel Henry Kahnweiler (1884 – 1979), dessen Vorfahren in Rockenhausen lebten. Ein Zimmer beherbergt den deutschen Teil seiner Bibliothek. Darüber hinaus sind Plakate und Kataloge der Pariser Galerie Louis Leiris (u.a. 2 Original-Lithographien Picassos), eine Fotodokumentation über Kahnweiler sowie eine Dokumentaion über die bisherigen Träger des "Daniel-Henry-Kahnweiler-Preises" zu sehen. Der Arbeitskreis Kahnweilerhaus veranstaltet im Jahr vier Ausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler. Öffnungszeiten: Donnerstag und jeden 1. Samstag im Monat 15 - 17 Uhr (Ostern bis Weihnachten). Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06361 1089 (Frau Busch) oder VG-Verwaltung, Telefon 451-214.

Kaiser, Peter
Pirmasens. Die 1838 von Peter Kaiser gegründete Schuhfabrik ist die älteste heute noch bestehende Schuhfabrik in Deutschland.

Kaiserbrunnen
Kaiserslautern, Mainzer Tor (Ende der Altstadt-Fußgängerzone). Der 1987 von Gernot Rumpf geschaffene Brunnen hat einen Durchmesser von ca. 10 m. Blickpunkt ist die 5 m hohe Zentralfigur. Sie stellt Kaiser Friedrich Barbarossa und König Rudolf von Habsburg dar. In der Wasserfläche um den Brunnenrand sind Figuren und Symbole zu sehen, die etwas mit Kaiserslautern zu tun haben, z.B. Karpfen aus dem Kaiserwoog, die Eule als Sinnbild für die Uni, Napoleonhut, Nähmaschine, Auto. Weitere Plastiken mit einem Bezug zu Kaiserslautern vervollständigen die Anlage. Die Skulpturen sind aus Bronze und als Schachfiguren entworfen. Ein spezieller Prospekt ist bei der Tourist-Info im Rathaus erhältlich.

Kaiserdom zu Speyer
Speyer. Der Dom wurde von 1030 bis 1061 unter den Salierkaisern Konrad II., Heinrich III. und Heinrich IV. erbaut. 1689 brannte er aus. 1794 abermals von franz. Truppen zerstört. Im 19. Jhdt. wurde er nach und nach wieder hergestellt. Von 1957 bis 1967 erhielt der Dom sein heutiges Bild (133 m lang, Türme 72 m hoch). Der Dom zu Speyer war damals die größte Kathedrale des Abendlandes und ist eine der größten und wichtigsten romanischen Kirchen des deutschsprachigen Raumes. Er wurde zwischen 1039 und 1308 zur Grabstätte von acht deutschen Kaisern und Königinnen, die in der Krypta beerdigt sind. Die Haus- und Grabeskirche der Salier ist eines der "UNESCO-Welt-Kulturdenkmäler" in Deutschland. Eine besondere Tradition hat der Domnapf vor dem Haupteingang. Beim Einzug eines neuen Bischofs wurde er mit "Frei-Wein" für das Volk gefüllt (1580 Liter). Außerdem bildete er die Grenze für den Rechtsbereich des Bischofs. D.h. ein Straftäter, der den Domvorplatz erreicht hatte, durfte von der städt. Justiz nicht mehr festgenommen werden (Dom-Immunität). Öffnungszeiten: 9 - 17 Uhr, Sonntag 13.30 - 17 Uhr (April bis Oktober bis 19 bzw. 18 Uhr). Info: Verkehrsamt der Stadt Speyer, Telefon 06232 14-392. Internet: www.dom-speyer.de

Kaiserglocke
Neustadt/Weinstraße. Die größte Guss-Stahl-Glocke der Welt schlägt in der Stiftskirche in Neustadt. Sie wiegt rund 14 Tonnen. Dazu kommt der tonnenschwere Klöppel und das Joch für die Aufhängung im Turm. Die Glocke, 1949 in der Gießerei „Bochumer Verein“ hergestellt, hat einen Durchmesser von 3,21 Meter und eine Höhe von 2,88 Meter.

Kaiserslautern
Kreisfreie Stadt. 99.200 Einwohner, Fläche ca. 140 qkm, 240 m NN. Um 400 v. Chr. existierten in der Nähe der Stadt keltische, um 250 n. Chr. im Bereich der heutigen Innenstadt römische Siedlungen. In einer Urkunde von 850 wird erstmals der Königshof Lutra erwähnt, der wohl um 650 hier erbaut worden war. Geschichtliche Bedeutung erlangte das Dorf Lautern um 1152, als Kaiser Friedrich I. hier eine Kaiserpfalz errichten ließ. Der Kaiser hielt sich mehrmals in dem Palast auf, was der Stadt später zu dem Beinamen "Barbarossastadt" verhalf. 1276 verlieh König Rudolf von Habsburg die Stadtrechte. 1322 ist der Ortsname "Kayserslutern" urkundlich belegt. 1516 wurde das erste Rathaus erbaut. Erneuten Aufschwung erlebte die Stadt, als Pfalzgraf Johann Casimir 1569 auf den Grundmauern der zerstörten Kaiserpfalz ein Schloß erbauen ließ und selbst hierherzog. 1611 wütete die Pest. 1639 und nochmals 1703 wurde die Stadt von Franzosen besetzt. 1804 weilte Napoleon in der Stadt. 1816 fiel KL mit der gesamten Pfalz an Bayern. Der Bau der Kaiserstraße und der Anschluß an die Eisenbahnlinie verhalfen der Stadt im 19. Jhdt. zum wirtschaftlichen Aufschwung. 1870 hatte KL ca. 17.000 Einwohner, 1939 waren es rund 70.000. 1944/45 wurde die Stadt zu 2/3 zerstört. 1970 wurde die Universität gegründet. Sehenswertes: Rathaus (zweithöchstes Deutschlands), Stiftskirche (1320/60), Weinstube "Spinnrädl" (1740), Pfalztheater, Fruchthalle, Gartenschau, Altstadt, St. Martinskirche (Anfang 14. Jhdt.), Kaiserbrunnen, Theodor-Zink-Museum, Wadgasser Hof, Pfalzgalerie, Fritz-Walter-Stadion, Pfalzbibliothek, Pfalz, Kulturzentrum Kammgarn, Fußgängerzone, Gelterswoog, Humbergturm, Schlachtenturm, Tierpark Siegelbach, Bierkrugmuseum, Wildpark Betzenberg. Info: Tourist-Info, Telefon 0631 365-2317. Internet: www.kaiserslautern.de und www.kaiserslautern-kreis.de

Kaiserstraße
Schon in früheren Zeiten führte durch die Ebene des Landstuhler Bruchs eine Straße von Homburg/Saar an der Sickinger Höhe entlang über Landstuhl nach Kaiserslautern. Da sie vergleichsweise bequem zu begehen bzw. zu befahren war, wurde sie von Kaisern, Königen, Armeen und Händlern stark genutzt. Kaiser Napoleon wollte zu seiner Zeit eine Straße, die von Paris bis an den Rhein gehen sollte. So wurde die Straße Anfang des 19. Jahrhunderts von Homburg nach Kaiserslautern noch verbessert und über Kirchheimbolanden und Alzey bis nach Mainz an den Rhein weitergebaut. Die gut ausgebaute „Kaiserstraße“ (B 40) entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der verkehrsreichsten Straßen der Pfalz.

Kaisertafel
Speyer. Seit dem 2000-Jahr-Fest im Jahre 1990 findet jährlich dieses kulinarische Großereignis statt. Vor der historischen Kulisse zwischen Altpörtel und Dom sitzen tausende Besucher an der rund 800 Meter langen Tafel, um sich von den örtlichen Gastronomen verwöhnen zu lassen.

Kakteenland Steinfeld
Steinfeld, Wengelspfad 1. In dem Pflanzenparadies an der Südl. Weinstraße findet man rund 1.000 verschiedene Kakteenarten. Zur Auswahl stehen etwa eine halbe Million Exemplare, die nicht nur besichtigt, sondern auch gekauft werden können. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 - 18 Uhr, Samstag und Sonntag 9 - 17 Uhr. Von November bis Februar Montag bis Freitag 9 - 17 Uhr. Info: Telefon 06340 1299. Internet: www.kakteenland.de

Kalkbergwerk Königsberg
Wolfstein, an der B 270. In dem Besichtigungs-Kalkbergwerk ist noch bis 1967 produziert worden. Zunächst fährt man mit einer kleinen Gruben-Eisenbahn durch einen Stollen ins Innere des Bergwerkes. Auf dem Rundweg entdeckt man die unterschiedlichen Gesteinsschichten des Gebirges. Natürlich ist auch zu sehen, wie vor Ort das Gestein abgebaut worden ist. Die gewonnenen Einblicke in die bergmännische Arbeit werden über Tage durch eine Ausstellung und einen kurzen Film abgerundet. Das für Deutschland einmalige Kalkbergwerk ist ein Industriedenkmal von besonderem Rang. Öffnungszeiten: Ende März bis Anfang November sonn- und feiertags von 13 - 18 Uhr. Info: Verbandsgemeinde, Telefon 06304 9130.

Kalkofen (KIB)
nördlich von Rockenhausen, 209 Einwohner, 230 m NN, 1365 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Von der Hauptstraße des Weinbauortes zweigen romantische Gäßchen ab, in denen es schöne Fachwerkhäuser zu entdecken gibt. Die Ev. Kirche stammt aus dem Jahre 1803. Nördlich des Ortes kann man von weitem das Weinbergshaus (ca. 1840) sehen. Info: VG Alsenz-Obermoschel.

Kallstadt (DÜW)
nördlich von Bad Dürkheim an der Weinstraße, 1.169 Einwohner, 150 m NN, 824 erstmals urkundlich erwähnt, bekannter Weinort, der als Heimat des "Saumagens" gilt. Sehenswertes: Rathaus (1830), Löwenbrunnen (18. Jhdt.), Ev. Kirche St. Alban (1771), Winzerhöfe (16. - 19. Jhdt.). Info: VG Freinsheim. Internet: www.freinsheim.de

Kalmit
(westl. von Maikammer, südwestl. von Neustadt). 673 Meter hoher Berg nahe der Deutschen Weinstraße und dem Hambacher Schloß. Höchste Erhebung im Pfälzerwald. Wanderparkplatz. Auf dem Gipfel befinden sich ein Pfälzerwaldvereinshaus (am Wochenende und mittwochs bewirtschaftet), ein Aussichtsturm und eine Sendeanlage der Post.

Kandel (GER)
zwischen Wörth und Landau, Stadt, 8.409 Einwohner, 126 m NN, 1150 erstmals urkundlich erwähnt, bereits in fränkischer Zeit besiedelt, Stadt seit 1937. Sehenswertes: St. Georgsturm (1519), Bienwaldmuseum, Schwanenweiher, Mariengrotte im Pfarrgarten der St. Piuskirche, historisches Stadtbild mit vielen Fachwerkhäusern. Info: VG-Verwaltung, Telefon 07275 9600. Internet: www.vg-kandel.de

Kapellen-Drusweiler (SÜW)
2 km östlich von Bad Bergzabern, 929 Einwohner, 160 m NN, 1179 erstmals urkundlich erwähnt, Landwirtschaft und Weinbau, Info: VG Bad Bergzabern.

Kappeln (KUS)
nordwestlich von Lauterecken, 178 Einwohner, 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lauterecken

Kapsweyer (SÜW)
südlich von Bad Bergzabern, 1.016 Einwohner, 145 m NN, 1368 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Bad Bergzabern

Karlstal
Bei Trippstadt. Einzigartiges Wald- und Felsental. Die Moosalbe prägt mit tiefen Schluchten, kleinen Wasserfällen und ihrem windungsreichen Lauf das ursprüngliche Naturschutzgebiet. Der Name ist auf den kurpfälzischen Oberjägermeister Freiherr Karl Theodor von Hacke zurückzuführen, der von 1780 bis 1792 in Trippstadt residierte und sich um den Pfälzerwald verdient machte. Bezeichnungen wie "Eisenschmelz" oder "Oberhammer" erinnern an die Blütezeit der Eisenverhüttung und Eisenbearbeitung im 19. Jhdt. im Karlstal.

Käshofen (PS)
nördlich von Zweibrücken, 732 Einwohner, 360 m NN, 1177 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Katzenbach (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, 548 Einwohner, 1269 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: In der Siedlung Falkensaß südlich des Dorfes entdeckte man bei Ausgrabungen einen römischen Gutshof (villa rustica). Heute sind von den Ausgrabungen nur noch unbedeutende Mauerreste zu sehen. Allerdings hat man von dem Hügel eine schöne Sicht auf das Dorf. Im Ort selbst stehen mehrere Fachwerkhäuser und die Ev. Kirche (17 Jhdt.) mit einem Glockenturm mit Fachwerk (1754). Info: VG Rockenhausen

Katzweiler (KL)
ca. 10 km nördlich von Kaiserslautern an der B 270, 1.747 Einwohner, 1190 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Freilichtspiele Katzweiler. Info: VG Otterbach oder Katzweiler Touristik e.V., Alte Brücke 4, 67734 Katzweiler, Telefon 06301 8164. Internet: www.katzweiler-touristik.de

Keiper, Fritz
Der Pionier der Automobilbranche wurd am 15. März 1881 in Obermoschel geboren. Er erlernte zunächst den Beruf des Hufschmieds. In Hannover besuchte er die Meisterschule, die er mit Erfolg abschloss. Ab 1905 ging er in die Lehrmeisterschule in Berlin. Von den Zukunftsperspektiven des Automobils überzeugt, wechselte er die Branche und arbeitete als Reisender und Verkäufer für Wagenbaubeschläge. 1909 heiratete er seine Frau Käthe. 1911 meldete er das von ihm konstruierte „Keiper Verdeck“ zum Patent an. 1920 machte er sich in Remscheid selbständig, um mit einigen wenigen Mitarbeitern Beschläge und Scharniere für Fahrzeuge anzufertigen. Einige Jahre später stelle er auf industrielle Fertigung um. 1930 trat sein Schwiegersohn Wilhelm Putsch in das Unternehmen ein. Durch neue Erfindungen wie zum Beispiel einer Bremse für Fensterkurbelapparate (1932), Fensterheber (1936) oder einem Ruhesitzbeschlag (1937) machte sich Keiper einen Namen. Der Zweite Weltkrieg bedeutete für den Betrieb eine Zäsur, die Produktion wurde in die Nordpfalz verlagert. In Mannweiler-Cölln entstand ein Zweigwerk, das bis 1962 expandierte. Aus Platzmangel zog die Fa. Keiper 1965 nach Rockenhausen um. Nach dem Krieg konnten Keiper und Putsch das Unternehmen schnell wieder aufbauen. 1949 beschäftigten sie rund 200 Mitarbeiter. 1950 zog sich Fritz Keiper aus der Firma zurück, Wilhelm Putsch wurde sein Nachfolger. Fritz Keiper starb 1961, Wilhelm Putsch 1966. Dessen Söhne Friedrich Wilhelm und Ulrich Putsch übernahmen die Firmenleitung. Nach wie vor gehört Keiper-Recaro zu den führenden Unternehmen in der Pfalz.

Keltendorf
Steinbach. Am 28. März 2004 wurde die Anlage eröffnet. Die sechs Gebäude vermitteln einen Eindruck der Handwerkstechniken, mit denen die Kelten ihre Häuser bauten. Beim Bau halfen 30 Wandergesellinnen und Wandergesellen, die Gebäude in „keltischer“ Art, das heißt weitgehend ohne elektrische Werkzeuge, zu errichten. Vom ca. 11 m hohen Aussichtsturm kann man einen Blick auf den Donnersberg werfen. In den Häusern kann man u.a. lebensgroße Puppen in keltischer Tracht, einen Webstuhl, eine keltische Bettstatt, Tonwaren und Möbel besichtigen. Neben Führungen, bei denen man keltische Handwerksformen erlernen kann, sind am Wochenende wechselnde Aktionen im Angebot, wie z. B. Bogenschießen, Filzen, Pfeile bauen oder keltische Musik. In unmittelbarer Nähe des Keltendorfen existiert ein Keltengarten. Öffnungszeiten: Frühjahr bis Oktober samstags 11 – 17 Uhr, sonn- und feiertags 10 – 17 Uhr. Eintritt inkl. Führung und Getränk: 4,00 Euro, Kinder (4 – 12 Jahre) 2,00 Euro. Anreise: In der Ortsmitte von Steinbach sind Parkplätze ausgeschildert. Info: Donnersberg-Touristik-Verband, Telefon 06352 710183. Internet: www.donnersberg-touristik.de

Keltengarten
Steinbach. Ein Spaziergang durch den Keltengarten soll ein Erlebnis für alle Sinne sein: Betrachten, Schnuppern, Tasten, Horchen und Spielen. Es sind die Besonderheiten der Flora und Fauna der Donnersbergregion sowie Elemente der keltischen Kulur zu sehen. Gezeigt wird, wie die keltische Pflanzenwelt und Landwirtschaft ausgesehen haben könnten. Eine Herde von "Skudden", eine alte Schafrasse, lebt im Keltengarten. Öffnungszeiten: April bis 1. November Samstag 11 - 17 Uhr, SOnntag 10 - 17 Uhr. INFO: www.donnersberg-touristik.de

Keltenwall
Auf dem Donnersberg existieren Überreste eines ausgedehnten keltischen "Oppidums". Geschützt war die keltische Siedlung durch einen ca. 8,5 km langen Ringwall, ein aus Palisaden, Holzstämmen und Schlacken errichteter Befestigungswall. Ein Abschnitt des Keltenwalls wurde rekonstruiert. Eine „Pfosten-Schlitz-Mauer“ mit hinterschütteter Wallrampe wurde in Zimmermannstechnik ohne Eisennägel errichtet und bildet das statische Gerüst des Walls. Die Frontmauer ist zwischen den senkrecht stehenden Pfosten als Trockenmauer ohne Bindemittel mit Steinbrocken aufgeschichtet. Die Mauer dürfte damals etwa vier Meter gewesen sein. Der Keltenwall liegt nahe dem Parkplatz auf dem Donnersberg. Die heute noch erkennbaren Aufschüttungen in den Wäldern sind Reste des früheren Ringwalls.

Keltenweg
Ein archäologisch historischer Wanderweg auf dem Donnersberg. Informationstafeln erläutern charakteristische Merkmale der ehemaligen Keltensiedlung auf dem höchsten Berg der Pfalz. U.a. ist eine Rekonstruktion eines Keltenwalls zu sehen. Eine historische Wanderkarte mit vielen Bildern und ausführlichen Beschreibungen ist ebenfalls erhältlich. Info: Donnersberg-Touristik-Verband, Telefon 06352 1712.

Kerzenheim (KIB)
zwischen Eisenberg und Kirchheimbolanden, westlich von Grünstadt. 2.266 Einwohner (incl. OT Rosenthal), 252 m NN, 1264 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde gibt es noch Reste der ehemaligen Dorfmauer und eines Turmes. Historischen Wert haben das Rokoko-Rathaus (1775) und das Schultheißenhaus (1736). Die Prot. Pfarrkirche wurde 1783 nach den Plänen des nassau-weilburgischen Bauinspektors Johann Georg Christian Hess, dem Erbauer des Paulskirche in Frankfurt/Main, errichtet. In dieser Kirche ist der Zentralbaugedanke des prot. Kirchenbaus beispielhaft umgesetzt. Der frühklassizistische kreisrunde Bau hat eine Flachdecke (1925 erneut) und ein rundbogiges Portal. Die umlaufende Empore wird von acht toskanischen Eichenholzsäulen getragen. Künstlerisch interessant ist der südliche Vorbau (Risalit), der von vier rechteckigen toskanischen Pilasterpaaren eingefasst und mit einem Dreiecksgiebel gedeckt ist. Im Giebel ist das vergoldete Auge Gottes in einem Strahlenkranz in Stuck dargestellt. Auf dem Turm ist ein achtseitiger Spitzhelm mit Dachgauben aufgesetzt. Seit 1985 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Besuchenswert ist auf jeden Fall der Ortsteil Rosenthal mit der Ruine des Klosters Rosenthal und dem romantischen Weiher (siehe Rosenthal). Info: VG Eisenberg

Kessler, Adolf
Godramsteiner Maler, schuf u.a. die Freskogemälde in Annweiler.

Kieffer, Ludwig
Geboren 1894 und gestorben 1967 in Pirmasens. Der "Kieffer Lui" gilt noch heute als Pirmasenser Original. Der Autor schrieb u.a. zahlreiche Gedichte und auch ein Wörterbuch im "Bärmesenser" Dialekt.

Kienholzfest
Münchweiler/Rodalb. Kienholz ist ein stark harzendes Kiefernholz. Von ca. 1885 bis etwa 1914 spielte dieses Holz für den Ort eine große Rolle. Große Kienholzspäne, die man in dieser Gegend auch "Schliwwer" nennt, wurden gebündelt und in der Umgebung zum Preis von ca. 3 Pfennigen verkauft. Der Handel mit Kienholz diente damals als Nebenerwerb. Zur Erinnerung feiert Münchweiler seit 1979 jeweils an Pfingsten (Freitag bis Sonntag) das Kienholzfest.

Kindenheim (DÜW)
nördlich von Grünstadt, 1.035 Einwohner, 228 m NN, 817 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Ev. Kirche (1196/1509/1734/Turmneubau 1872), "Altes Backhaus" (Urgebäude bereits 1256 erwähnt), Judenfriedhof. Info: VG Grünstadt-Land

Kindsbach (KL)
12 km westlich von Kaiserslautern an der B 40, 2.503 Einwohner, 247 m NN, 1265 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Bärenlochweiher Info: VG Landstuhl

Kirchheim/Weinstraße (DÜW)
südlich von Grünstadt an der Weinstraße, am Eckbach, 1.743 Einwohner, 164 m NN, 764 erstmals urkundlich erwähnt. Funde aus der Steinzeit sowie aus römischer und fränkischer Zeit belegen eine frühzeitige Besiedlung dieser Gegend. Weinbau. Angehörige der Familie "de Savigny" stammen von hier. Sehenswertes: Ev. Kirche (16. Jhdt./Turm 1761) mit Barockorgel aus 18. Jhdt., Kath. Kirche (1928), 200 - 300 Jahre alte Winzerhöfe in der Hauptstraße. Info: VG Grünstadt-Land

Kirchheimbolanden (KIB)
nordöstlich von Kaiserslautern, 7.977 Einwohner, 250 m NN, 774 erstmals urkundlich erwähnt, 1368 zur Stadt erhoben, seit 1969 Sitz der Kreisverwaltung für den Donnersbergkreis und seit 1971 Verwaltungszentrum für die VG Kirchheimbolanden. Sehenswertes: Das ehemalige Schloß des Fürsten Karl August von Nassau-Weilburg wurde zwischen 1738 und 1740 durch d'Hauberat, den Erbauer des Mannheimer Schlosses, errichtet. Erhalten ist nur noch der Ostflügel, der mittlerweile Bestandteil eines Seniorenheims ist. In dem teilweise noch vorhandenen Schloßgarten mit dem Ballhaus (1752) und Orangerie (1776) findet man eine interessante Flora. Das Südportal ist ein Hoftor des alten Schlosses. Das Hauptportal zeigt das Monogramm des Fürsten Karl August. Die von Julius von Rothweil konzipierte Schloßkirche (1739 - 44) enthält eine Fürstenloge und eine Orgel des berühmten Orgelbauers Stumm (1745), auf der Mozart 1778 spielte (siehe Paulskirche). 1368 hat Kirchheimbolanden die Stadtrechte erhalten. Von der damals erbauten Stadtbefestigung sind noch Teile erhalten, z. B. der Rote Turm, der Graue Turm, der Stadthausturm, der Pulverturm und der Vorstadtturm. Die Peterskirche entstand etwa in der zweiten Hälfte des 14. Jhdts. als Erweiterung einer älteren Kirche. Bis zur Reformation hieß sie St. Remigiuskirche, bis sie 1738 an die Reformierten verkauft wurde. Vermutlich war sie bis zum Bau der Stadtmauer eine Wehrkirche, bei der der Turm als Zufluchtsstätte diente. In der Kirche sind der Stadtgründer Heinrich II. von Spanheim (gest. 1393) und seine Gemahlin sowie in einem Grabgewölbe vor dem Altar Fürstin Caroline mit drei Kindern beigesetzt. Vom Wartturm (15. Jhdt.) auf dem Schillerhain kann man einen Blick auf die Stadt werfen. Im Heimatmuseum ist die Stadtgeschichte dokumentiert. Der Freischarenrundweg erinnert an die Revolution 1848/49. Zum Freizeitangebot gehört u.a. ein Hallen- und Freizeitbad. Info: Donnersberg-Touristik-Verband, Telefon 06352 1712 Internet: www.donnersberg-touristik.de, www.kirchheimbolanden.de.

Kirrweiler (KUS)
südwestlich von Lauterecken, 194 Einwohner, 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lauterecken

Kirrweiler (SÜW)
nordöstlich von Edenkoben, 2.052 Einwohner, 145 m NN, 1201 erstmals urkundlich erwähnt, historischer Weinort. Sehenswertes: Friedhofskapelle (1765; frühere Wallfahrtskirche), Ortsummauerung, Amtshaus des einstigen Oberamtes Kirrweiler, frühere Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Speyer. Info: VG Maikammer.

Kleinbundenbach (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 443 Einwohner, 340 m NN, 1177 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Kleine Kalmit
Naturdenkmal bei Landau-Arzheim. 270 m hohe Kalkscholle, auf der verschiedene Orchideenarten und seltene Pflanzen der Kalkflora wachsen. Naturschutzgebiet.

Kleiner Humberg
Berg (399 m) südöstlich von Kaiserslautern

Kleinfischlingen (SÜW)
Die kleine Weinbaugemeinde liegt 5 km südöstlich von Edenkoben, 310 Einwohner, 772 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Reste einer Wasserburg, Ev. Kirche mit Fresken aus dem 15. Jhdt. Info: VG Edenkoben Internet: www.kleinfischlingen.de

Kleinkarlbach (DÜW)
südlich von Grünstadt, 904 Einwohner, 170 m NN, 771 erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund von Funden muß die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt gewesen sein. "Dorf der Brunnen und Mühlen". Sehenswertes: Mühlenpfad am Eckbach, Mühlensteine im Ortskern, Ev. Kirche (Spätgotik, Schiff 1753), Altes Rathaus (1840 von August von Voit im spätklassizistischen Stil erbaut). Info: VG Grünstadt-Land

Kleinniedesheim (LU)
südlich von Worms, 899 Einwohner, 1199 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Schloß (1736) mit Park und Pavillon. Info: VG Hessheim

Kleinsteinhausen (PS)
westlich von Pirmasens, 876 Einwohner, 325 m NN, 1250 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Klettern
Die Südpfalz (Wasgau) ist eines der bedeutendsten Sandsteinklettergebiete in Westeuropa mit bis zu 60 m hohen Felswänden und über 4.000 Kletterrouten. Das Jahr 1903 wird als Geburtsstunde für das sportliche Klettern im Wasgau-Felsenland angesehen. Karl und Oskar Mugler erstiegen ohne externe Hilfsmittel den Gipfel des Rödelsteins bei Vorderweidenthal. Zwar erkletterten Georg Schmidt und Christian Zöppritz bereits am 3. Juni 1860 mit dem Asselstein den mächtigsten südpfälzischen Felsen, benutzten dabei aber Holzleitern und angelegte Baumstämme. Seit 1919 gibt es die VEREINIGUNG DER PFÄLZER KLETTERER E.V. Der Verein hat das Ziel, den Klettersport zu erhalten und zu fördern. Dazu gehören vielfältige Aufgaben wie das Anbringen von Sicherungs- und Abseilringen, Ausarbeiten und Dokumentieren von Kletterrouten, umfassende Information der aktiven Kletterer, Auflegen von Gipfelbüchern oder das Erbauen von Kletterhütten. Gleichzeitig bemüht sich der Verein, Klettern, Natur und Sport in Einklang zu bringen. Insofern hat die Vereinigung die Entwicklung des Klettersports in der Pfalz maßgeblich mitgeprägt. Info: www.pfaelzer-kletterer.de

Klingenmünster (SÜW)
Vier Kilometer nördlich von Bad Bergzabern, 2.398 Einwohner, 190 m NN, im 8. Jhdt. erstmals urkundlich erwähnt, anerkannter Erholungsort an der Weinstraße, Sitz des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie. Sehenswertes: Burg Landeck, alter Ortskern, August-Becker-Denkmal, August-Becker-Museum, Reste des Klosters, Nikolauskapelle (um 1200), Martinsturm. Info: Verein für Fremdenverkehr, Wein und Kultur e.V., Telefon 06349 928092 oder VG Bad Bergzabern

Kloster Eußerthal
Eußerthal. Historische Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei. Das Kloster wurde 1148 von Ritter Stephan von Mörlheim gegründet. Die Kirche wurde 1262 geweiht. Die Mönche waren im 12./13. Jhdt. Kapläne und Hüter der Reichskleinodien auf der Burg Trifels. 1561 aufgelöst. 1665 hier angesiedelte Flüchtlinge aus Piemont trugen zur Entwicklung des Ortes bei. In der Klosterkirche finden alljährlich Konzerte statt. Info: Kath. Pfarramt, Telefon 06345 3551.

Kloster Hane
Bolanden, Klosterhof 1 – 4. Werner I. von Bolanden gründete um 1120 nahe seiner Burg Bolanden das Augustinerchorherrenstift. 1129 übertrug er das Kloster an den Erzbischof zu Mainz, von dem er als Vogt eingesetzt wurde. Durch Schenkungen und die Aufnahme adeliger Töchter blühte das Stift im 13. Jh. auf, verarmte im 14. Jh. aber zunehmend. Die Anlage trug im Pfälz. Bauernkrieg (1525), im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) und im Pfälz. Erbfolgekrieg (1689) starke Beschädigungen davon, so dass der Klosterbetrieb 1706 endgültig aufgelöst wurde. Danach waren die Gebäude u.a. im (weltlichen) Besitz des Speyerer Bürgermeisters Hilgard (ab 1821) und seit 1850 der Fam. Stauffer. Seit 1957 wurden Teile der Anlage umfassend renoviert. Die ursprüngliche Basilika entstand in rheinischer Bautradition und nach cluniazensichem Vorbild, d.h. maßvoll, klar und einfach. Mit einem dreifach gewölbten Chor, eingezogener Hauptapsis, weit ausladendem Querhaus mit nach Osten vorgelagerten querrechteckigen Kapellen und einem Langhaus in sechs Arkaden bildete die dreischiffige Pfeilerbasilika in ihrer Form ein lateinisches Kreuz. Die Gesamtlänge betrug ca. 46 m. Nach 1487 baute man das Gotteshaus zu einer zweischiffig symmetrischen Hallenkirche mit spitzbogigen Fenstern und Strebepfeilern um. Seit der Renovierung wird die ehem. Kirche für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Weiterhin sind noch Teile des ehem. Wirtschaftshofes und der früher um den Kreuzgang gruppierten Konventsgebäude erhalten. Diese wurden zwar in den vergangenen Jahrhunderten u.a. zur landwirtschaftlichen Nutzung gravierend umgebaut. Trotzdem ist das historische Erscheinungsbild der früheren Klosteranlage mit ihrer im Kern mittelalterlichen Baustruktur noch gut erkennbar. Anfahrt: Von der B 40 zwischen Kirchheimbolanden und Dreisen nach Bolanden abfahren, auf der Hauptstraße den Ort durchqueren, kurz vorm Ortsausgang rechts ab (Hinweisschild). Öffnungszeiten: nach Vereinbarung. Auskunft: Heimatverein, Telefon 06352 5388.

Kloster Höningen
Altleiningen, OT Höningen. Das Kloster wurde 1120 von Graf Emich II. von Leiningen und seiner Frau gegründet. Das Ehepaar ist 1142 in der Klosterkirche beigesetzt worden. Bis 1569 wirkten hier die Augustinerchorherren. Nach der Zerstörung durch einen Brand ließ Graf Philipp I. das Kloster 1573 wieder in Stand setzen und gründete darin eine Lateinische Schule, die 1729 nach Grünstadt verlegt wurde (heute "Leininger Gymnasium"). Reste des Klosters sowie die St. Jakob-Kirche (12. Jhdt.) sind noch zu sehen.

Kloster Hornbach
Hornbach. Unter dem Schutz des Frankenherrschers Karl Martell (siehe Geschichte 7./8. Jhdt.) gründete der Hl. Pirminius u.a. um 742 eine Benediktiner-Abtei in der Gegend von Hornbach. Von hier aus wurde die Pfalz christianisiert. Pirminius gilt als Gründer von Pirmasens. Die Abtei wurde 1558 aufgehoben. 1954 hat man das Felsengrab des 753 verstorbenen Glaubensboten wieder entdeckt und freigelegt. Eine Kapelle schützt das Grab vor dem Verfall. Das Kloster war im Mittelalter ein kultureller Mittelpunkt Südwestdeutschlands. Info: Telefon 06338 387 (Fr. Lauer) oder 268 (Hr. Schwarz).

Kloster Limburg
Bei Bad Dürkheim. Die Limburg ist eines der bedeutendsten Denkmäler frühsalischer Baukunst. Selbst als Ruine läßt sie erkennen, welch geschichtsträchtiges Bauwerk sie war und welche Macht von dieser ehemaligen Benediktinerabtei ausgegangen ist. Wie durch Grabfunde belegt ist, war der Berg bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. Auch eine römische Ansiedlung läßt sich nachweisen. Aus Anlaß der Krönung des späteren deutschen Kaisers Konrad II. zum deutschen König wurde 1025 an der Stelle der salischen Burg ein Kloster gegründet. Die Kirche wurde 1042 geweiht, ab 1574 verfiel das Kloster. Seit 1973 laufen hier umfassende Restaurierungsarbeiten, interessante Teile des Klosters, wie z.B. die Krypta mit ihren Kreuzgewölben oder der gotische Treppenturm, sind wieder instandgesetzt worden. Anfahrt: Zu Fuß erreicht man die Limburg vom Ortsteil Bad Dürkheim-Grethen aus über einen Weg, der an der evangelischen Kirche beginnt. Man kann aber auch mit dem PKW (gut beschildert) bis auf einen Parkplatz direkt an der Ruine fahren. Von April bis Oktober wird jeden Donnerstag um 15 Uhr (außer an Feiertagen) eine Führung angeboten. Treffpunkt am Brunnen der Burg. Info: Aktion Limburg e.V., Telefon 06322 66380 oder Tourist-Info, Telefon 935-156.

Kloster Otterberg
Otterberg. Seit 1143 existierte in der Stadt eine Zisterzienserabtei. In seiner Blütezeit (13. Jhdt.) verfügte das Kloster über Besitzungen in rund 250 Orten im pfälzisch-rheinhessischen Raum. Mit der Zerstörung im Bauernkrieg (1525) begann das Ende der Abtei, ehe sie Kurfürst Friedrich III. 1561 aufhob. Die Abteikirche wird von Experten als bedeutendster Kirchenbau der Pfalz nach dem Speyerer Dom angesehen. Nach der Grundsteinlegung in 1168 baute man rund 90 Jahre an der z. T. spätromanischen und z. T. frühgotischen Kirche. Der Sandsteinbau - nach Zisterzienserart turmlos - wirkt von außen recht schlicht, aber trotzdem sehr monumental (79,5 m lang, 36 m breit, 20,5 m hoch). Wegen der Anordnung des Simultaneums durch Kurfürst Johann Wilhelm zog man 1708 in der Kirche eine Trennmauer hoch: den Reformierten gehörte das Langhaus, den Katholiken Querhaus und Chor. Die Mauer teilte den Bau bis 1980.

Kloster Rosenthal
Kerzenheim-Rosenthal. Die südlich von Göllheim gelegene Zisterzienserinnen-Abtei St. Maria wurde 1241 von Graf Eberhard II. von Eberstein, dem Besitzer der Herrschaft Stauf, gegründet. Die Kirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und 1261 geweiht. Viele Töchter des Landadels traten in das Kloster ein, das sich außer Erziehungsaufgaben auch dem Landbau und seiner Verbesserung widmete. Es hatte manche Privilegien: Die Nonnen durften die Vorsteherin frei wählen, waren von jedem weltlichen Gericht und jeder geistlichen Besteuerung befreit. Das Kloster wurde vom Landadel unterstützt und beschenkt und erreichte eine hohe Blüte. König Adolf von Nassau, der 1298 in der Schlacht am Hasenbühl fiel, ruhte 11 Jahre in der Klosterkirche, bis er im Speyerer Dom beigesetzt werden konnte. Ende des 15. Jhdts. wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Dem Kloster standen 14 Äbtissinnen vor, bis es im Bauernkrieg (1525) verwüstet und 1572 durch Graf Philipp IV. von Nassau-Saarbrücken endgültig aufgelöst wurde. Von der einschiffigen Abteikirche sind Reste der Seitenmauern mit Strebepfeilern und der westliche Giebel erhalten, der das für Rosenthal charakteristische Türmchen mit dem Steinhaubendach trägt. Grabplatten von Äbtissinnen und Stiftern stehen an den Seitenmauern der Kirche. Es existiert ein kleines Museum mit Exponaten zur Geschichte des Kloster und mit einem Miniaturnachbau. Öffnungszeiten: Samstag, Sonn- und Feiertag 13 – 18 Uhr, sonst Schlüssel bei Haus Nummer 43. Info: Telefon 06351 8366 oder 42839.

Kloster Seebach
Bad Dürkheim-Seebach. Ehemaliges Benediktinerinnenkloster, bedeutender romanischer Bau, 1136 erstmals erwähnt. Hier wohnten vorwiegend adelige Töchter. Das Langhaus der Kirche wurde 1471 zerstört, 1591 nahm das klösterliche Leben sein Ende.

Kneipp-Wanderweg
1997 wurde der erste Kneipp-Wanderweg in Rheinland-Pfalz eingeweiht. Der 256 km lange Rundweg führt über bereits angelegte Wanderwege durch die Pfalz von Dannenfels im Norden bis an die deutsch-elsässische Grenze im Süden. Orientieren kann man sich an den Wegmarkierungen des Pfälzerwald-Vereins. Auf der Strecke findet man rund 50 Kneippeinrichtungen. Da die Kneipptherapie neben der Bewegung und den Wasseranwendungen auch auf einer gesunden Ernährung basiert, gibt es entlang der Strecke zahlreiche Restaurants, die auf einer besonderen Speisekarte Vollwertgerichte anbieten.

Knittelsheim (GER)
östlich von Landau, 976 Einwohner, 808 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Bellheim

Knopp-Labach (PS)
zwischen Zweibrücken und Landstuhl, 485 Einwohner, 355 m NN, 1264 erstmals urkundlich erwähnt (Labach). Der Ortsteil Knopp belegte 2000 im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ im Gebiet Rheinhessen-Pfalz den 1. Platz, war also der schönste pfälzische Ort. Info: VG Wallhalben

Knöringen (SÜW)
nordwestlich von Landau, 469 Einwohner, 165 m NN, 775 erstmals urkundlich erwähnt. Die Entstehung des Weinortes reicht bis ins 6. Jhdt. zurück. Info: VG Landau-Land

K.-O.-Braun-Museum
Ludwigshafen-Oppau, Edigheimer Straße 26 (Rathaus am Georg-Hüter-Platz). Sammlungen zur Vor-, Früh- und Ortsgeschichte sowie zur bäuerlichen Kultur in der Pfalz. Zahlreiche Möbelstücke und Alltagsgegenstände spigeln die Wohn- und Arbeitswelten früher Generationen wider. Natürlich befasst sich die Einrichtung auch mit der Bedeutung der BASF für die hiesigen Menschen.Öffnungszeiten: Sonntag 10 - 13 und 14 - 17 Uhr (August geschlossen). Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 0621 504-2573.

Koeberlin, Matthias
Der Schauspieler wurde 1974 in Kriegsfeld geboren, wo er auch seine Jugend verbrachte. Im Jahr 2000 erhielt er für seine Rolle in dem Film „Ben & Maria – Liebe auf den zweiten Blick“ den 1. Günter-Strack-Fernsehpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Im April 2002 verkörperte er in dem ZDF-Mehrteiler „Liebesau – die andere Heimat“ den jungen Karli.

Kohl, Heinrich
Geboren 1873 in Landau, gestorben 1936 in Neustadt. Der als „großer Wanderer“ bekannte ehem. Bankdirektor und Kommerzienrat war einer der fünf Mitbegründer des Pfälzerwald-Vereins. Er schuf eine Wanderkarte für die Pfalz, gab den Anstoss für die Wanderwegemarkierungen, plante die Errichtung von Hütten, Waldhäusern und Türmen, regte Lehrwanderungen an, war Hauptinitiator für den Bau der Wetterwarte auf der Kalmit und den Bau des Lindelbrunnhauses. In der Marktstraße in Landau ist eine Gedenktafel angebracht.

Kohl, Dr. Helmut
Der Politiker wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren. 1950 Abitur, 1950 - 1958 Studium der Rechts-, Sozial- und Staatswissenschaften sowie Geschichte. 1958 Promotion zum Dr. phil., 1959 - 1969 Referent beim Verband der Chemischen Industrie in Ludwigshafen. Seit 1947 Mitglied der CDU, 1959 - 1976 Mitglied des Landtages RLP, 1969 - 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1973 Bundesvorsitzender der CDU, seit 1976 Mitglied des deutschen Bundestages, von 1982 bis 1998 Bundeskanzler.

Kohlmeyer, Werner
Der Fußballspieler wurde am 19.10.1924 geboren, er starb am 26. März 1974. In der Zeit von 1941 bis 1957 (mit Kriegunterbrechungen) bestritt er 332 Spiele (20 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern und 22 Länderspiele. Er errang 1951 und 1953 mit dem 1. FCK die Deutsche Meisterschaft und 1954 mit dem Nationalteam den Weltmeisterschaftstitel.

Kollweiler (KL)
nördlich von Ramstein-Miesenbach, 410 Einwohner, 347 m NN, 1321 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Weilerbach

Königsberg
Berg südwestlich von Wolfstein, 568 m, bis Anfang des 20. Jhdts. wurde hier Quecksilber abgebaut. An der Nordseite gegen Aschbach ist die einzige Schwerspatgrube der Pfalz.

Königskreuzdenkmal
Göllheim. Bei der Schlacht am Hasenbühl bei Göllheim am 2. Juli 1298 besiegte Albrecht von Österreich den Gegenkönig Adolf von Nassau. Diese Auseinandersetzung gilt als letzte gepanzerte Ritterschlacht in Europa. Hintergrund: 1292 war Graf Adolf von Nassau durch die Kurfürsten zum deutschen König gewählt worden. Unter dem Vorwurf des mehrmaligen Landfriedensbruchs, ungerechtfertigter Streitigkeiten mit der Geistlichkeit und politischer Unfähigkeit wurde Adolf am 23. Juni 1298 abgesetzt. Zum neuen König wählten die Kurfürsten Albrecht von Österreich. Adolf wollte diese Entscheidung nicht hinnehmen. Er suchte die Entscheidung über die Königswürde in einer Schlacht. Am 2. Juli 1298 trafen die Truppen der beiden Könige auf dem Hasenbühl aufeinander. Adolf v. Nassau, dessen Heer unterlag, fiel in dem Kampf. Sein Leichnam wurde zunächst im Kloster Rosenthal beigesetzt, später in den Speyerer Dom überführt. Zur Erinnerung an den gefallenen König Adolf von Nassau ließ dessen Witwe auf dem Hasenbühl ein Kreuz errichten. Zum Schutz vor dem Verfall wurde das Kreuz 1850 in eine neugotische Kapelle gestellt. Den Plan für die Kapelle entwarf August von Voit. Über dem Portal des Königskreuzdenkmals erkennt man die aus Eisen gegossenen Wappen von Bayern, Nassau, Pfalz und Trier, den Verbündeten Adolfs von Nassau. Anfahrt: A 63 – Abfahrt Göllheim – auf B 47 Rg. Eisenberg/Göllheim -–Abbiegen nach Göllheim – im Kreisel Rg. Ortsmitte – Dreisener Straße – nach ca. 300 m am BMW-Autohaus rechts ab in die Königkreuzstraße – nach ca. 200 m auf der linken Seite.

Konken (KUS)
südwestlich von Kusel, nahe der A 62, 799 Einwohner, 340 m NN. Sehenswertes: Konker Warte (414 m) mit Aussicht übers Nordpfälz. Bergland. Info: VG Kusel

Körborn (KUS)
nordwestlich von Kusel, 356 Einwohner, 370 m NN, 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kusel

Kottweiler-Schwanden (KL)
nördlich von Landstuhl, 1.401 Einwohner, 1349 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Ramstein-Miesenbach

Krähenberg (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 166 Einwohner, 370 m NN, 1589 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Wallhalben

Krämer, Julius
geboren 1901, gestorben 1987. War von 1954 bis 1981 erster Bearbeiter des Pfälzischen Wörterbuchs.

Kraus, Heinrich
Geboren 1932 in St. Ingbert, wohnt in Bruchmühlbach-Miesau. Erfolgreicher Autor, der einen Großteil seiner Werke in pfälzer Mundart verfasst. Er schreibt u.a. Hörspiele, Romane, Gedichte, Theaterstücke und Fernsehspiele, z.B. "Unser Babbe drowwe im Himmel" oder "De Sultan vom Westrich".

Kreimbach-Kaulbach (KUS)
nordwestlich von Kaiserslautern, an der B 270, 965 Einwohner, 200 m NN, 1309 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert: Nördlich des Ortes auf dem Kreimberg (392 m NN) liegt die „Heidenburg“, Reste einer spätrömischen Siedlung aus dem 4. Jahrhundert u.a. mit Ringmauer, Schutzbau, Zisterne. Mehrere Vorwälle und Spuren einer spätkeltischen Befestigung bezeugen, dass hier bereits 200 v. Chr. Menschen wohnten. Info: VG Wolfstein

Kreuter, Karl
Geboren 1876 in Hauenstein, gestorben 1965. Volksschullehrer und Heimatschriftsteller.

Kreuzkapelle
Winnweiler. 1727/28 ließ der lothringische Oberamtmann Freiherr von Langen auf dem Berg über Winnweiler eine kleine Kapelle errichten. Es entwickelten sich bedeutende Wallfahrten dorthin, Eremiten ließen sich nieder. 1764 erbaute der Eremit Bruder Franz Lück die heutige, größere Kreuzkapelle, im Volksmund auch Wendelinus- bzw. Maria-Theresienkapelle genannt. Das Kaiserhaus steuerte nämlich Geld und Holz zu dem Umbau bei, Kaiserin Maria Theresie stiftete sogar ein Messgewand. Direkt an die Kapelle wurde eine Eremitage angebaut. Diese ist nach wie vor bewohnt. 1840 entstand der heute noch vorhandene Turm. 1997/98 wurde die Kapelle umfassend renoviert. Die Innenausstattung stammt aber im wesentlichen noch aus der Erbauerzeit Mitte des 18. Jhdts. Auch die exponierte Lage mit Blick über Winnweiler lohnt auf jeden Fall einen Abstecher zu dieser Kapelle. Besichtigung: Die Kapelle ist normalerweise geschlossen. Aber Reinhold Ritthaler, der in der Eremitage wohnt, freut sich über Besuch und schließt die Kapelle gerne auf. Vorher kurz anrufen und Bescheid sagen, dass man vorbeikommt. Auskunft: Reinhold Ritthaler, Telefon 06302 2887. Lage: Auf der B 48 nach Winnweiler, Abfahrt Winnweiler Ortsmitte. Die erste Straße links Richtung Imsbach und gleich wieder links auf den Falkensteiner Weg (Richtung Forstamt). Bergan, oben am Berg nochmals rechts ab auf dem befestigten Waldweg zur Kapelle.

Krickenbach (KL)
südwestlich von Kaiserslautern, nahe der B 270, 1.210 Einwohner, 1371 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Kaiserslautern-Süd

Kriegsfeld (KIB)
nordwestlich von Kirchheimbolanden, 1.107 Einwohner, am Kriegsbach, um 900 erstmals urkundlich erwähnt, 320 – 340 m NN. Mehr als die Hälfte der zum Ort gehörenden Fläche ist mit Wald bedeckt, etwa ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt. Zum Ort gehört der Weiler Schniftenbergerhof. Sehenswertes: Der Ortskern ist als Kulturdenkmalzone ausgewiesen. Er zeigt die für die Nordpfalz typische Formenvielfalt wie Streck-, Haken- und Dreiseithöfe. Einige Barockhäuser, zum Teil mit Fachwerk (18. Jhdt.), zieren den Ort. Weitere Kulturdenkmäler sind das Kriegerdenkmal und der Ziehbrunnen. Zur Gemeinde gehören zwei Kirchen: Die Ev. Kirche (1607/1722) mit einem romanischen Chorturm und Malereien (17. Jhdt.) sowie die Kath. Kirche St. Matthäus. Info: VG Kirchheimbolanden. Internet: www.kirchheimbolanden.de

Krimhildenstuhl
Bad Dürkheim: Nahe der Klinik Sonnenwende wurde ein ehemaliger römischer Steinbruch freigelegt, der Krimhildenstuhl. Wie Inschriften belegen, war er der Steinbruch der in Mainz stationierten XXII. Legion. Unter anderem wurden Arbeitsanweisungen, Weiheinschriften und rund 40 Felszeichnungen entdeckt. Damit ist der Krimhildenstuhl ein ganz außergewöhnliches Kulturdenkmal.

Kröher, Hein und Oss
Geboren (17. September 1927) und wohnhaft in Pirmasens. Die Volkssänger und Liederforscher (über 20 Alben und über 2.000 Konzerte) treten mit ihren Liedern für Freiheit und Gerechtigkeit auf. Sie gelten, so Ministerpräsident Kurt Beck, als pfälzisches Urgestein und herausragende Repräsentanten der deutschen Folkszene. Mit unermüdlicher Schaffenskraft hätten sie sich für die Erneuerung und Verbreitung des volkstümlichen, demokratischen Liedguts engagiert. Zu ihrem rund 1500 Lieder umfassenden Repertoire zählen z. B. Stücke von Bertolt Brecht, Fernwehsongs, Soldaten-, Arbeiter-, Volks-, Freiheits-, Cowboy- und Partisanenlieder. Als Schriftsteller haben sich die typischen Pirmasenser ebenfalls einen Namen gemacht. 1991 haben die Zwillinge "Die Liederpfalz" herausgegeben, eine umfassende Sammlung von Liedern, die in der Pfalz gesungen werden. Für Ihre Wirken wurden sie mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Kröppen (PS)
südwestlich von Pirmasens nahe der franz. Grenze, 781 Einwohner, 380 m NN, 1313 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert: Grabhügel im Stausteiner Wald. Info: VG Pirmasens-Land

Krottelbach (KUS)
südwestlich von Kusel, 782 Einwohner, 1357 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Glan-Münchweiler

Kuckucksbähnel (siehe Eisenbahnmuseum)
Seit 1984 fährt der historische Dampfzug auf einer Jahre zuvor stillgelegten Strecke durch das Elmsteiner Tal. Mit rund 480.000 Personen, die in den ersten zwanzig Jahren transportiert wurden, ist der Dampfzug, übrigens die erste Museumsbahn in Rheinland-Pfalz, zu einer richtigen Freizeitattraktion geworden. Den Fahrplan findet man im Internet unter www.eisenbahnmuseum-neustadt.de. 2006 transportierte die Bahn knapp 33.000 Fahrgäste.

Kuhardt (GER)
zwischen Germersheim und Wörth, 1.897 Einwohner, 1103 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum. Info: VG Rülzheim. Internet: www.ruelzheim.de

Kulinarische Landstraße
im Landkreis Kusel. Info: Tourist-Info, Trierer Str. 41, 66869 Kusel, Telefon (06381) 42 22 70, Internet: www.kuseler-musikantenland.de

Kultursommer Rheinland-Pfalz
1992 startete der Kultursommer als Initiative der Landesregierung Rheinland-Pfalz, angesiedelt im zuständigen Ministerium. Seit 1993 hat der Kultursommer ein jährlich wechselndes Motto. Der offizielle Auftakt findet jeweils an einem Wochenende im Mai und immer in einer anderen Stadt statt, danach folgen mehrere hundert Veranstaltungen im gesamten Bundesland. Im Juli 1994 wurde aus der Initiative ein eingetragener Verein. Kultursommer Rheinland-Pfalz will mit einem landesweiten, spartenübergreifenden Kulturangebot die rheinland-pfälzische Kunst- und Kulturszene präsentieren und fördern, den Bürgern und Gästen des Landes ein Kulturprogramm bieten, das es so nur in Rheinland-Pfalz gibt. Der Verein ermöglicht niveauvolle Kulturveranstaltungen abseits städtischer Zentren in der Fläche des Landes, bei denen die freie Kunst- und Kulturszene besonders gefördert wird. Dabei werden kulturhistorische Stätten als Spielstätten genutzt. Alle Veranstaltungen werden in ein gemeinsames Darstellungskonzept eingebunden. Internet: www.kultursommer.de

Kulturzentrum Herrenhof
Neustadt-Mußbach, An der Eselshaut 18. Regionale und zeitgenössische internationale Kunst, Kunsthandwerk, Dichterlesungen, Kammerkonzerte. Offen: Mittwoch 18 - 20 Uhr, Samstag 14 - 18 Uhr, Sonntag 11 - 18 Uhr. Info: Telefon 06321 66772.

Kulturzentrum Kammgarn
Kaiserslautern (in der Stadt an der B 40, nähe Rathaus). Experimentierfreudige Studiobühne in der mittlerweile stillgelegten Fabrik der 1857 gegründeten Kammgarnspinnerei. Vielfältiges Monatsprogramm. Info: Telefon 0631 852-2548 oder 73021.

Kuntz, Hermann (1916 - 1996)
Geboren (1916) und gestorben (1996) in Mannweiler-Cölln. Autor, Zeichner, begleitete zahlreiche Ehrenämter in landwirtschaftlichen und kommunalen Gremien.

Kurpfalz-Park
Wachenheim/Weinstraße. Attraktionen des großflächigen, 70 Hektar großen Wild- und Erlebnisparks im Pfälzerwald sind u.a. die 600 m lange Rollerbobbahn, die Schwanenbootflotte, Bumperboats, Schwebesessellift, Kurpfalz-Express, Abenteuerspielplatz, Wildpark und zeitweise die Greifvogel-Freiflugschau. Öffnungszeiten: Der Park ist von April bis Oktober täglich ab 9.00 Uhr geöffnet. Der Wildpark ist ganzjährig, also auch außerhalb der Saison zugänglich. Info: Telefon 06325 2077 Internet: www.kurpfalz-park.de

Kusel (KUS)
nordwestlich von Kaiserslautern, 5.216 Einwohner, 226 m NN. Der Ortsname (kelt. Cosla = Einengung) zeugt vom keltischen Ursprung der Stadt. Funde belegen, daß hier auch Römer angesiedelt waren. Während der Frankenzeit bestand ein Königshof, der um 750 in einen Klosterhof umgewandelt wurde. Die Grafen von Veldenz förderten die Entwicklung des Ortes. 1346 erhielt Kusel Stadtrechte. Sehenswertes: Fritz-Wunderlich-Gedenkzimmer, Heimatmuseum, Druckereimuseum, Bade- und Freizeitpark. Info: Tourist-Info, Telefon 06381 424-270. Internet: www.kuseler-musikantenland.de