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 Geschichte der Pfalz
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Absolutismus
Staatsform, in der ein Monarch als oberster Gesetzgeber, Militärsbefehlhaber und Richter alleine herrscht.

Acht
Bestrafung im Mittelalter, meist für Verbrecher. Wer mit der Acht belegt war, galt als „vogelfrei“ und hatte keinerlei Rechte.

Apsis
Gewölbter, meist kreisförmiger Schlussteil eines Kirchenschiffs- Die Apsis bildet oft eine kleine Kapelle oder einen Teil des Chors.

Barock
Bau- und Kunststil zwischen ca. 1580 und 1725. Er drückte die Lebensfreunde des Adels, des aufstrebenden Bürgertums und den Erneuerungswillen der katholischen Kirche (Gegenreformation) aus. Hauptkennzeichen: geschwungene Formen, leidenschaftliche Bewegung, üppige Pracht, reiche Verzierung. In dieser Zeit entstanden prunkvolle Schlösser und Paläste, zum Teil mit großen Parkanlagen.

Basilika
Kirche mit hohem, durch Fenster belichtetem Mittelschiff und niedrigen, ebenfalls belichteten Seitenschiffen.

Benediktiner
Benedikt von Nursia (480 - 547) gründete bei Neapel sein erstes Kloster. Er gilt damit als Begründer des abendländischen Mönchtums. Die Benediktiner streben die Einheit von Gebet, Arbeit, Wissenschaft und Kunst an.

Bergfried
Hoher und stark befestigter Wehrturm innerhalb einer Burg. Diente zur Beobachtung des die Burg umgebenden Geländes. Letzte Fluchtstätte für die Burgbewohner.

Bettelorden
Mönchsorden, bei denen alle Angehörige auf Besitz verzichten. Der Unterhalt wird durch Betteln und Arbeiten sichergestellt. Die Bettelorden prägten durch ihre Tätigkeit im Schulwesen und in der Seelsorge das kirchliche Leben des späten Mittelalters.

Bronzezeit
Vorgeschichtliches Zeitalter, das in Europa um 1800 vor Christus beginnt.

Buckelquader
Rechteckig gehauene Steinquader mit einer buckelförmigen Frontseite.

Calvinismus
Von Jean Calvin (1509 – 1564) geprägte reformatorische Richtung des Christentums. Kennzeichen: einfaches Leben, strenge Moralvorstellungen, Auserwähltheitslehre (weltlicher Erfolg ist ein Zeichen göttlicher Gnade).

Chor
In der (mittelalterlichen) Architektur der das Kirchenhauptschiff abschließende, oftmals den Geistlichen vorbehaltener Teil des Kirchenraums (meist Standort des Hochaltars und des Chorgestühls).

Dachreiter
Kleiner Turm auf einem Dach, meist bei Kirchen, wo er manchmal als Glockentürmchen genutzt wird.

Dominikaner
Ein von Dominikus im Jahre 1216 gegründeter Bettelorden. Die Ordensangehörigen bemühten sich, Menschen, die mit der Lehrmeinung der kath. Kirche nicht in Einklang standen, zu bekehren.

Dreißigjähriger Krieg
siehe im Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab der Jahreszahl 1619

Eisenhütte
Industrielle Anlage, in der Eisen gewonnen und weiter verarbeitet wird.

Empore
Eine Art Galerie in Kirchen, ein zum Innenraum der Kirche offenes Obergeschoß

Epitaph
An der Wand aufgestelltes oder aufgehängtes Denkmal eines Verstorbenen.

Fachwerkhaus
Insbesondere im 16./17. Jahrhundert wurden viele Häuser in dieser Bauweise errichtet. Das Grundgerüst bestand aus stabilen Balken, die Zwischenräume („Fächer“) füllte man mit Lehn oder Ziegeln aus.

Fauna
Die Tierwelt einer bestimmten Region

Flora
Die Pflanzenwelt. Meist als Oberbegriff verwendet für die Bäume, Sträucher und Blumen, die in einem bestimmten Gebiet zu finden sind.

Fossil
versteinerter Rest eines urzeitlichen Lebewesens

Franziskaner
Ein von Franz von Assisi gegründeter Bettelorden, der sich vor allem um die Seelsorge und die Unterstützung Bedürftiger kümmert. Die Franziskaner sind der Armut besonders verpflichtet. Ihre Bekleidung besteht aus einer einfachen braunen Kutte.

Freskogemälde
Wandgemälde, ein auf eine frische Kalkwand gemaltes Bild

Ganerbenburg
Burg, an der durch Vererbung gleichzeitig mehrere Familien beteiligt sind.

Gau
Während der Frankenzeit entstand eine neue Raumordnung, in dem das Reich in Gaue (Landschaftsgebiete) eingeteilt wurde (z. B. Speyergau, Bliesgau). Der Gau ist oftmals auch Amtsbezirk eines königlichen Beamten (Grafen).

Genischt
Ein mit einer Nische (Vertiefung in der Mauer) versehener Teil eines Gebäudes

Gerber
Handwerker, der Häute zu Leder gerbt.

Germanen
In der Antike und im Mittelalter Bezeichnung für die Stämme in Nord- und Mitteleuropa, die in Sprache, Religion und Sitten Gemeinsamkeiten aufwiesen.

Gotik
Baustil zwischen ca. 1250 und ca. 1450, hauptsächlich bei kirchlichen Bauten angewandt. Hauptkennzeichen: Spitzbogen, hohe, aufwärtsstrebende Türme, langgezogene oder kreuzförmige Grundrisse, schlanke, hohe Fenster. Die Mauern sind oftmals außen durch ein Strebewerk gestützt.

Graf(schaft)
In der Zeit der fränkischen Herrschaft Bezeichnung für den Amtsbezirk eines königlichen Verwaltungsbeamten (Graf). Der Graf war gegenüber dem König weisungsgebunden.

Grundherrschaft
Mittelalterliches Abhängigkeitsverhältnis, bei dem der Grundherr über das Land (Grund und Boden) und dessen Bewohner Herrschaft und Schutz ausübte. Meistens mussten die Bauern für ihren Grundherrn Frondienste ausüben.

Habsburger
siehe Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab der Jahreszahl 1273

Hallenkirche
Dreischiffige Kirche mit gleich hohen Mittel- und Seitenschiffen. Das Licht fällt nur durch die Fenster in den Seitenschiffen ein.

Halsgraben
Künstlich angelegter Graben, der den Teil eines Berges, auf dem eine Burg erbaut wurde, von dem übrigen Berggelände bzw. –gipfel trennte.

Herzog
Ursprünglich war der Herzog ein mehreren Grafen übergeordneter königlicher Beamter. Im Mittelalter hat sich der Titel von der eigentlichen Funktion losgelöst und wurde zum höchsten deutschen Adelstitel.

Hochstift
Als Stift bezeichnet man eine kirchliche Einrichtung (z. B. Kloster, Altenheim), die durch gestiftetes Geld oder auf gestiftetem Land entstanden ist. Ein Hochstift ist ein zu einer Bischofskirche gehörendes Stift.

Kanzel
separater platzierter, meist erhöhter Predigerstand in einer Kirche.

Karbonzeit
frühes Zeitalter der Erdgeschichte („Steinkohlezeit“)

Kastell
römische Befestigungsanlage

Karolingisch-ottonischer Baustil
Baustil von etwa 700 bis 1030. In dieser Zeit übernahmen die Germanen den Steinbau.

Kelter
Obstpresse, wird vor allem in der Weinherstellung für das Pressen der Trauben verwendet

Kirchenschiff
Der (größte) Raum der Kirche, der für die Gemeinde Sitz- und Stehplätze bietet.

Klassizismus
Baustil der Zeit von ca. 1770 bis ca. 1830. Die Baumeister nahmen die klassische griechische und römische Architektur zum Vorbild und schufen daraus einen neuen Stil mit klaren, einfachen und trotzdem edlen Formen.

Kurfürsten
Die Reichsfürsten, die im Mittelalter den deutschen König wählen durften (siehe Erläuterung zur Jahreszahl 1268).

Laterne(nhaube)
Türmchen auf einer Kuppel, in der Regel mit mehreren Fenstern

Lehen
Von einem Lehnsherren an einen Lehnsmann ausgeliehene Besitztümer oder Rechte. Als Gegenleistung musste sich der Lehnsmann in ein besonderes Abhängigkeits- und Treueverhältnis begeben (siehe Erläuterungen zur Jahreszahl 800).

Lutherische Kirchen
Evangelische Glaubensgemeinschaften, die auf der Lehre Luthers basieren.(siehe auch Reformierte Kirchen).

Marktrecht / Stadtrecht
Im frühen Mittelalter fanden sich die wandernden Kaufleute ein- bis zweimal im Jahr in bestimmten Orten ein, um ihre Waren anzubieten. Da der Verkauf erst nach dem Gottesdienst, der Messe, beginnen durfte, erhielten die regelmäßig stattfindenden Märkte auch die Bezeichnung „Messe“. Einen Markt abhalten durfte nur, wer vom König das Sonderrecht (Privileg) dazu erhielt. Die Kaufleute mussten an den König Abgaben entrichten. Dafür stand der Markt unter einem besonderen Schutz (Marktfriede). Das Marktrecht war vielfach mit dem Stadtrecht gleichzusetzen. Das Recht einen Markt (eine Stadt) zu gründen, hatte ursprünglich nur der König. Aber dieser verlieh dieses Privileg z. B. auch an Grafen, Herzöge, Bischöfe und Äbte. So war anfangs jede Stadt Eigentum ihres Stadtherrn und demnach königlich, fürstlich oder bischöflich. Ab ca. 1100 kämpften die Bürger in vielen Städten für eine Selbstverwaltung. Dort, wo sich die Bürger durchsetzen konnten, verwaltete ein aus ehrbaren Bürgern bestehender (Stadt-)Rat die Stadt.

Mennoniten
siehe Lexikon „Mennoniten in der Pfalz“

Ministeriale
Ursprünglich unfreie Diener und niedere Verwaltungsleute der Könige und Fürsten. Aus diesem Stand gingen im Mittelalter die Ritter hervor, die im Spätmittelalter teilweise sogar zum niederen Adel gehörten.

Mittelalter
siehe Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab Jahreszahl 482

Münze
Einrichtung, die Geldmünzen prägt

Oppidum
In der Keltenzeit Bezeichnung für den Sitz des Gebietsherrn, der zugleich Handelsplatz, Wirtschafts- und Militärzentrum und Mittelpunkt des religiösen Lebens war.

Orgelprospekt
Schauseite der Orgel

Palas
Haupt(wohn)gebäude einer Ritterburg, das oftmals einen Rittersaal beherbergte. Oft erkennbar an den aufwändig gestalteten Fenstern und Verzierungen.

Passionszyklus
Darstellung der Passionszeit (Fastenzeit) in mehreren Bildern

Pfalz
abgeleitet von palatium = Palast. Im Mittelalter Wohnsitz bzw. Aufenthaltsort der reisenden Kaiser und Könige und Tagungsort für das Königliche Hofgericht. Eine Pfalz war weniger ein Palast, sondern vielmehr ein Wirtschaftshof. Die Pfalzen wurden von einem Vertrauensmann des Königs verwaltet. Dieser trieb z. B. auch die Steuern/Abgaben ein und war für den zur Pfalz gehörenden königlichen Forst verantwortlich.
Pfalzgraf Im Mittelalter ein mit Verwaltungs- und Richtertätigkeit betrauter königlicher Würdenträger, der ursprünglich in einer Pfalz residierte und dort den König während dessen Abwesenheit vertrat.

Pfalzgraf bei Rhein
Wie in den anderen Gebieten des Reiches auch wurden die königlichen Güter beiderseits des Rheins von einem Pfalzgrafen verwaltet. Als 1156 Kaiser Friedrich Barbarossa seinen Halbbruder Konrad die „Pfalzgrafschaft bei Rhein“ übertrug, kamen zu der Würde erstmals auch eigene Besitzungen des Würdenträgers Konrad hinzu. Damit entwickelte sich die Pfalzgrafschaft bei Rhein zu einem eigenständigen Territorum. Seit dem 14. Jhdt. war der Pfalzgraf bei Rhein sogar einer der wichtigsten weltlichen Kurfürsten. Aus dem Titel Pfalzgraf bei Rhein entstand später die Gebietsbezeichnung für die Pfalz.

Pfälzischer Erbfolgekrieg
siehe im Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab der Jahreszahl 1688.

Putzbau
Gebäude, dessen Wände mit Mörtel oder Kalk verputzt sind.

Quaderstein
An allen Seiten regelmäßig behauener rechteckiger Stein.

Refektorium
Speisesaal der Mönche in einem Kloster.

Reformation
Durch die Bekanntgabe seiner Thesen im Jahre 1517 strebte Martin Luther zunächst lediglich eine Erneuerung der katholischen Kirche an. Letztendlich hat er jedoch eine religiöse Bewegung ausgelöst (Reformation), die zur Spaltung der bis dahin einheitlichen Kirche Westeuropas führte.

Reformierte Kirchen
Sammelname für die auf die Reformatoren Calvin (Calvinismus) und Zwingli zurückgehenden evangelischen Glaubensgemeinschaften. Die Reformierten unterschieden sich in bestimmten Auffassungen von der lutherischen Kirche.

Reichsfeste
Festung bzw. Burg, die dem Reich gehörte, also unmittelbar dem König unterstellt war.

Reichsgut
Gebäude und Ländereien, die dem Reich, also dem jeweils herrschenden König/Kaiser gehörten und zu dessen Unterhalt beitrugen.

Reichsstadt
Stadt, die auf königlichem Land (Reichsgut) entstanden ist. Im 13./14. Jahrhundert erstritten einige Reichsstädte ihre Unabhängigkeit (Freie Reichsstadt) und verwalteten sich danach selbst (Stadtrat, Selbstverwaltung).

Reichstag
Versammlung aller reichsunmittelbaren Mitglieder des Reiches (z. B. Kürfürsten, Herzöge, Grafen, Bischöfe, freie Reichsstädte). Während der Reichstage wurden Beschlüsse über Gesetze, Steuern usw. gefasst. Ursprünglich trafen sich die Angehörigen des Reichtags in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Orten (siehe z. B. Jahreszahlen 1521, 1529). Ab 1663 gab es einen ständig tagenden Reichstag in Regensburg.

Renaissance
Baustil von etwa 1500 bis 1600. Die Architekten nahmen die Antike zum Vorbild. Während die vorangegangene Gotik in die Höhe strebte, wurden in der Renaissance die Gebäude breit angelegt und die waagrechten Linien betont. Dazu verwendete man antiken Gebäudeschmuck (Säulen, Gesimse, Kapitelle).

Ritter
Ritter nannte man im Mittelalter die Männer, die dem König oder anderen Herren zu Pferde und voll gerüstet in den Kampf folgten („Berufskrieger“). Die Ritter, zu denen anfangs auch Hörige und kleine Dienstmannen gehörten, entwickelten sich zu einer führenden und angesehenen Bevölkerungsschicht (z.T. sogar niederer Adel), die sich durch eigene Lebensformen von anderen Schichten abhob. Die Kinder der Ritter wurden zum ritterlichen Leben erzogen. Mit 15 Jahren wurden sie Knappe. Sie mussten Sprachen, Benehmen, Tanzen und natürlich den Umgang mit den Waffen lernen. Nach der Ausbildung erhielten sie bei der Schwertleite feierlich Gürtel und Schwert sowie Speer und Schild. Sie mussten geloben, sich für den König und das Reich einzusetzen. Danach wurden sie zum Ritter geschlagen.

Rokoko
Bau- und Kunststil im 18. Jahrhundert. Pflanzen, Muscheln und Korallen erscheinen immer wieder als Grundmotiv. Alles erscheint zierlich, spielerisch und vorwiegend in hellen und zarten Pastellfarben.

Romanik
Baustil von etwa 1000 bis 1250, der auf den Bauformen des alten Roms basiert. Kennzeichen: auf Vierecken aufbauender Grundriss, Rundbogen. Die Gebäude haben dicke Mauern, sind schwer und wuchtig und haben eine schlichte Form.

Rondell
Aus der Befestigungsmauer einer Burg vorstehender Halbturm, oftmals an den Ecken.

Rundbogen
In der Architektur halbkreisförmiger Bogen, zum Beispiel bei Fenstern.

Saalbau
Gebäude mit einem sehr großen Innenraum (Saal).

Salier
siehe Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab der Jahreszahl 1024

Satteldach
Dach mit zwei am First zusammen stoßenden geraden Dachflächen

Schildmauer
Besonders stark befestigter Teil der Burgmauer an der Stelle, wo die Feste am ehesten gefährdet war. Oftmals direkte Verbindung mit dem Bergfried.

Schutzvogtei
siehe „Vogt“

Schweifhaube
Gebogenes, gewölbtes Dach auf einem Turm

Simultankirche
Kirche, in der mehrere Konfessionen gleichzeitig beheimatet sind. Meistens nutzen die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften die kirchliche Einrichtung gemeinsam. In früherer Zeit gab es auch Kirchen, die durch feste Mauern entsprechend unterteilt waren.

Stadtrechte (siehe Marktrecht)

Staufer
siehe Anhang „Die Geschichte der Pfalz“ ab der Jahreszahl 1138

Steinzeit
Epoche der Urgeschichte, in der die Menschen vorwiegend Steine als Werkzeug verwendeten

Synagoge
jüdisches Gotteshaus

Territorien
kleine Herrschaftsgebiete (Territorialisierung = Zergliederung in kleine Herrschaftsgebiete).

Triptychon
Dreiseitiger Flügelaltar (Mitteltafel und zwei Seitenflügel)

Villa rustica
Einzelhofsiedlung in der Römerzeit (Gegensatz: Gruppen(Dorf)siedlung).

Vogt
Im Mittelalter Inhaber einer Schutzherrschaft, d. h. der Vogt herrschte über ein ihm anvertrautes fremdes Gebiet. Er war damit oberster Verwalter und Richter. Oftmals übertrugen kirchliche Einrichtungen weltlichen Herrschern das Patronat über ihren Grundbesitz.

Vorwerk
Vorgezogener Teil einer Befestigungsanlage, der z. B. die Zufahrt zu einer Burg beobachten und schützen sollte.

Walmdach
Dach mit schrägen Flächen an allen vier Seiten

Zehnt(e)
Bezeichnung für den (zehnten) Teil des Ertrags, den Untergebene – hauptsächlich Bauern – im Mittelalter an die Kirche oder den Landesherren abzugeben hatten („Steuer“).

Zisterne
Gemauerter Behälter zum Sammeln von Regenwasser, meist unterirdisch

Zisterzienserorden
Benediktinischer Mönchsorden, 1098 gegründet, wirkte besonders in der Seelsorge und im Unterrichtswesen.
Zunft Vereinigung der selbstständigen Handwerker einer Branche (z. B. Bäckerzunft). Vom Mittelalter bis ca. 1810 mussten alle Meister ihrer Zunft angehören. Diese erließ Regelungen zu Qualität der Ware, Preisen, Ausbildung, Arbeitszeit usw. Zünfte hatten auch starken politischen Einfluß.

Zwinger
Raum zwischen der eigentlichen Stadt- oder Burgmauer und einer zusätzlich errichteten Schutzmauer.