:: Menu
 Home
 Pfälzer Freizeitplaner
 Pfalzlexikon A
 Pfalzlexikon B
 Pfalzlexikon Burgen
 Pfalzlexikon C
 Pfalzlexikon D
 Pfalzlexikon E
 Pfalzlexikon F
 Pfalzlexikon G
 Pfalzlexikon H
 Pfalzlexikon I - J
 Pfalzlexikon K
 Pfalzlexikon L
 Pfalzlexikon M
 Pfalzlexikon N
 Pfalzlexikon O
 Pfalzlexikon P
 Pfalzlexikon Q
 Pfalzlexikon R
 Pfalzlexikon S
 Pfalzlexikon T
 Pfalzlexikon U
 Pfalzlexikon V
 Pfalzlexikon W
 Pfalzlexikon Z
 Geschichte der Pfalz
 Glossar
 Über den Autor
 Kontakt
 Impressum
:: Pfalzlexikon W

Waagenmuseum
Wachenheim, Waldstr. 34. Etwa 500, zum Teil sehr ausgefallene Waagen und mehr als 1.000 Gewichte von der Antike bis zur Gegenwart aus vielen Ländern veranschaulichen die Geschichte des Wiegens. Es ist interessant zu erfahren, wie viele verschiedene Arten von Waagen in der Arbeitswelt, in Apotheken, im Haushalt, im Sport, in der Forschung usw. benötigt werden und wie diese sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Man erfährt auch, dass Waagen, die zum Gewicht gleichzeitig den Preis anzeigten, damals eine bahnbrechende Neuheit für den Handel darstellten. In dem ersten und einzigen Waagenmuseum Deutschlands hat Fam. Hofmann mit einem alltäglichen Gerät eine wirklich nicht alltägliche Sammlung zusammengetragen und für die Nachwelt erhalten. Öffnungszeiten: Sonntag 10 bis 18 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06322 63675, Fam. Hofmann.

Wachenheim/Weinstraße (DÜW)
südl. von Bad Dürkheim, Wein- und Sektstadt, 4.783 Einwohner, 766 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannter Erholungsort, 1974 schönste Weinbaugemeinde an der Deutschen Weinstraße. Sehenswertes: Dalbergerhof (einst Sitz eines bekannten Rittergeschlechts, 1689 niedergebrannt, Anfang des 18. Jh. wieder aufgebaut), Steinhausserscher Hof (das im Mittelalter von den Rittern von Steinhausen erbaute Anwesen ist heute im Besitz der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, einem der größten Sekthersteller der Welt), Simultankirche St. Georg, Ludwigskapelle (1443), Alte Münze (Münzprägestelle von 1436 bis 1471), Diebsturm (ehem. Gefängnis aus dem 14. Jhdt.), Judenfriedhof (einer der ältesten in der Region, vermutlich aus dem 16. Jhdt.), Kurpfalzpark, Burg Wachtenburg, Waagenmuseum, Peter´s Winzermuseum, Holzlöffelsammlung, Bauern- und Handwerkmuseum, Kellereimuseum, Villa Rustica (Ausgrabung eines römischen Hofgutes mit verschiedenen Gebäudeteilen aus dem ersten bis fünften Jahrhundert), ehem. Lutherische Kirche (1745 - 1945, heute Kulturstätte), Wachenheimer Hof (1542 erbaut, 1674 zerstört, 1710 wieder aufgebaut, einst chemische Experimentierschule), die mittelalterliche Stadtmauer ist im Ortskern teilweise noch erhalten. Info: Verkehrsamt, Telefon 06322 60832 oder VG-Verwaltung, Telefon 06322 608-0. Internet: www.wachenheim.de

Wadgasserhof
Kaiserslautern, Steinstraße 55 (direkt gegenüber dem Th.-Zink-Museum). Das Wirtschaftsgut des ehem. Klosters Wadgassen gelangte Anfang des 17. Jhdts. in den Besitz des Pfalzgrafen. Später war es Witwensitz der Fürstin von Lautern und Gemahlin des Pfalzgrafen. Sehenswert sind u.a. eine Stuckdecke des 18. Jhdts., Reste mittelalterlicher Wandmalereien und der früheren Wallfahrtskapelle, die Sammlungen von Schränken, Kommoden, Stühlen und Wiegen, Gläsern, Porzellan und Öfen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr, Eintritt frei Auskunft: Telefon 0631 3652327.

Wahnwegen (KUS)
südlich von Kusel, 744 Einwohner, 320 m NN, 1446 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Glan-Münchweiler

Waldarbeitermuseum
Elmstein, Möllbachstraße 7. In vier Räumen haben erfahrene Forstmänner eine Reihe Original-Werkzeuge und –geräte (z. B. Fällgeräte, Handsägen, Motorsägen, Holztransportmittel) sowie Bilder und Dokumente zusammengetragen. So erhält man einen umfassenden Einblick in alle Facetten der Waldarbeit von den Jahrtausenden vor Christus bis in die heutige Zeit. Zu dem Museum gehört die ehemalige Schmiede. Sie war bis 1979 noch in Betrieb. Heute ist sie die einzige durch Wasserkraft betriebene und noch funktionsfähige historische Schmiede der Pfalz. Öffnungszeiten: Mai bis Oktober sonntags an den Fahrtagen des Kuckucksbähnls von 14 – 16 Uhr. Auskunft: Telefon 06328 234 (Verkehrsverein).

Waldfischbach-Burgalben (PS)
nördlich von Pirmasens an der B 270, 5.151 Einwohner, 260 m NN, 1152 (Burgalben) bzw. 1182 (Wfb.) erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Maria Rosenberg, Heimatmuseum, Burg Heidelsburg, Hallenbad. Info: VG-Verwaltung, Tel. 06333 925-0 Internet: www.waldfischbach-burgalben.de

Waldgeisterweg
Oberotterbach. Auf dem von Volker Dahl gestalteten zwei Kilometer langen Weg begegnen einem „Waldgeister“, Eulen, Riesenschnecken, Menschen und einige andere Gestalten. Sind sie aus Holz oder nicht? Das ist die spannende Frage. Der Weg beginnt am Schützenhaus und ist jederzeit zugänglich. Infos: Telefon 06343 934015.

Waldgrehweiler (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, 243 Einwohner, ca. 235 m NN, 1236 erstmals urkundlich erwähnt. Den Ort findet man an der Mündung des Ransenbaches in die Moschel. In der Ortsmitte steht ein Glockentürmchen aus dem Jahre 1927. Info: VG Alsenz-Obermoschel

Waldhambach (SÜW)
ca. 7 km südlich von Annweiler, 362 Einwohner, 240 m NN, 1343 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Annweiler

Waldleiningen (KL)
südlich von Hochspeyer, 448 Einwohner, als eigentlicher Gründer des Ortes (1785) gilt der Forstmeister des Hauses Leiningen, Herr Eberstein. Sehenswertes: "Pfälzer Weltachs". Info: VG Hochspeyer

Waldmohr (KUS)
westlich von Landstuhl, nahe der A 6, 5.468 Einwohner, 260 m NN, 830 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Warmfreibad. Info: VG-Verwaltung Internet: www.waldmohr.de

Waldmuseum
Herschberg, Thaleischweiler Str. 29. Das erste Waldmuseum in Rheinland-Pfalz verdeutlicht in anschaulicher Weise die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes. In drei Räumen werden entsprechende Exponate, präparierte Tiere und Pflanzen, Forstgeräte, verschiedene Holzarten, Texte, Bilder und Grafiken gezeigt. Im Außenbereich findet man Holzstöße, einen Holzwagen, Vogelhäuser und Futtergrippe. Das Waldmuseum ist im Untergeschoß des alten Schulhauses (heute Kindergarten) untergebracht. Öffnungszeiten: April bis Okt. Montag bis Freitag 14 – 21 Uhr, Sonntag 10 – 21 Uhr, Schlüssel am Kiosk der Freizeitanlage. Info: Telefon 06375 5236 oder Verkehrsamt in Wallhalben 06375 921-0.

Waldrohrbach (SÜW)
6 km südlich von Annweiler, 402 Einwohner, 240 m NN, 1189 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Annweiler

Waldsee (LU)
zw. Ludwigshafen und Speyer, 5.374 Einwohner, um 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Kath. Kirche (1843) mit Figur Johannes des Täufers (1460), Fachwerkhäuser, Heimatmuseum. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06236 4182-0. Internet: www.waldsee.de

Wallhalben (PS)
nordwestlich von Pirmasens, 895 Einwohner, 270 m NN, 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum der Verbandsgemeinde, Ev. Kirche (1906) mit gotischem Chorturm. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06375 921-0. Internet: www.wallhalben.de

Walshausen (PS)
westlich von Pirmasens, 368 Einwohner, 260 m NN, 1443 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Walsheim (SÜW)
zw. Landau und Edenkoben, 524 Einwohner, 170 m NN, 768 erstmals urkundlich erwähnt, Winzerdorf. Sehenswertes: fränkisches Plattengrab. Info: VG Landau-Land

Walter, Fritz
am 31.10.1920 in Kaiserslautern als eines von fünf Kindern von Gastwirt Ludwig und Ehefrau Dorothea Walter geboren. Er starb am 17. Juni 2002 in seinem Haus in Alsenborn. Er gilt als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten. Seit seiner Jugendzeit (1930) bis 1959 (unterbrochen durch den 2. Weltkrieg) spielte er für den 1. FC Kaiserslautern. Als Aktiver absolvierte er 379 Spiele und schoss 306 Tore. Er war Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, mit der er am 4. Juli 1954 durch den legendären 3:2-Endspielsieg gegen Ungarn Weltmeister wurde. Zwischen seinem ersten Einsatz am 14. Juli 1940 gegen Rumänien und 1959 absolvierte er 61 Länderspiele und schoss dabei 33 Tore. Mit dem 1.FC Kaiserslautern errang Fritz Walter 1951 (2:1 gegen Preußen Münster) und 1953 (4:1 gegen VfB Stuttgart) den deutschen Meistertitel. 1953 war er mit 35 Toren deutscher Torschützenkönig. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes (31.10.1970), einziger Ehrenbürger von Rheinland-Pfalz, Ehrenbürger der Stadt Kaiserslautern, Träger des Verdienstordens der FIFA und Namensgeber u.a. für das Stadion des 1. FC Kaiserslautern (seit 2. November 1985). Er wohnte mit seiner Ehefrau Italia (verheiratet seit 1948, sie starb im Dezember 2001) in Enkenbach-Alsenborn. Auch nach seiner aktiven Karriere galt Fritz Walter wegen seines ehrlichen Charakters, seiner Bescheidenheit, seines untadeligen Auftretens, seines sozialen Engagements (vor allem für jugendliche Strafgefangene), seiner Volksnähe und seiner engen Verbundenheit mit dem 1. FCK und der Pfalz als ein Vorbild für Generationen von Sportlern und Pfälzern. Er gründete u.a. die Fritz-Walter-Stiftung. Internet: www.fritz-walter-stiftung.de

Walter, Ottmar
am 6.2.1924 in Kaiserslautern geboren, machte als aktiver Fußballer von 1941 bis 1959 (mit Kriegsunterbrechung) 321 Spiele und 336 Tore für den 1. FC Kaiserslautern. 1951 und 1953 gehörte er zur Meistermannschaft, 1954 war er einer von fünf FCK-Spielern in den Reihen der Weltmeisterschaftself.

Wanderhütten
Die Pfalz-Tourist-Information (Martin-Luther-Str. 69, 67433 Neustadt, Telefon 06321 2466) gibt eine umfangreiche Broschüre "Wandern und Radwandern" heraus. Darin findet man Informationen über Wander- und Radwanderwege, Pauschalangebote, Wanderheime, Rasthäuser, Schutzhütten, Naturfreundehäuser und Jugendherbergen in der Pfalz.

Wandermusikanten
Das Westpfälzer Musikantenland ("Kuseler Musikantenland") gehört zu den wenigen Regionen des deutschsprachigen Kulturraums mit einer Wandermusikanten-Tradition. Nachdem die Pfalz während der französischen Herrschaft (1797 - 1815) Gewerbefreiheit erlangt hatte, tauchte in westpfälzer Urkunden immer häufiger die Berufsbezeichnung Musiker auf. Die Befreiung von dem Zunftzwang erlaubte es nunmehr den zahlreichen hier ansäßigen Volksmusikanten, aus ihrer natürlichen Begabung einen Beruf werden zu lassen. Wirtschaftliche Gründe (Überbevölkerung, Hungersnot, Missernten etc.) veranlassten die ersten Musikanten um das Jahr 1830 auf Wanderschaft zu gehen. War es zunächst nur das benachbarte Ausland, so zogen die Westpfälzer Musikanten um 1850 bereits durch die gesamte Welt. Um die Jahrhundertwende waren schätzungsweise 2500 Wandermusikanten unterwegs. Sie erspielten jährlich mehrere Mio. Goldmark und stellten somit für die Westpfalz einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar (siehe Musikantenland-Museum).

Wartenberg-Rohrbach (KIB)
nordöstlich von Kaiserslautern an der B 40, 552 Einwohner, ca. 260 m NN, 1185 erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich bereits seit 1798 zu einer Gemeinde zusammen geschlossen. Sehenswertes: Von der B 40 aus gut sichtbar steht auf einer Anhöhe im OT Rohrbach die Ev. Kirche. 1135 wurde erstmal eine Kirche „St. Katharina“ an dieser Stelle erwähnt. Teile dieser früheren Kapelle sind heute noch in der Mitte des Gebäudes zu erkennen, obwohl die Kiche im Laufe der Jahrhunderte mehrmals renoviert wurde. Die Prot. Kirche ist eine der ältesten Kirchen im Donnersbergkreis. Seit 1548 ist sie calvinistisch. Als Folge der ständig steigenden Einwohnerzahl vergrößerte die Gemeinde die Kirche Mitte des 18. Jhdts. in erheblichem Umfang (heute ca. 280 Sitzplätze). Aus dieser Zeit stammt auch die ursprüngliche Empore. Um 1857 und 1968/72 erfolgten weitere umfassende Renovierungen. Die Orgel erbaute Louis Voit im Jahre 1846. Markantes Erkennungsmerkmal ist der Dachreiter mit der Zwiebelhaube. Die Glocken wurden 1515 bzw. 1900 gegossen. Die Fenster sind rundbogig, das rundbogige Nordportal trägt die Jahreszahl 1745. Unter dem neuen Ostteil befindet sich ein gewölbter Keller. 1972 legten Experten Wandmalereien frei, die aus der Romanik und Gotik stammen. Sie gehören zu den ältesten Werken dieser Art in der Pfalz. An der Stelle, wo einst die Stammburg der Kolbe von Wartenberg (ein bedeutendes Geschlecht früherer Zeiten) stand, hat man einen Gedenkstein errichtet. Noch gut erhalten ist die ehem. Mühle (Schloßberg 16, OT Wartenberg), die ihren Ursprung im Mittelalter hat. Info: VG Winnweiler

Wart(e)turm
Albisheim. Wer auf der B 47 von Marnheim Richtung Worms unterwegs ist, dem ist bestimmt schon der Warteturm auf der Anhöhe über Albisheim aufgefallen. Seit dem 13. Jahrhundert, als Albisheim von einer Ortsbefestigung umgeben war, steht auf dem Wartberg ein Wart(e)turm („Wachtturm bzw. Beobachtungswarte“). Ein Blitzschlag zerstörte im Dezember 1977 den ursprünglichen Turm. Aber die Frw. Feuerwehr und zahlreiche freiwillige Helfer haben den ca. 8 m hohen Turm wieder hergestellt. Der Wart(e)turm ist leider die meiste Zeit verschlossen. Aber auch vom umliegenden Gelände hat man einen wunderbaren Rundblick über das Nordpfälzer Bergland und das Zellertal mit Albisheim, Einselthum und Zellertal. Natürlich ist auch der Donnersberg in Sichtweite. Wie erreicht man den Turm? Von Marnheim kommend kann man auf der Höhe von Albisheim von der B 47 etwa 400 m vor der Abzweigung nach Gauersheim/Stetten auf einen befestigten Landwirtschaftsweg einbiegen. Dieser verläuft zunächst parallel zur B 47 und führt dann hoch in die Weinberge. Da man den Turm vor Augen hat, kann man „querfeldein“ zum Turm gelangen. Auch von der Straße nach Gauersheim (etwa auf der Höhe des Fernsehumsetzers) führen Landwirtschaftswege auf den Wartberg.

Wartturm
Kirchheimbolanden. Auf dem 360 m hohen Schillerhain über Kirchheimbolanden steht der 11,5 Meter hohe Wartturm. Er wurde im 15. Jahrhundert als Wachtturm/Beobachtungspunkt errichtet. 51 Stufen führen auf die Aussichtsplattform. Man sieht im Südwesten den Donnersberg mit dem Fernsehturm und der Funkstation, im Osten die Orte jenseits der A 63 (z. B. Rittersheim, Gauersheim) und das Alzeyer Hügelland sowie ein Stück der Stadt Kirchheimbolanden. Ansonsten ist die Aussicht durch die hohen Bäume verdeckt. Von der „Schneckennudel“ (Schneckenturm) in unmittelbarer Nähe des Turms ist die Aussicht genauso gut wie vom Wartturm. Wie erreicht man den Turm? Von der A 63 nimmt man die Abfahrt Kirchheimbolanden. Ab dort folgt man der Beschilderung „Hotel Schillerhain“. Außerhalb der Stadt, ca. 400 m hinter dem Ortsschild, biegt man vor dem Wasserturm links in den Waldparkplatz ein und steht direkt vor dem Turm.

Wasgau
Südlicher Teil des Pfälzerwaldes, der im Norden etwa von der B 10 und dem Queichtal, im Westen von der Linie Pirmasens - Eppenbrunn, im Süden von der franz. Grenze und im Osten von der Haardt eingegrenzt wird. Abwechslungsreiches Gebiet mit sehr viel Wald sowie zahlreichen Burgen und Felsen.

Wasserburg Reipoltskirchen (siehe Burg Reipoltskirchen)

Wasserschaupfad
Herschberg. Bizarre und farbenprächtige Felsgebilde führen im Odenbachtal auf die Spuren der Erdgeschichte. Die Kraft des Wassers mit Quellen, kleinen Seen und Moorpflanzen haben in diesem Tal ein eindrucksvolles Landschaftsbild geschaffen. Geologen beschreiben es als „Kugelfelshorizont“. Der Wasserschaupfad beginnt an der Weihermühle und führt auf etwa 5,5 Kilometern durch das Tal. Mehrere Schautafeln informieren über den Zusammenhang von Natur und Wasserhaushalt, geben Hinweise zu den Fischweihern, Wasserfällen und Felsformationen. Auskünfte: Tourist-Info der VG Wallhalben, Telefon 06375 921-150.

Wattenheim (DÜW)
zw. Kaiserslautern und Grünstadt, südlich von Eisenberg, nahe der A 6. 1.633 Einwohner, 310 m NN, im Jahre 1221 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde. Sehenswertes: Ev. Kirche (13. Jhdt/1729/1772, Kanzel und Gestühl sind von 1772, die Wandbemalung von 1895), ehem. Haus des Freiherrn von Blumencron (1731), Kath. Kirche (1893, neugotischer Stil), "Wahrzeichen" Wasserturm, Burgmuseum. Info: VG Hettenleidelheim

Weidenthal (DÜW)
östlich von Kaiserslautern an der B 39, 2.035 Einwohner, 240 m NN, 1251 erstmals urkundlich erwähnt als Eigentum des Klosters Limburg. Sehenswertes: Ev. Kirche (1864), Kath. Kirche (1876), Friedhofshalle mit Glasbilder-Zyklus von Erich Schug. Info: VG Lambrecht

Weilerbach (KL)
nordwestlich von Kaiserslautern, 4.442 Einwohner, 250 m NN, im Jahre 1214 erstmals urkundlich erwähnt, Sitz der Verbandsgemeinde. Sehenswertes: Reinhard-Blauth-Museum. Info: Touristikbüro, Telefon 06374 922-131 Internet: www.weilerbach.de

Weinanbau in der Pfalz
Die Pfalz (bis 1992 Rheinpfalz) ist Deutschlands zweitgrößtes Weinbaugebiet. Man unterscheidet die Weinbaubereiche „Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße „ und „Südliche Weinstraße „. Die bestockte Rebfläche beträgt ca. 23.604 Hektar mit mehr als 100 Millionen Rebstöcken in 25 Großlagen und 322 Einzellagen. In 144 Weinbaugemeinden bestehen rund 7000 Weinbaubetriebe, davon ca. 3000 im Haupterwerb. Die Pfalz zählt ca. 1800 Selbstvermarkter (Weingüter) und 27 Winzergenossenschaften. Der durchschnittliche Jahresertrag liegt bei 2,4 Millionen Hektoliter. Somit kommt jede vierte Flasche deutschen Weins aus der Pfalz. Der Exportanteil liegt bei 25%, mit Abstand wichtigstes Exportland für die Pfälzer ist Großbritannien. Die Erntemenge lag im Jahr 2002 mit etwa 2,6 Millionen Hektoliter etwas über dem langjährigen Mittel
(siehe auch “Eiswein in der Pfalz“ und „Rotwein in der Pfalz“)

Weinbaumuseum Herrenhof
Neustadt-Mußbach. Herrenhofstr. 6. Im Zehntkeller und in der Hochpaterre des Getreidespeichers im historischen Herrenhof sind Exponate aus den Bereichen Rebenanbau, Rebenveredelung, Weinausbau und Weinvermarktung der letzten beiden Jahrhunderte ausgestellt. Für alle Arbeitsvorgänge im Weinberg und im Keller werden die früher verwendeten Handarbeitsgeräte und die Maschinen der beginnenden Mechanisierung gezeigt und ausführlich beschrieben. Ergänzt wird die Sammlung durch die Fuhrwerke für Weinbaubetriebe, die in der Remise untergestellt sind, und durch die historischen, früher in der Pfalz üblichen Rebenerziehungs- und unterstützungsarten, die im Johannitergarten zu sehen sind. Auf dem Rundgang können die aus der Gotik, der Renaissance und dem Barock stammenden Gebäude des historischen Kulturzentrums Herrenhof besichtigt werden. Öffnungszeiten: nach Vereinbarung. Auskunft: Telefon 06321 66772 (Fördergemeinschaft Herrenhof).

Weinbiet
Berg nordwestlich von Neustadt, 555 m, Aussichtsturm aus dem Jahre 1877 (siehe „Weinbietturm“).

Weinbietturm
Neustadt. Auf dem Weinbiet (555 m) nordwestlich von Neustadt erhebt sich der 21,5 m hohe, achteckige Aussichtsturm. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde er 1877 fertiggestellt und 1952/53 umfassend renoviert. 20 Stufen führen zum Eingang, im Turm 80 Stufen zur Aussichtsplattform. Imposant ist natürlich der Blick über Neustadt hinweg in die Rheinebene sowie die Sicht auf den Pfälzerwald bis hin zum Donnersberg. Im Weinbietturm ist seit 1952 der Wetterdienst untergebracht. Daneben steht der weiß-rote Sendemast, den man z. B. auch von der Weinstraße bzw. der A 65 erkennen kann. Durch das Weinbiethaus des PWV Gimmeldingen (Freitag Ruhetag) wird dieser Aussichtsturm zu einem besonders lohnenswerten Ziel. Hier kann man gemütlich und gut essen. Kinder können sich auf dem Spielplatz die Zeit vertreiben. Wie erreicht man den Turm? Von der A 65 nimmt man die Ausfahrt Neustadt/Lambrecht nach Neustadt. Zuerst Rg. Lambrecht und dann in den Stadtteil Haardt. Hinter der Winzergenossenschaft links Rg. Sportplatz. Etwas weiter oben kommt man in die Straße "Im Meisental", die man bis zum Ende durchfährt. Gegenüber dem Haus Nr. 84 ist ein Parkplatz. Zwischen dem Haus und dem Parkplatz verläuft ein asphaltierter Weg in den Wald. Darauf kommt man nach einigen hundert Metern in der Kurve an eine Kneippanlage. Von dort wandert man der Markierung "blauer Punkt" folgend ca. 70 - 80 Minuten bergauf.

Weingarten (GER)
zw. Speyer und Landau, 1.534 Einwohner, 771 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lingenfeld

Weingut Weilberg
Bad Dürkheim. Ehemaliges römisches Weingut mit Herrenhaus und Kelteranlage, größtes römisches Weingut der Pfalz.

Weinkönigin
1931 wählte man in Neustadt erstmals eine Weinkönigin. Andere Weinbaugebiete übernahmen diese pfälzische Idee, so dass 1947 aus den jeweiligen Gebietsweinköniginnen die erste Deutsche Weinkönigin gewählt wurde. Die Wahl der Deutschen Weinkönigin findet traditionsgemäß jedes Jahr im Rahmen des Deutschen Weinlesefestes im Oktober in Neustadt statt.

Weinland Pfalz
In der Pfalz gibt es etwa 160 Mio. Rebstöcke, die Jahresernte beträgt durchschnittlich 2,5 Mio. Hektoliter. 1999 wurden in der Pfalz 4.753 Betriebe mit 30 Ar und mehr bestockter Rebfläche gezählt, die Rebfläche lag insgesamt bei 23.040 Hektar. Zum Vergleich: 20 Jahre davor gab es noch 8.178 Weinanbaubetriebe mit einer Fläche von 21.403 Hektar. Seit der Römerzeit werden in der Pfalz systematisch Reben angebaut (ca. 1. Jhdt. n. Chr.). Der älteste schriftliche Beleg des pfälzischen Weinbaus aus dem Jahre 708 führt ins Zellertal. Info: Pfalzwein e.V., Neustadt, Telefon 06321 912328.

Weiße Grube
Imsbach. Bereits seit der Römerzeit wurde im hiesigen Erzrevier Eisen und Kupfer abgebaut. Von den ehemaligen Stollen kann nur noch die Weiße Grube auf einer Länge von 300 m besichtigt werden. Die Führung dauert etwa eine Stunde und vermittelt auf den im Jahre 1921 noch befahrenen Abschnitten Eindrücke, wie die Bergleute seit dem Mittelalter mit einfachen Werkzeugen, wie z. B. dem Schlägel, das Gestein aus den Wänden schlugen. Ein kleines mit Wasser betriebenes Pochwerk demonstriert, wie das erzhaltige Gestein zermalmt wurde. Das Zechenhaus lädt nach der Besichtigung zu einer Rast ein. In der Ortsmitte von Imsbach beginnt ein Gruben-Rundwanderweg (zwei gekreuzte Hämmer in gelber Farbe), an dessen Wegesrand zahlreiche Tafeln über den Bergbau in dem Revier informieren. Öffnungszeiten: April bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen 10 - 17 Uhr Info: Telefon 06302 2304 oder Donnersberg-Touristik-Verband, Telefon 06352 1712 Internet: www.weisse-grube.de

Weisenheim a. Berg (DÜW)
südlich von Grünstadt, 1.723 Einwohner, 203 m NN, 771 erstmals urkundlich erwähnt, Winzerdorf, im Gasthaus "Zum Admiral" hatte Georg Neumayer seinen Alterssitz. In Weisenheim geht der Pfarrer des öfteren "mit de Peif in die Kerch", um dort seine Mundartpredigt zu halten. Sehenswertes: ehem. Synagoge, Naturschutzgebiet "Krummbachtal" mit "Ungeheuersee", Winzerhäuser (16.-18. Jhdt.). Info: VG Freinsheim. Internet: www.freinsheim.de

Weisenheim am Sand (DÜW)
zwischen Grünstadt und Ludwigshafen, 4.379 Einwohner, 107 m NN, 771 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bezeichnung „Weißheim uffm Sand“ taucht erstmals 1522 auf, seit 1828 wird der Ort als „Weißenheim“ bezeichnet. Der Namenszusatz „am Sand“ hilft, die Gemeinde von dem ebenfalls in der Verbandsgemeinde Freinsheim liegenden Ort „Weisenheim am Berg“ zu unterscheiden. Die Gemarkung umfasst ca. 1.500 Hektar. Bedeutend sind der Weinanbau (ca. 370 Hektar Reben), der Obstanbau (340 Hektar Kern-, Beeren- und Steinobst) und der Spargelanbau. Weisenheim hat auch einen Namen als Reiterdorf und das nicht nur, seit der international bekannte Springreiter Hugo Simon dort wohnt. Sehenswertes: Ev. Kirche (Ursprung 12. Jhdt., im 18. Jhdt. verändert), Kath. Kirche (1866), Naturschutzgebiet "Ludwigshain", Obstmarkt, der „Portugieser Wettstreit“ (ein seit 1994 durchgeführter Weinwettbewerb). Info: VG Freinsheim. Internet: www.freinsheim.de

Weitersweiler (KIB)
südlich von Kirchheimbolanden, nahe der A 63, am Häferbach, 485 Einwohner, ca. 230 m NN, 1120 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Mehrere stattliche Fachwerkhäuser aus dem 18./19. Jh. (z. B. Hauptstr. 19 und 28, Bolander Str. 21) prägen das Ortsbild. 1880 wurde die Kath. Kirche St. Bartholomäus eingeweiht. Sie ist Wahrzeichen und Dorfmittelpunkt. Der Rokokoaltar (um 1760) stammt noch aus der Kapelle am Häferbach, von der noch ein Teil des Chores erhalten ist (Lindenstraße). Die St. Bartholomäus-Kapelle wird bereits 1317 erstmals erwähnt und diente nach entsprechenden Erweiterungsbauten von 1707 bis 1856 (Zerstörung durch Blitzschlag) als Pfarrkirche. Ein schöner Blickfang ist das frühere Schulhaus (Hauptstr. 8) von 1825, das sich seit 1991 in Privatbesitz befindet. Der Judenfriedhof erinnert an die jüdischen Bürger, die von ca. 1800 bis ca. 1907 hier wohnten. Zu dem Ort gehört auch ein Campingplatz mit Campingklause (ca. 15 Min. Gehweg Richtung Jakobsweiler). Info: VG Göllheim

Weitzel, Cläre
geboren 1889 in Lauterecken, gestorben 1945 in Bad Dürkheim, Schriftstellerin.

Welchweiler (KUS)
nordöstlich von Kusel, westlich von Wolfstein, 210 Einwohner, 1320 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Altenglan

Wellbach
Kleiner Bach. Entspringt am Eschkopf und mündet bei Rinnthal in die Queich. Wenn die Pfälzer die "Wellbach" hochfahren, dann meinen sie damit das sehr kurvenreiche Stück der B 48 zwischen Rinnthal und Johanniskreuz, das fast parallel zum Wellbach verläuft und sehr gern von Motorradfahrern genutzt wird.

Wernersberg (SÜW)
3 km südwestlich von Annweiler, 1.129 Einwohner, 1130 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Annweiler

Weselberg (PS)
nördlich von Pirmasens, 1.423 Einwohner, 435 m NN, 1547 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Wallhalben

Westheim (GER)
südwestlich von Speyer, 1.735 Einwohner, im Jahre 976 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum. Info: VG Lingenfeld

Westpfälzer Wandermusikantenmuseum
Mackenbach, Schulstraße 34. Das Westpfälzer Musikantenland gehört zu den wenigen Regionen im deutschsprachigen Kulturraum mit einer Wandermusikanten-Tradition. Wirtschaftliche Gründe wie z. B. Überbevölkerung, Hungersnot und Mißernten veranlassten um das Jahr 1830 die ersten Musikanten auf Wanderschaft zu gehen. War es zunächst nur das benachbarte Ausland, so zogen um 1850 rund 2.500 Westpfälzer Musikanten bereits durch die gesamte Welt. Im Jahre 1913 beispielsweise ernährten sich in dieser Gegend insgesamt 1.054 Familien vom „Musikantengeld“. In Mackenbach und auch in anderen Orten lebten bis zu zwei Drittel aller Familien vom Verdienst ihrer Musikanten. Im Musem wird die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Wandermusikanten ausführlich erläutert. Gezeigt werden zahlreiche weitgereiste Instrumente, Fahnen, umfangreiches Notenmaterial, Reiseutensilien und Fotos. Themenschwerpunkte: Beginn und geschichtliche Entwicklung des Westpfälzer Musikantengewerbes - die Arbeitsstätten der Musikanten (u.a. das weltgrößte Modell einer originalgetreu nachgebauten Zirkusanlage) - das Umfeld des Musikantentums (Familie, Image, Musikverbände, Einkommen und Vermögen der Musiker, Musikvereine) - Musikinstrumentenmacher (u.a. die Fa. Pfaff) - besondere Persönlichkeiten und Orte des Westpfälzer Musikantentums - die Reisen und Stationen der Wandermusikanten (u.a. Weltkarte, auf der Routen mit Lämpchen dargestellt werden) - Auswanderer aus der Westpfalz - Der Mackenbacher Verein in New York - Sonderausstellung „Namibia“. Öffnungszeiten: Sonntag 14 – 17 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06374 6475 (Herr Held) oder 4637. Internet: www.musikantenmuseum.de

Westpfälzische Moorniederung
Ehem. Moor- und Sumpfgebiet zwischen der Sickinger Höhe und dem Pfälz. Bergland. Das "Landstuhler Bruch" war ca. 40 km lang und 5 km breit, ehe es durch Entwässerung, Torfstich und weitere Kultivierungsarbeiten nutzbar gemacht wurde. Nach dem 2. Weltkrieg bauten die Amerikaner bei Ramstein einen Flugplatz. Außerdem verlaufen die Kaiserstraße und die Autobahn A 6 durch dieses Gebiet.

Westpfalz-Radwanderweg
Angebot des Vereins zur Förderung des Tourismus in der Westpfalz. Auf drei verschiedenen Touren (Gr. Westpfalz-Tour, Pfälzer Bergland-Tour, Wasgau-Westrich-Tour) mit Tagesetappen zwischen 38 km und 52 km kann die Westpfalz in 5, 6 oder 7 Tagen erradelt werden. Unterkünfte und Gepäcktransport werden vom Veranstalter besorgt. Info und Buchung: Verein zur Förderung ...., Rathausplatz, 67653 Kaiserslautern, Telefon 0631 365-2316.

Westpfalz-Wanderweg
In Zusammenarbeit zwischen dem Pfälzerwald-Verein, den touristischen Einrichtungen und der Gastronomie ist der große Westpfalz-Wanderweg entstanden. Er erschließt mit über 400 km markierten Wegen die gesamte Westpfalz vom Wasgau bis zum Nordpfälzer Bergland. Dazu kann ein Pauschalarrangement gebucht werden, bei dem Übernachtung, Gepäcktransport usw. durch den Anbieter organisiert werden. Natürlich kann der Weg (und auch das Arrangement) in kleinere Teilabschnitte aufgeteilt werden. Info: Verein zur Förderung des Tourismus in der Westpfalz, Rathausplatz, 67653 Kaiserslautern, Telefon 0631 365-2316.

Westrich (Westricher Hochfläche)
Geologisch handelt es sich um eine Muschelkalk- und Buntsandsteinfläche um 400 m NN mit wasserarmen, teils lehmigen, teils sandigen Böden und mit mäßig feuchtem, mildem ozeanischem Klima. Schon im Mittelalter taucht die Bezeichnung Westrich für den westlichen Teil des Deutschen Reiches ("Westreich") auf. Damals rechnete man Teile der heutigen Pfalz, Lothringens, des Saarlandes und der Gegend bis hin zum Trierer Raum dazu. Sogar bis ins letzte Jahrhundert benutzte man für alles, was jenseits der Haardt Richtung Westen lag, den Allgemeinbegriff "Westrich". Heute begrenzt man den Westrich hauptsächlich auf die westliche Pfalz mit dem Nordpfälzer Bergland, der Südwestpfälzischen Hochfläche und dem Landstuhler Bruch.

Westwall
Von 1936 - 1939 erbaute Verteidigungsanlage, die sich über 650 km vom Niederrhein bis nach Basel erstreckte und damit auch die Pfalz tangierte.

Westwall-Museum
Pirmasens-Niedersimten, In der Litzelbach. Unter dem Motto „Einst Werkzeug des Krieges, heute Mahnmal zum Frieden“ ist die ehemals militärisch genutzte Stollenanlage, eine sog. Hohlgangsystem, als Museum zur Darstellung der Geschichte des Westwalls eingerichtet worden. Sie ist mit Gegenständen und Schautafeln ausgestattet, die die militärische und zivile Verwendung veranschaulichen. Der Rundgang führt durch 1.000 m unterirdische zum Teil voll ausgebaute, zum Teil noch im Fels stehende Hohlgänge. Die Gerstfeldhöhe sollte im 2. Weltkrieg – als Gegenstück zur Maginotlinie auf franz. Seite – eine tragende Rolle im Verteidigungskonzept des Westwalls einnehmen. Geplant waren auf zwei Ebenenen insgesamt 9 km Stollen und eine Kasernenanlage mit rund 4 km Hohlgängen. Die beiden Ebenen sind mit einem 68 m hohen Aufzugsschacht miteinander verbunden. Die untere, heute zugängliche Ebene diente zum beschusssicheren Mannschafts- und Munitionstransport für die obere Ebene bzw. als Unterkunft für Soldaten und Bedienungspersonal. Beim Besuch warme Bekleidung nicht vergessen! Öffnungszeiten: April bis Oktober Samstag und Sonntag 13 – 17.00 Uhr. Auskunft: Telefon 06331 46147. Internet: www.westwall-museum.de

Wetter, Dr. Friedrich
Geboren 1928 in Landau. Theologe. 94. Bischof des Bistums Speyer. Erzbischof der Diözese München und Freising. 1985 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt.

Weyher (SÜW)
4 km südwestlich von Edenkoben, 567 Einwohner, 260 m NN, 777 erstmals urkundlich erwähnt, anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde, Weinbau. Sehenswertes: Altes Rathaus (1608), Ludwigsturm. Info: VG Edenkoben

Wiesbach (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 591 Einwohner, 270 m NN, 1269 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Zweibrücken-Land

Wiesweiler (KUS)
südwestlich von Lauterecken an der B 420, 486 Einwohner, 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Lauterecken

Wildkatze
Nach einer vom Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht in Auftrag gegebenen Untersuchung ist Rheinland-Pfalz mit rund 1.000 bis 3.000 Tieren das Hauptverbreitungsgebiet der Wildkatze. Schätzungsweise 220 bis 590 davon leben im Pfälzerwald. Da die Wildkatze Anfang des 20. Jhdts. vom Aussterben bedroht war, ist sie seit 1934 gesetzlich geschützt und darf nicht gejagt werden.

Wildpark Betzenberg
Kaiserslautern (erreichbar über Betzenberg oder Entersweiler Straße). Der kleine Wildpark ist ständig geöffnet. Telefon 0631 70779.

Wildpark Potzberg
(an der B 423 zw. Mühlbach und Gimsbach, südöstlich von Kusel). Auf dem 562 m hohen Potzberg erstreckt sich das Gelände dieses Wildparks. Auf rund 25 ha Wald-, Feld- und Wiesenflächen können Wildtiere aus nächster Nähe erlebt und von der zentralen Besuchertribüne bei der Fütterung beobachtet werden. Eine Streichelwiese bietet Gelegenheit zu hautnahem Kontakt mit Kleintieren. Hauptattraktion ist die Falknerei. Dort finden regelmäßig (meist 15 Uhr) Flugvorführungen mit Adlern, Geiern, Falken, Milanen und Bussarden statt. Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr. Info: Wildpark-Falknerei Potzberg, Telefon 06385 6228 oder Tourist-Info in Kusel

Wildpark Rheingönheim
Ludwigshafen-Rheingönheim, Neuhöfer Straße. Der Park ist auf europäische Wildtiere spezialisiert. Auf dem über 35 Hektar großen Gelände sind u.a. Auerochsen, Waldbisons, Tarpane, Wildkatzen, Wasservögel, Graureiher sowie frei laufendes Muffel-, Sita- und Damwild zu Hause. Die Anlage ist naturnah gestaltet, um auch wild lebenden Tieren Unterschlupf zu geben. Öffnungszeiten: Der Wildpark ist täglich ab 10 Uhr (Juni bis August ab 9 Uhr) geöffnet und schließt - je nach Jahreszeit - zwischen 17 und 19 Uhr. Eintritt: 2,10 Euro, Kinder 1,30 Euro bzw. 0,60 Euro, Familien 3,30 Euro. Telefon 0621 5043370.

Wild- und Wanderpark Südliche Weinstraße
Zwei Kilometer südwestlich von Silz. Erster Wild- und Wanderpark Deutschlands, 1973 eröffnet. Über 400 Tiere leben hier, darunter Mufflons, Wisente, Rot- und Damwild, Pferde, Esel, Ziegen, Wölfe, Uhus, Wildschweine. Viele Tiere kann man nicht nur sehen, sondern auch streicheln. Großer Abenteuerspielplatz. Ab Ostern regelmäßige Natur-Erlebnis-Tage. Fütterung der Wölfe von April bis Oktober täglich um 11 Uhr. Öffnungszeiten: Ganzjährig ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit (von 16.11. bis 14.03. erst ab 10 Uhr geöffnet). Info: Telefon 06346 5588 Internet: www.wildpark-silz.de

Wilgartswiesen (PS)
an der B 10 zw. Hauenstein und Annweiler, 1.161 Einwohner, 220 m NN, 828 erstmals urkundlich erwähnt, anerk. Erholungsort. Die Geschichte dieser ältesten Gemeinde im Queichtal lässt sich über tausend Jahre urkundlich zurückverfolgen. Sehenswertes: Burg Falkenburg, Wilgartaburg. Der Ort beherbergt ein Ferienzentrum für Behinderte. Info: VG Hauenstein. Internet: www.wilgartswiesen.de

Wilhelm-Hack-Museum
Ludwigshafen, Berliner Straße 23. Die Stiftung des Kölner Kunstsammlers Wilhelm Hack (1899 – 1985) bildet den Grundstock für dieses Museum. Die Sammlung besteht aus drei Abteilungen: die erste umfasst fränkisch-römisches Kunsthandwerk aus der Zeit zwischen 450 v. Chr. bis 770 n. Chr., wie z. B. Schmuck, Geräte, Waffen, Gläser und Urnen, die in einem Grab bei Gondorf (Mosel) gefunden wurden. In der zweiten Abteilung „Mittelalter“ sind sakrale Kunstwerke, Kunsthandwerk, Buchmalerei, Tafelbilder und Plastiken zu sehen (ca. 1200 – 1550). Ein Höhepunkt ist ein elsässer Passionstriptychon, das auf fünf Tafeln die Leidensgeschichte darstellt. Der dritte Teil der Stiftung „Klassische Moderne“ widmet sich der ungegenständlichen Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt hier im historischen Konstruktivismus Rußlands und Hollands der 1910er/20er Jahre, der in einer für deutsche Museen seltenen Dichte und Qualität vorhanden ist. Darüber hinaus sind aus der Frühphase der ungegenständlichen Kunst zw. 1910 und 1930 Gemälde z. B. von Kandinsky, Delaunay, Gleizes, Herbin, und Macke zu sehen. Der „abstrakte Expressionismus“ der 50er/60er Jahre ist mit einigen Werken vertreten. Ergänzt wird die Hack-Sammlung durch Werke des deutschen Expressionismus und der Kunst nach 1945 aus städtischem Kunstbesitz sowie durch eine reichhaltige grafische Sammlung des 20. Jahrhunderts mit ca. 5000 Blättern. Das Museum bietet zusätzlich jährlich mehrere hochwertige Sonderausstellungen an. Markantes Wahrzeichen des Museumsgebäudes ist eine große Keramikwand ( 10 m x 55 m) des spanischen Künstlers Joan Miró. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17.30 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr. Auskunft: Telefon 0621 504-3411.

Wilhelm-Panetzky-Museum
Rammelsbach, Haschbacher Str. 14. In diesem Steinbruchmuseum dreht sich alles um die Gewinnung des Hartsteins. Das Museum veranschaulicht die 120-jährige Geschichte des „Dimpel“, wie der frühindustrielle Betrieb noch heute genannt wird. Schaubilder, Szenen und Dokumente führen dem Besucher vor Augen, welche Schwerstarbeit die Männer und Frauen am „Rammelsbacher Kopf“ geleistet haben. Öffnungszeiten: Sonntag 14 – 17 Uhr. Eintritt: frei. Auskunft: Telefon 06381 424270.

Winden (GER)
zwischen Kandel und Bad Bergzabern, 1.048 Einwohner, im Jahre 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Heimatmuseum. Info: VG Kandel

Winnweiler (KIB)
zw. Kaiserslautern und Kirchheimbolanden an der B 48, 4.806 Einwohner, 250 m NN, 891 erstmals urkundlich erwähnt. Die Fremdenverkehrsgemeinde liegt an der Alsenz und ist Sitz einer VG-Verwaltung. Sehenswertes: Bereits im 17. Jhdt. wurde die Grafschaft Falkenstein von Winnweiler aus verwaltet. 1604 ließ Sebastian von Dhaun-Falkenstein das gräflich-falkensteinische Schloß erbauen. Das Gebäude war im 18. Jhdt. Sitz des K. u. K. österreichischen Oberamtes. Es stand in der heutigen Schloßstraße (Anwesen Baus). Ende des 18. Jhdts. von den Franzosen beschlagnahmt, wurde das Schloß 1804 versteigert und danach größtenteils abgerissen. An die österreichische Herrschaft erinnern noch einige alte Häuser im Ortskern sowie die Hl. Nepomuk-Statue auf der Lohnsbachbrücke (1761). Sehenswerte Gebäude sind u. a. die unter Denkmalschutz stehende "Victoria-Apotheke" (1851) in der Schloßstraße 23 und das ehemalige prot. Pfarrhaus (1707) am Marktplatz/Ecke Gymnasiumstraße. Am Lorenz-Steinbrückner-Weg liegt das "Kaffeemühlchen", ein Häuschen mit barockem Mansardendach aus dem frühen 18. Jhdt. In der Jakobstraße stehen zwei typische ehemals königlich-bayerische Amtsgebäude aus der Jahrhundertwende, in denen das Katasteramt und die VG-Verwaltung untergebracht sind. Ein guter Aussichtspunkt ist das Kriegerdenkmal auf dem Leisbühl (304 m). Die ehem. Wallfahrtskapelle Zum Hl. Kreuz, siehe „Kreuzkapelle“, (1764, Turm 1840) auf dem Kapellenberg hatte ihren Ursprung in einer kleineren Kapelle, die 1728 von dem lothringischen Oberamtmann Freiherr von Langen gestiftet worden war. Obwohl andere Vorgängerkirchen urkundlich erwähnt werden, wurde die Ev. Kirche in der heutigen Form erst 1749 erbaut. Der Turmbau folgte fünf Jahre später. Die Kath. Kirche Herz Jesu wurde 1913 eingeweiht.
Im OT Hochstein liegt der Ursprung für das Eisenhüttenimperium der Familie Gienanth. Hier wurden die im benachbarten Imsbach geförderten Erze verhüttet. Das Gienanth'sche Herrenhaus (18. Jhdt.) mit Türmchen steht noch. Hoch über dem Ort ragt das Hochsteiner Kreuz (1769) auf einem 80 m hohen Felsen. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06302 602-0. Internet: www.winnweiler-vg.de

Winterbach (PS)
nordöstlich von Zweibrücken, 529 Einwohner, 260 m NN, 1269 erstmals urkundlich erwähnt. Info: VG Wallhalben

Winterborn (KIB)
nördlich von Rockenhausen, 196 Einwohner, ca. 295 m NN, Anfang des 13. Jhdt. erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Über 150 Jahre alt ist das Gebäude der ehem. Schule (1841) in der Ortsmitte, das man am Glockenturm mit der Uhr erkennt. Der ursprüngliche Kern des Ortes liegt in der heutigen Steinstraße 1 und 3, einem ehemaligen Kloster-Hofgut. Das Anwesen gehörte von 1749 bis 1872 der Familie Brunck. Hier wurde 1847 Heinrich Brunck geboren, der als Chemiker und Direktor der BASF weltbekannt war. Ein sehenswertes Anwesen ist auch der Hakenhof (1880) in der Steinstraße 6. Info: VG Alsenz-Obermoschel

Winterkirchel
Bei Erfweiler. Erfweiler blieb von stärkeren Einflüssen des 2. Weltkriegs verschont. Das war für die Bürger ein guter Grund, in den ersten Nachkriegsjahren den sichtbaren Beweis ihrer christlichen Dankbarkeit und Demut zu schaffen: das heutige Wahrzeichen Erfweilers, das Winterkirchel. Auf dem Winterberg gaben von alters her vermooste und verwitterte Mauerreste und ein fast unkenntliches Muttergottesbild, in einem steinernen Fensterbogen gefasst, Zeugnis, dass hier einmal eine Gnadenstätte gestanden haben musste. Es ist kaum etwas über Erbauung und Aussehen der einstigen Heimat der "Muttergottes zur Himmelspforte" bekannt. Sie ist lediglich 1741 und 1789 in der Dahner Pfarrchronik als Restaurations- bzw. Abrissobjekt benannt.
Genau am Platz der historischen Stätte wurde von 1948 bis 1949 das Winterkirchel erstellt. Am 14.August 1949 konnte der damalige Speyerer Bischof Josef Wendel das Winterkirchel "Maria Himmelspforte" einweihen. Noch heute findet monatlich am 13. von Erfweiler aus ein Bittgang zum Winterkirchel statt. Am 1. Mai wird alljährlich eine feierliche Maiandacht abgehalten. Am 15. August treffen sich die Marienverehrer aus nah und fern hier inmitten des Waldes zur Wallfahrt.

Wirth, Johann Georg August
Geboren 1798, gestorben 1848. Maßgeblicher Anführer beim Hambacher Fest.

Wohlgemuth, Daniel
Geboren 1876 in Albisheim, bekannter Maler, 1967 gestorben.

Wolfskirche
Bosenbach. Historische Kirche auf dem alten Friedhof mit romanisch-gotischem Turm, sehenswerte Wand- und Gewölbemalereien (14. Jhdt.). Die Glocken stammen aus dem Jahre 1375.

Wolfstein (KUS)
Stadt nordwestlich von Kaiserslautern an der Lauter, an der B 270, 2.028 Einwohner, 190 m NN, im Jahre 1274 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Burg Altwolfstein, Burg Neuwolfstein, Kalkbergwerk Königsberg, Heimatmuseum der VG Wolfstein, Druckereimuseum. Info: VG-Verwaltung, Telefon 06304 651. Internet: www.wolfstein.de

Wörth a. Rhein (GER)
Stadt westlich von Karlsruhe, 17.402 Einwohner, 104 m NN, 1380 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswertes: Kunstgalerie im Rathaus (mit Heinrich-Zügel-Ausstellung), Badepark. OT: Büchelberg, Maximiliansau, Schaidt. Info: Stadtverwaltung. Internet: www.woerth.de

Wunderlich, Fritz
Geboren 1930 in Kusel. Opern- und Liedersänger. Stationen der kurzen Karriere des Tenors: Freiburg i.Br. (1950), Staatsoper Stuttgart (1955), Salzburger Festspiele (1959), Bayer. Staatsoper München (1959), Wiener Staatsoper (1962). 1966 an den Folgen eines Treppensturzes verstorben. Als "eine der glänzendsten Persönlichkeiten der Gesangskunst" bezeichnete die "Opernwelt" den begnadeten Tenor, der trotz seiner jungen Jahre schon sehr berühmt geworden war (siehe Fritz-Wunderlich-Gedenkzimmer).

Würzweiler (KIB)
nordwestlich von Rockenhausen, am Appelbach, 209 Einwohner, 290 m NN, 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Besondere Gebäude sind das ehem. prot. Schulhaus (ca. 1850, Hauptstr. 9), das ehem. kath. Schulhaus (1852, Hauptstr. 51) und der Glockenturm (1883, Hauptstr. 38). Info: VG Rockenhausen