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Falkenstein (KIB)
südwestlich von Kirchheimbolanden, nördlich von Winnweiler, 227 Einwohner, 390 m NN, 1019 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Die Fahrt nach Falkenstein durch das Falkensteiner Tal mit den Felsenschluchten und Höhlen ist ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Das Dorf schmiegt sich an den Berg mit der Burgruine Falkenstein als Blickfang. Vereinzelt sind noch Teile der spätmittelalterlichen Ortsbefestigung. Ein Merkmal des Ortes ist auch der freistehende Prot. Glockenturm, ein quadratischer, dreigeschossiger Sandsteinquaderbau von 1896. Info: VG-Verwaltung Winnweiler

Fanck, Arnold
geboren 1889 in Frankenthal, gestorben 1974 in Freiburg (Breisgau), Filmregisseur und Produzent, gilt als Pionier im Genre Heimat-, Berg- und Naturfilm. Er entdeckte Schauspieler wie Luis Trenker, Brigitte Horney und Leni Riefenstahl. Seine erfolgreichsten Filme „Kampf mit dem Berge“ (1921), „Der heilige Berg“ (1925), „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ (1928), „Stürme über dem Montblanc“ (1930) und „SOS Eisberg“ (1932). Er war einer der ersten Filmemacher, die nicht im Studio, sondern in der freien Natur drehten. Seine Filme liefen in der ganzen Welt.

Faschon, Susanne
geboren 1925 in Kaiserslautern, gestorben 1995. Die pfälzische Lyrikerin und Zeitungs-Kolumnistin wohnte zuletzt in Jakobsweiler am Donnersberg. Mit ihren sinnlichen und gefühlsvollen Mundart-Gedichten, die mehrere Bücher füllen, fand die Dichterin in der ganzen Pfalz und darüber hinaus viele Anhänger. Sensibel beschrieb sie die kleinen und großen Alltagserlebnisse, machte sie mit sorgsam gewählten Worten auf die Dinge aufmerksam, die das Leben lebenswert machen. Susanne Faschon wurde mehrfach bei Mundartdichterwettbewerben ausgezeichnet. Von ihr erschienen als Autorin oder Herausgeberin unter anderem die Bücher „Mei Gedicht is mei Wohret“, Sommers Ende“, „Altweiwersummer“, „Sieben Väter“, „Das Dorf der Winde“„Das Land um den Donnersberg“, „Wie der Kaiser unter den Edelleuten“.

Fauth, Prof. Philipp
geboren 1867, gestorben 1941, Landstuhler Lehrer, Mond- und Planetenforscher, in Landstuhl begraben.

Feick, Otto
geboren 1890 in Reichenbach, aufgewachsen in Glan-Münchweiler. Erfinder des Rhönrads. 1925 ließ der Schlosser sich das Sportgerät patentieren und benannte es nach seiner neuen Heimat, der Rhön. Betrieben wird das Rhönrad-Turnen zum Beispiel noch beim TuS Glan-Münchweiler.

Feigen
Feigenbäume und –sträucher wachsen in der Pfalz, vor allem in der Vorder- und Südpfalz. Aber auch die Familie Dech aus dem nordpfälzischen Ort Sippersfeld meldete im Jahre 2000 eine üppige Ernte. Die fleischigen, zuckerhaltigen Früchte können bis zu dreimal im Jahr reifen. In der Pfalz ist die Ernte im Juli/August. Aus Feigen kann man z. B. Marmelade und Eis herstellen, man kann sie trocknen oder in Wodka einlegen. Die Marketinginitiative „Pfälzer Feigenwochen“ fördert die Nachfrage und den Absatz

Felsentor
Natürlicher Felsendurchbruch nahe dem Forsthaus Beckenhof bei Pirmasens

Felsland Badeparadies
Dahn, Eybergstr. 1. Erlebnis- und Freizeitbad mit Riesenrutsche, Strömungskanal, Wasserpilz, Brodelbecken, Sprudelwiesen, Sauna, Solarwiese, Restaurant. Öffnungszeiten: Montag 9 – 22 Uhr, Dienstag, Mittwoch 9 – 21 Uhr, Donnerstag 11 – 21 Uhr, Freitag 9 – 22 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 9 – 19 Uhr (1. Juli bis 31. August nur Samstag und Sonntag 9 – 20 Uhr). Info: Telefon 06391 2179 Internet: www.felsland-badeparadies.de

Festung Germersheim
Um den wichtigen Rheinübergang zu sichern, wurde Germersheim in der Zeit von 1834 bis 1861 zu einer Festung ausgebaut. Die Stadt wurde mit einem in sechs Hauptabschnitte ("Fronten") unterteilten Schutzwall umbaut (Länge 3,2 km). Darüber hinaus umgab ein Außenfortgürtel (10 Forts) in einem Kreis von ca. 11 km den Schutzwall. 1920/22 riß man die Festung als Ausfluß des Versailler Vertrages nieder. Einen guten Eindruck über die ehem. Festung kann man sich im Heimatmuseum der Stadt verschaffen. Internet: www.germersheim.de

Feuerbach, Anselm
geboren 1829 in Speyer, gestorben 1880 in Venedig. Seit 1856 lebte er die meiste Zeit in Rom. Er war ein bedeutender Maler, der in seinen Werken oftmals die Verbindung zwischen klassischen und romantischen Elementen suchte. Er war ständig auf der Suche nach einer schöneren und besseren Welt, was sich auch zum Teil in seinen Bildern widerspiegelt, die manchmal etwas sagen- oder götterhaftes haben. Bekannte Werke: "Iphigenie", "Das Gastmahl des Plato". Werke von ihm findet man in der Pfalzgalerie, im Historischen Museum und im Feuerbach-Haus in Speyer.

Feuerbach, Henriette
geboren 1812 in Ermetzhofen (Franken), gestorben 1892 in Ansbach. Die Schriftstellerin verfasste u.a. Märchenspiele. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre zahlreichen Briefe, die als literarische Werke angesehen werden können. Die Stiefmutter des Malers Anselm Feuerbach lebte lange Zeit in Speyer.

Feuerbachhaus
Speyer, Allerheiligenstraße 9. Anselm Feuerbach (1829 – 1880) zählt zu den bedeutenden Malern des 19. Jahrhunderts. Der Verein „Feurebachhaus e. V.“ hat das Geburtshaus des Künstlers zu einer Gedenkstätte ausgebaut, in der eine Vielzahl seiner Bilder sowie Dokumente über ihn und seine Familie zu sehen sind. Eine gemütliche Trinkstube mit hausgemachten Imbissen lädt zum verweilen ein. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 16 – 18 Uhr, Sonntag 11 – 13 Uhr (Trinkstube ab 18 Uhr). Auskunft: Telefon 06232 70448. Internet: www.speyer.de

Film über die Pfalz und ihre Geschichte
Unter dem Titel „In Europas Mitte“ hat der Bezirksverband Pfalz zwei Filme produziert, die sich der pfälzischen Geschichte (Teil 1) und den Landschaften der Pfalz (Teil 2) widmen. Das 55-minütige Video „Auf Wegen pfälzischer Geschichte“ spannt einen facettenreichen Bogen pfälzischer Geschichte von der Vor- und Frühgeschichte über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit bis in die Gegenwart und wird durch seltene Bilddokumente und Exponate aus Archiven, Museen und Bibliotheken eindrucksvoll illustriert. Das 51-minütige Video „Die Pfalz“ stellt die einzelnen Landschaften der Region mit eindrucksvollem Karten- und Bildmaterial vor: den Pfälzerwald mit der Haardt im Osten und dem Wasgau im Süden, die Westricher Hochfläche mit dem Zweibrücker Hügelland und der Sickinger Höhe, die Westricher Niederung und schließlich das in Nordpfälzer und Westricher Bergland geteilte Pfälzer Bergland. Die Videokassetten sind zum Preis von 23 bzw. 21 Euro erhältlich beim Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Benzinoring 6, 67657 Kaiserslautern, Telefon 0631 3647-304.

Finkenbach-Gersweiler (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, 344 Einwohner, 1236 erstmals urkundlich erwähnt am Moschelbach, seit 1797 bilden die beiden Ortsteile eine Gemeinde. Sehenswertes: Der Anfang der Lindenstraße und Teile der Hauptstraße im OT Finkenbach bilden wegen der historischen Bausubstanz eine Denkmalzone. Im Ortsteil Gersweiler steht das Viktoriastift (Hauptstr. 3 – 5), ein schloßartiges Anwesen, das 1922 als landwirtschaftliches Mustergut fertiggestellt, später als Kinder- bzw. Müttergenesungsheim und nach dem 2. Weltkrieg bis 1971als Landesumschulungshof genutzt wurde. Blickfang ist das etwas erhöht erbaute Herrenhaus, dem zwei Landwirtschaftsgebäude vorgelagert sind. Info: VG-Verwaltung Alsenz-Obermoschel.
Ein besonderes Kleinod ist die Historische Wehrkirche (Kirchgasse 12). 1304 wird die Kirche erstmal genannt. Seit 1540 ist sie lutherische Pfarrei. Vom spätgotischen Bau sind noch der Westturm und der Chor (14. Jhdt.) mit gotischen Fenstern und feinem Maßwerk erhalten. Verbunden werden die beiden Teile durch ein barockes Langhaus. Das mittlere Portal auf der linken Seite hat eine guterhaltene barocke Steinfassung mit der Jahreszahl 1743, dem Jahr, in dem die Kirchenhalle neu erbaut wurde. Ein weiteres Portal in der Chornordwand ziert ein Schlussstein mit dem Wappen der Herren von Hohenfels-Reipoltskirchen. Auf einem quadratischen Grundriss erhebt sich der 22 m hohe Turm, der eine aussergewöhnliche Dachkonstruktion vorweist, nämlich eine seltene Barockhaube auf einem Fachwerkunterbau. Schießscharten und das mächtige Mauerwerk weisen darauf hin, dass die Kirche früher eine Wehrfunktion hatte und der Bevölkerung als Schutz diente. Die Glocke stammt aus dem Jahre 1759. Obwohl das Kircheninnere 1963 renoviert wurde, ist die barocke Ausstattung zu einem großen Teil noch erhalten. Die Stummorgel (1743 erbaut, mit reichem Schnitzwerk) steht unter Denkmalschutz. Ein kunsthistorisches Schmuckstück sind die mittelalterlichen Wandmalereien (13./14. Jh.), die mit großem Aufwand restauriert wurden und nun wieder besichtigt werden können. Die 16 Einzelbilder stellen die Passionsgeschichte dar. Die Originalfresken sind einzigartig für Südwestdeutschland und von großer Bedeutung für die Geschichte der Wandmalerei in der Pfalz. An und in der Prot. Kirche gibt es noch zahlreiche weitere architektonische und kunsthistorische Besonderheiten zu sehen. Durch ihre exponierte Lage auf einem Hügel oberhalb des Ortes und umgeben vom alten Baumbestand des früheren Friedhofs bildet die Kirche zusammen mit dem Pfarrhaus (1831, Kirchgasse 10) ein romantisches und sehr gepflegtes Ensemble. Besichtigung: normalerweise samstags und sonntags ganztägig geöffnet. Ansonsten kann man sich den Schlüssel im Pfarrhaus (Kirchgasse 10) holen. Auskunft: Telefon 06362 8702.

Fischbach (KL)
östlich von Kaiserslautern an der B 48, 853 Einwohner, 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG-Verwaltung Hochspeyer

Fischbach bei Dahn (PS)
südwestlich von Dahn nahe der franz. Grenze, 1.666 Einwohner, 1318 erstmals urkundlich erwähnt. OT: Petersbächel. Sehenswert: Biosphärenhaus. Info: VG-Verwaltung Dahn. Internet: www.fischbach-im-wasgau.de

Fitting, Dr. Hermann
geboren 1831 in Mauchenheim, gestorben 1918 in Halle/Saale. Er zählt zu den bedeutenden Rechtshistorikern des 19. Jahrhunderts. Er besuchte ein Gymnasium in Zweibrücken, studierte Rechtswissenschaft in Würzburg, Heidelberg und Erlangen, erwarb 1852 den Doktortitel. 1856 war er Privatdozent in Heidelberg, ab 1857 Professor in Basel und ab 1862 in Halle sesshaft. Er schrieb wichtige Bücher zur Rechtsgeschichte des Mittelalters und zum modernen Zivilprozess. Literatur: „Die Rheinpfalz“ vom 24.06.2000 (Palatina), Buch „Juristische Briefwechsel des 19. Jahrhunderts“, Hrsg. Barbara Dölemeyer, Aldo Mazzacane, Verlag Vittorio Klostermann

Fladenstein
Bei Bundenthal. Der Fladenstein ist eines der größten freistehenden Felsengebilde der Pfalz. Die insgesamt sieben grandiosen Felstürme oberhalb des Sportplatzes bilden ein geologisch sehr interessantes Naturdenkmal. Sie sind ein beliebtes Ziel für Kletter und Wanderer. Von den bizzaren Felsen mit den Namen Bundenthaler Turm, Namenloser Turm, Ilexturm, Stuhl, Jüngstturm, Backofen und Erlenbacher Turm ragt insbesondere der Fladensteiner Brocken aus dem Mischwald hervor. Die Fladensteine bildeten einst ein zusammenhängendes Massiv. Dieses wurde im Laufe der Zeit durch die Kräfte der Natur in sieben einzelne Felsentürme getrennt. Ein geologischer Lehrpfad rund um die Fladensteine liefert Informationen zur Entstehung des Buntsandsteins.

Flaggenturm
Bad Dürkheim. Wenn man Bad Dürkheim auf der B 271 (Weinstraße) verläßt, entdeckt man unmittelbar hinter dem Stadtrand rechts mitten in den Weinbergen den Flaggenturm. Er wurde 1854 bereits als zusätzliche touristische Attraktion für Kurgäste errichtet. Wegen seines besonderen Aussehens wird er im Volksmund „Kaffeemühlchen“ genannt. Fünf Stufen führen in eine Vorhalle mit Sitzgelegenheiten. 22 schmale, außen am Turm angebrachte Stufen bringen den Besucher auf die Aussichtsplattform (in ca. 5 bis 6 m Höhe). Man genießt eine wunderschöne Aussicht auf die Weinanbaugebiete der pfälzischen Rheinebene, die Klosterruine Limburg und die Stadt Bad Dürkheim. In zweiter Linie sieht man Ludwigshafen und den jenseits des Rheins gelegenen Odenwald sowie im Südosten die Kühltürme von Philippsburg. Wie erreicht man den Turm? Von dem Parkplatz direkt an der B 271 ist der Turm schon zu sehen. Von dort kann man ihn über die Landwirtschaftswege und mit ein wenig Pfadfindersinn direkt ansteuern. Wer es weniger anstrengend mag, fährt über DÜW-Seebach durch die Seebacher Straße und biegt dort in den Krähhölenweg ein. Am Ende dieser Straße den Wagen stehen lassen, den Wirtschaftsweg in die Wingerte einschlagen und an der ersten Kreuzung nicht den Weg „Guck ins Land“ nehmen, sondern nach links an den drei Birken vorbei und wenige hundert Meter später wieder nach links laufen. Hier kann man den Turm bereits sehen. Weg ca. 700 Meter.

Flemlingen (SÜW)
Weinbauort mit barockem Ortsbild 8 km südwestlich von Edenkoben, 432 Einwohner, 767 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert: Barocke Kirche St. Alban (1759), Friedensline. Info: VG-Verwaltung Edenkoben Internet: www.flemlingen.de

Flößerei
Lemberg. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren die historischen Flößeinrichtungen im Storrbachtal mit den dazugehörigen Klausen (Schleusen) und Rumpeln teilweise wieder freigelegt. Der Triftkanal wurde zwischen 1835 und 1838 errichtet. Er hatte eine Gesamtlänge von 938 Metern. Auf ihm wurde Triftholz nach Kaltenbach geflößt. Die letzte Trift erfolgte 1863. Durch die Freilegung kann heute die Technik des Holztriftens im 19. Jhdt. verständlich dargestellt werden.

Föckelberg (KUS)
östlich von Kusel, 406 Einwohner, 1387 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Potzbergturm, Wildpark Potzberg. Info: VG-Verwaltung Altenglan

Forst/Weinstraße (DÜW)
zwischen Bad Dürkheim und Neustadt, 840 Einwohner, 120 m NN, 1100 erstmals urkundlich erwähnt, sehr mildes Klima, bekannte Weinlagen wie "Ungeheuer" und "Kirchenstück". Sehenswertes: "Altes Schlössel" (1510) mit Treppenturm, stattliche Wohnhäuser im klassizistischen und barocken Stil, Kriegerdenkmal, Kath. Kirche St. Margaretha (1723, Turm 1767)). Info: VG-Verwaltung Deidesheim. Internet: www.forst-pfalz.de

Forster, Gerd
geboren 1935 in Ludwigshafen. Ehemals Lehrer in Kaiserslautern, Lyriker, Roman-Autor, Erzähler. Erhielt 1977 den Pfalzpreis für Literatur. Werke: "Pfälzische Krankheit", "Die Zugabe", "Zwischenland", "Unter dem Eulenkopf" (1977), "Geschichtete Sommer" (1978), "Die Abwesenheit der beiden anderen", "Schrittwechsel" (1985), "Lesarten der Liebe" (1995).

Frank, Dr. Johann Peter
geboren 1745 in Rodalben, gestorben 1821 in Wien. Seine letzte Ruhestätte fand der Mediziner auf dem Wiener Zentralfriedhof. Frank hat sich vor allem für das öffentliche Gesundheitswesen eingesetzt. Er gilt als Begründer der Sozialmedizin. Unter anderem war der Pfälzer ein Leibarzt von Zar Alexander I. und Leiter der Wiener Universitätsklinik (1795 - 1804).

Frankelbach (KL)
nordwestlich von Kaiserslautern, nahe der B 270, 337 Einwohner, 1345 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG-Verwaltung Otterbach. Internet: www.vg-otterbach.de

Frankeneck (DÜW)
westlich von Neustadt, nahe der B 39, am Zusammenfluß von Speyerbach und Hochspeyerbach, 877 Einwohner, etwa ab 1785 von Karl Friedrich Wilhelm von Leiningen als Holzmacherdorf gegründet. Seit 1802 wird hier Papier hergestellt. Sehenswertes: Papierfabriken, Papiermachermuseum, Naturdenkmal "Vierröhrenbrunnen". Info: VG-Verwaltung Lambrecht. Internet: www.frankeneck.de

Frankenstein (KL)
zwischen Kaiserslautern und Bad Dürkheim an der B 37, 1.087 Einwohner, 240 m NN, 1146 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Burg Diemerstein, Burg Frankenstein, Prot. Kirche (1871), Kath. Kirche (1933). OT: Diemerstein. Info: VG-Verwaltung Hochspeyer. Internet: www.frankenstein.de

Frankenthal
Kreisfreie Stadt. 47.534 Einwohner, Fläche ca. 44 qkm, 96 m NN, 772 erstmals urkundlich erwähnt, Ende des 16. Jhdts trugen niederländische Glaubensflüchtlinge zum wirtschaftlichen Aufschwung bei, Stadtrechte seit 1577, 1689 größtenteils zerstört, mit der Industrialisierung ab der Mitte der 19. Jhdts. entwickelte sich Frankenthal zu einem bedeutenden Zentrum der Metallindustrie. Sehenswertes: Ruine des ehem. Augustinerchorherrenstifts (1119) mit gut erhaltenem romanischem Portal, barocke Dreifaltigkeitskirche (1732), neuklassizistische Zwölf-Apostel-Kirche (1822), Wormser Tor (1770) und Speyerer Tor (1772) als Teil der ehem. Festung, Erkenbert-Museum, Frankenthaler Porzellanmanufaktur, Ausstellung „Frankenthaler Porzellan“, Frankenthaler Malerschule. Info: Stadtverwaltung, Telefon 06233 89-395. Internet: www.frankenthal.de

Frankenthaler Malerschule
Von niederländischen Künstlern 1562 gegründete Malschule, die der Landschaftsmalerei erstmals zu einer eigenständigen Bedeutung verhalf. Davor wirkten Landschaften nur als Kulisse für die Darstellung heiliger oder geschichtlicher Ereignisse. Der bekannteste Vertreter der Frankenthaler Malerschule war Gillis van Coninxloo.

Frankenthaler Porzellanmanufaktur
Die von Kurfürst Carl Theodor gegründete Einrichtung existierte von 1755 bis 1800. Es war die 7. Gründung einer Porzellanfabrik im damaligen Deutschland. Die Manufaktur in Frankenthal zählte wegen ihrer talentierten Baumeister und der Qualität der Erzeugnisse zu den besten in der Welt. Trotz hervorragender Produkte verstanden es die Verantwortlichen jedoch nicht, das hochwertige Porzellan gewinnbringend zu vermarkten. Dies führte allmählich zum wirtschaftlichen Nedergang der Manufaktur. 1794 fiel die Fabrik in die Hände der französischen Eroberer, die sie an den Unternehmer Johann Nepomuk van Recum verkauften. Diesem gelang es nicht, die Tradition der Porzellanherstellung aufrecht zu erhalten. Nach dem Frieden 1797 verzichtete Kurfürst Max IV. Joseph auf die Wiedererrichtung der Manufaktur. Im Mai 1800 wurde sie deshalb offiziell geschlossen. Die Ausstellung "Frankenthaler Porzellan" im Rathaus erinnert an die in jener Zeit europaweit bekannte Manufaktur. Literatur : „Die Rheinpfalz“ vom 20. Juni 2000 („Blickpunkt“)

Frank-Löebsches-Haus
Landau, Kaufhausgasse 9. Das Anwesen ist ein bau- und kunstgeschichtliches Denkmal des 15. bis 17. Jhdts. Die ältesten Teile stammen aus der Gotik. Markant sind die rundumlaufenden Holzgalerien, die den Innenhof auf zwei Etagen einfassen. Seit dem 17. Jhdt. ist das Gasthaus „Zur Blume“ nachweisbar. Nach 1870 Wohnhaus der Urgroßeltern von Anne Frank. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde das Haus am 7. Mai 1987 neu eröffnet. Heute ist es eine Stätte der Begegnung und Erinnerung an die Verfolgung jüdischer Mitbürger von 1933 bis 1945 mit einer ständigen, interessanten Ausstellung zur Geschichte der Landauer Juden sowie der Sinti und Roma in der Pfalz. Das Haus wird hauptsächlich für wechselnde Kunstausstellungen genutzt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 - 13 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06341 86472 oder Büro für Tourismus, Telefon 13-181. Internet: www.landau.de

Frankweiler (SÜW)
nordwestlich von Landau an der Weinstraße, 949 Einwohner, 245 m NN, 1249 erstmals urkundlich erwähnt, eine der ältesten Frankensiedlungen, Weinbau, 1992 schönstes Dorf in Rheinland-Pfalz. Sehenswertes: stattliche Häuser aus 18./19. Jhdt., Gedenkstein "Dagobertshecke", Burgruine Alt-Scharfeneck. Info: siehe Leinsweiler oder VG-Verwaltung Landau-Land. Internet: www.frankweiler-pfalz.de

Freckenfeld (GER)
westlich von Kandel, 1.652 Einwohner, 980 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum. Info: VG-Verwaltung Kandel. Internet: www.freckenfeld.de

Freilichtbühne Klosterruine Limburg
Bad Dürkheim. Bühne für die Freilichtaufführungen des "Theaters an der Weinstraße". Info: Geschäftsstelle, Telefon 06321 84493, Kulturamt, Telefon 06322 793-238.

Freilichtspiele Katzweiler
Größte Freilichtbühne Südwestdeutschlands. Seit über 50 Jahren werden in natürlicher Kulisse im Sommer ein Kinder- und ein Erwachsenenstück mehrmals aufgeführt. Info: Freilichtspiele Katzweiler e.V., Hauptstraße 69, 67734 Katzweiler. Geschäftsstelle: Lettow-Vorbeck-Str. 28, 67659 KL-Erfenbach, Telefon 06301 9619. Internet: www.freilichtspiele-katzweiler.de.

Freimersheim (SÜW)
Das historische Straßen- und Rosendorf liegt 10 km südöstlich von Edenkoben, 965 Einwohner, 771 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Ev. Pfarrkirche (13. Jhdt./1753), Rathaus (1726). Info: VG-Verwaltung Edenkoben, Internet: www.freimersheim.de

Freinsheim (DÜW)
nordöstlich von Bad Dürkheim, 4.994 Einwohner, 773 erstmals urkundlich erwähnt, 1471 Stadtrechte, danach entstanden die Wehranlagen. Sehenswertes: Teile der Stadtbefestigung (1300 m lange Mauern, Türme), das östliche Stadttor besitzt ein Vorwerk, das Eisentor (1514), das bereits die Festungsbautechnik berücksichtigt. Zwei wuchtige Türme mit Wehrgang schützen die spitzbogige Durchfahrt, altes Rathaus (1732) mit Freitreppe, "Schlößchen" (1830, an der Stelle einer ehem. Wasserburg), Handwerker-Museum, „Zinnfiguren im Winzerhaus“, "Schwarzes Kreuz (15. Jhdt., an der Straße nach Ungstein). Info: Verkehrsamt der VG Freinsheim, Telefon 06353 5010. Internet: www.freinsheim.de

Freisbach (GER)
1.050 Einwohner Sehenswertes: Kirche (1704) mit Geiborgel (1791). Info: VG-Verwaltung Lingenfeld. Internet: www.freisbach.de

Freischarenrundweg
Kirchheimbolanden. Soll der monarchische Obrigkeitsstaat weiter bestehen oder soll in der Pfalz die Demokratie eingeführt werden? Diese Diskussion führte 1844/49 zu einer Revolution in der Pfalz. Am 14. Juni 1849 kam es im Schloßgarten der heutigen Stadt Kirchheimbolanden zu einem Gefecht zwischen preußischen Truppen und rheinhessischen Freischärlern. Die Niederlage der Aufständler läutete das Ende der pfälzischen Revolution ein. Der Freischarenrundweg, von Schülern des Wilhelm-Erb-Gymnasiums Winnweiler als Lehr- und Lernpfad konzipiert, verbindet 15 Stationen, an denen das Geschehen der damaligen Zeit gegenwärtig ist und an denen Info-Tafeln über die Geschehnisse informieren. Ein Faltblatt mit einem Stadtplan ist bei der VG-Verwaltung und beim Donnersberg-Touristik-Verband in der Kreisverwaltung kostenlos erhältlich.

Freizeitbad Moby Dick
Rülzheim, Am See 2. Spaß- und Freizeitbad mit angeschlossenem Campingplatz. Im Innenbereich u.a. 50 m Sportbecken, Nichtschwimmerbecken, 60-Meter-Rutsche, Spaßbecken mit Schwallduschen, Kräuterdampfkabinen, Sonnenwiese, Sauna, Solarium, Kegelbahn, Restaurant. Im Außenbereich u.a. Sprungbecken, Nichtschwimmerbecken, Babybecken, Liegewiesen, Dünenlandschaft, kleiner See. Öffnungszeiten: Montag 13 – 21.30 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 – 21.30 Uhr, Samstag/Sonntag 9 – 18.30 Uhr. Telefon: 07272 9284-0 oder VG-Verwaltung, Telefon 07272 70020. Internet: www.mobydick.de

Fried, Heinrich Jakob
1802 in Queichheim bei Landau geboren. Maler und Lyriker. War als Konservator beim Münchner Kunstverein tätig. Das Heimatmuseum in Bad Bergzabern beherbergt einige seiner pfälzischen Burgenansichten, für die er damals berühmt war. Er starb 1870.

Friedelsheim (DÜW)
südöstlich von Bad Dürkheim, 1.497 Einwohner, 123 m NN, 770 erstmals urkundlich erwähnt, Wein- und Obstanbau. Sehenswertes: Mennonitenhof im ehem. Schloßpark, Ev. Kirche (Teile aus 12./14. Jhdt.). Info: VG-Verwaltung Wachenheim

Fritz Walter
siehe Walter, Fritz

Fritz-Walter-Stadion
Stadion auf dem Betzenberg in Kaiserslautern, in dem der Fußball-Bundesligist 1.FC Kaiserslautern seine Heimspiele austrägt. Der erste Fußballplatz auf dem „Betze“, wie das Stadion in Fan-Kreisen genannt wird, wurde bereits am 13. Mai 1920 eingeweiht. Seit dem 2. November 1985 trägt das Stadion den Namen des früheren Fußballnationalspielers Fritz Walter.

Fritz-Walter-Stiftung
Diese Stiftung wurde mit einem Stiftungskapital von 1 Mio. Deutsche Mark am 2. Juni 1999 gegründet. Sie widmet sich der Jugendarbeit im Sport, der Integration von Jugendlichen in die Gesellschaft, fördert Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit sowie Projekte zur Völkerverständigung vor allem mit mittel- und osteuropäischen Staaten. Zu den Gründern gehören u.a. der 1. FC Kaiserslautern, das Land Rheinland-Pfalz und der Deutsche Fußball-Bund. Mit der Stiftung wird das sportliche, gesellschaftliche und persönliche Engagement von Fritz Walter, seine Vorbildfunktion für die Jugend sowie seine Verbundenheit zur Pfalz gewürdigt.

Fritz-Wunderlich-Gedenkzimmer
Kusel. Der Raum im Obergeschoß des Kuseler Heimatmuseums ist dem Andenken an den 1966 verstorbenen Sänger Fritz Wunderlich, einem Sohn Kusels, gewidmet. Hier sind fast alle Tondokumente seiner kurzen Laufbahn und von dem Künstler getragene Originalkostüme u.a. seiner Rollen in der "Zauberflöte", "Don Giovanni" und dem "Barbier von Sevilla" ausgestellt. Dokumente, Briefe und Fotos vervollständigen den Einblick in sein kurzes Leben. Öffnungszeiten: täglich (außer Montag) 14 - 17 Uhr. Info: Tourist-Info Kusel, Telefon 06381 424-270.

Frohnhofen (KUS)
südwestlich von Kusel, 581 Einwohner, 1387 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG-Verwaltung Schönenberg-Kübelberg. Internet: www.frohnhofen.de

Fruchthalle
Kaiserslautern. Das Gebäude wurde 1843 - 1846 nach dem Vorbild des Palazzo Medici in Florenz im Renaissance-Stil erbaut. Die Halle diente - wie der Name sagt - als Handelsplatz für Früchte (Markthalle). 1849 war sie Sitz einer pfälzischen Revolutionsregierung. Heute beherbergt die Fruchthalle einen der größten Festsäle der Pfalz.

Frühindustriepark Gienanth
Winnweiler. Für die Industrialisierung in Deutschland im 18. und 19. Jhdt. war die Produktion und Verarbeitung von Eisen von entscheidender Bedeutung. Die Mittelgebirge waren aufgrund ihrer Eisenerzvorkommen und der Wälder (Brennmaterial zur Verhüttung) bevorzugte Standorte. In der Pfalz baute die Familie ( Gienanth ein regionales Eisenimperium auf. Davon erhalten geblieben sind die Gießerei der Gienanth AG Winnweiler (Werk Kupferschmelz) und das Ensemble des Stammwerks Eisenschmelz (mit Herrenhof und Arbeiterwohnungen). Im räumlich weiteren Sinn gehören zu diesen beiden Standorten auch die ehemaligen Meilerplätze in den umgebenden Wäldern, das einstige Hammerwerk in Schweisweiler, der Alsenzkanal (um das Hammerwerk gleichmäßig mit Wasser zu versorgen) und die Alsenzbahn. Um die geschichtlichen und räumlichen Zusammenhänge dieser Kulturlandschaftselemente zu verdeutlichen, wurde der „Frühindustriepark Gienanth“ als geographisch-historischer Lehrpfad zum EXPO-Thema „Mensch-Natur-Technik“ geschaffen. Der Lehrpfad im südwestlichen Donnersberger Vorland ist 12 km lang. Möglich wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit von Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler, Ministerium für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, Forstamt, Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde Winnweiler, Donnersberg Touristik Verband und Pfälzerwaldverein. Ergänzend empfiehlt sich ein Besuch im Besucherbergwerk „Weiße Grube“ und des „Geologisch-bergbaugeschichtlichen Lehrpfades“ in Imsbach. Info: Verbandsgemeinde Winnweiler, Tourist-Info, Telefon 06302 60-225, Internet: www.winnweiler-vg.de

Fuhrmann-Stone, Erneste
geboren (1900) und gestorben (1982) in Pirmasens. Die Schriftstellerin verfaßte hauptsächlich Gedichte und Erzählungen. Sie war auch journalistisch tätig. Sie war Inhaberin des Bundesverdienstkreuzes (1975) und des Literaturpreises des Bezirksverbandes Pfalz (1976).

Fußgönheim (LU)
zwischen Ludwigshafen und Bad Dürkheim, 2.472 Einwohner, 824 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Schloß Fußgönheim, Deutsches Kartoffelmuseum, Heimatmuseum. Info: VG-Verwaltung Maxdorf